§ 151. Stellung k. Üllirgunoer rc. §. 1.52. Die Hunnen in Deutschland. 367
Belisar vernichtete ihr Reich, und lichtere noch einmal die römische HerrschaftHier auf (533). Es bestand aber in Afrika nach einem unersorschlichen Rath-Misst keine germanisch-christliche Kirche mehr fort; seit 670 mußten dielchtcn Neste dem Islam weichen !
§ 151. Stellung der Burgunder zur katholischen Kirche.i?la»ckier1 bistoirs ein llourgiigno. Dijon 739. Oclllatio exiseoxor. xrassort-Lviti Vienn. opiec. «orani. rego 6unllel,alllo säp^e/ie-'M, npioilog. V.II1 )Rettberg, KG. Deutschlands Bd. I S. 253 ff.
Dieselben hatten ihre frühesten Sitze zwischen der Oder und Weichselmid waren den Gothen an die Donau gefolgt, wo sie mit Gepiden undRömern zusammenstießcn; diesen weichend besetzten sie den Obermain undNeckar, und führten mit den Alemannen Krieg. Seit 406 dehnten sie sichvon Mainz aus stromaufwärts bis zu den Alemannen aus. Als auch sie derSturm des Attila tras, gaben sie ihre Sitze am Rhein auf, zogen sich süd-westlich in daS Juragcbiet und gründeten in Gallien von den Alpen bis zurRhone und Saone ein Reich mit der Hauptstadt Lyon. Nach dunkeln Nach-richten bekannten sie sich (s. 417) flüchtig zur katholischen Kirche, doch schonunter G u n d o b a I d ') gingen sie zum Arianismus über l 450). Nach derüberzeugenden Belehrung des K. AvituS von Vienne wollte dieser Regentheimlich zur kathvl. Kirche übergehen ; cS öffentlich zu thun, nahm er Anstandaus Furcht vor dem arianisch gesinnten Thcodorich. Sein Sohn Sigi ö-inuud, entschicd'ncrn Sinnes und durch den Einfluß der Franken bestimmt,trat mit vielen Burgundern zur katbol. Kirche zurück (s. 517). Als dieserStamm unter Godomar der fränkischen Herrschaft zusicl (534), verschwandder Arianismuü völlig.
. §. 152. D i c H u n n c n in Deutschland, Gallien u. Italic nM'ter, ili>?. lle imi^iiii gontnim nuo-raunnn vjnsgiw primo inijiilldii Vuli. 795. 8Die vorgeführten Völker waren meistens durch die Bewegung der Hunnen,.der rohesten unter den bekannt gewordenen slavischen Völkern, beunruhigtund vorwärts gedrängt worden. Mit einer Masse unterjochter Völker rück-ten sie durch Germanien unter Attila, an den sich das Andenken einer ver-heerten, verwüsteten Welt knüpft, gegen daS vereinigte Reich der Westgo-then und Franken nach Gallien (444). Die Rheinstädte Cöln, Mainz,Worms, Speicr, Straßburg, die benachbarten Trier, Metz u. a. wurdenfast gänzlich vernichtet, und damit auch die christlichen Kirchen. Nach einer unent-schiedenen Schlacht bei Ehalons (451) wandte sich Attila nach Italien,um dieses schon gebeugte Land gänzlich zu vernichten (452); doch die ehr-furchtsvolle Erscheinung L c o des Großen hielt ihn von Rom ab (s. S.322.). Bald darauf starb Attila plötzlich, und als der Ungeheuern Masseein ähnlicher Führer fehlte, schweifte sie zügellos und verwüstend noch längereZeit umher. Nur eine höhere Macht konnte das Christenthum unter sol-chem Greuel der Verwüstung erhalten!
In der That war damals in demselben Maße, als die Sünde und Ver-wustung überhand genommen, auch die Gnade über die Kirche ausgegosscn(Nom. 5, 20). Sie hatte Leuchten und Säulen wie Leo d. Gr., den heil,lupns von Troyes, den heil. Germanus von Aurerre^), den beil. Se-
l) Oros. bist. mlv. D-ixnn. VII, 32 38. L'ocr. Ii. o. VII, 30. III, 30. vgl.
^ l3. U- III Okron. all n. 435.
0 M. Stolbcrg-Kcrz. Th. 17. S. 421 ff.