368 2. Zeitraum, l. Periode. 1. Zeitabschnitt, l. Capitel.
verinus'), jene geheimnißvolle Erscheinung, von der Niemand wußte wner war und woher er gekommen, und den ihm so ganz ähnlichen heil. Hj>,,rius von Arles, die alle auf Attila oder andereFührer verwüstender Horde,eine unwiderstehliche Gewalt ausiibten.
§. 153. Die Ostgothcn und Langobarden in Italien,«lorne»»/«.-!, <Is rebus detieis. Rroeox/r das«. bistoriar. lib. IV—VIIIv. Kanngicßer, Bd. 3 u. 4). dass/ockorr epistolarum üb A
/'aut/ IVai'uefr/ä!/ cle gostis RonAobarclor. IiI>I>. VI. (/I/unato,-. «cnptoeItnI. V I. (6>eAo,-. 4/ vpii. oi'i^ I'ui'. 705. 1. II.) — Manso, EMd. ostgoth. Reiches. Brsl. 824. Sartorius, Gcscb. d. Ostgoihcn. a. sFrz. Hamb. 811. Kocb-Stcrnscld, d. Reich der Longvbarden in Z„(nach Paul Warneft, u. s. w. Munch. 839.
Vor der wunderbaren und Ehrfurcht erweckenden Erscheinung des heilSeverinus beugte sich auch Odo aker der Heruler ^), welcher nach Jtelst,gedrungen war, und hier dem weströmischen Reiche ein Ende gemacht hak,(476). Während seiner 11jährigen Herrschaft hatteer, obwohl Ari«,der katholischen Kirche einigen Frieden gesichert; doch unterlag er bald dt»aus Pannonien unter Thcod orich (488) ausgewanderten Ostgothen, dHein über Italien, Sicilien, Rhätien, Noricum, Vindelicien, Pannonien undDalmatien, wenigstens über den größten Theil desselben sich erstreckendesReich gründeten. Auch er sammt seinem Volke bekannte sich zum Arianis-mus; dennoch bewies er bei der weisen Leitung seines gelehrten CanzlatCassiodorus gegen die katholische Kirche Achtung und bisweilkieine höchst lobenswerthe Unparteilichkeit. Erst am Ende seiner 36jährigeiRegierung veranlaßte ihn Argwohn gegen die Katholiken und besonders einGesetz des griechischen Kaisers Justin gegen die Arianer zu tyrannischenHandlungen, so daß er den P. Johannes im Kerker verschmachten (M),und die fälschlich angeklagten Consularen Symmachus undBoethiuShinrichten ließ. Der letztere erfuhr und verherrlichte selbst im Kerker de»Trost der Wissenschaft und Religion säe eorisolstions plrilosoplriae). Uckiden Nachfolgern Theodorichs (f- 526) hörten diese Bedrückungen der Kalt«-liken meistens auf, bis Justinian durch Narses das ostgothische Reich zer-störte (535 — 66): bald verschwand sogar der Name dieses sonst so taysmVolkes.
Kurz darauf drangen abermals dieLongobarden unter AlboinsM)siegreich nach Italien vor; es schien von der Vorsehung beschlossen, daß sichim Abcndlande keine römische Provinz erhalten sollte. Sie waren bereit!Arianer; dieß und die nach Alboins Tode eintretende anarchische Herrschaftder 36 Herzöge (574—84) erklärt zum Theil die grausame Behandln,,-der katholischen Italiener. Die griechische Herrschaft wurde beschränkt ansdie Küstenstädte von Ligurien, die unterste Spitze von Italien, die Dncatn!von Rom und Neapel und das Erarchat von Ravenna, wo der griechisch«Statthalter (Exarch) residirte. In dieser Zeit schwerer Leiden erweckte daHerr seiner Kirche
Gregor den Großen (590—604)^)als Hort für Italien und die kathvl. Kirche. Seine Abstammung m
1) LtuA/Mrr vitg 8t. 8everini (LoSSanä!. geta 8g.net.or. mens. äan. 7.1- k483.) deutsch übers, mit Ein!, u. Anmcrk. v. C. Ritter Linz 853.
2) Stolberg-Kerz. Th. 17. S. 474 ff. RluAixpii vita e. 14. p. «8.
3) Seine Biogr. v. -/oan-re« oecl. Rom. äineon. u. /Vr«7 IVarneft,». n,üftsAor. A/. opp. ecl. Lsnsä. kur. 705. 4 V. k. (im V. IV.) locnxl.