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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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2. Zeitraum. 1. Periode. Id Zeitabschnitt, t. Capitel.

schon Verhältnissen vor. Die Bewohner des Nordens und Ostens drängln,in einer chaotischen Völkerwanderung auf den NusGottes (Joh. g ^dem neu ausgehenden Lichte entgegen und strömten so in Gebiete, wo sichgöttlichem Rathschluffe die Kirche Christi zuerst befestigt hatte. Im AnIahrh. n. Chr. wanderten aus Skandinavien die Gothen aus und ließen sicham schwarzen Meere nieder, die Ostgothen zwischen dem Don und DMdie Westgothen zwischen dem Dniestr und der Theis. Durch Gefangene')erhielten sie zuerst in der Mitte des 3ten Iahrh. Kunde vom Christentbme.Auf dem Concil von Nicäa (325) erschien bereits ihr B. Theopchl ns'). Bis auf den Kaiser Valens erfreuten sie sich an dem katholi-schenGlauben. Als aber die verdrängenden Hunnen (326) die West-gothen beunruhigten, und diese uneinig unter Fridiger und Athanarichden Kaiser Valens um Aufnahme baten; bewilligte dieser ihnen an dnSüdseite der Donau Wohnsitze, wofern sie das Christenthum (den Arianis-mus) annähmen. Hiefür war besonders ihr großer B. UlfilaSf;«,.360 80), der Urheber der gothischen Buchstabenschrift und einer g o th isilmBibelübersetzung, thätig^). Durch Th eod o sius wurde zwann,römischen Reiche der nicänischeGlaube herrschend, aber die Gothen beharrik»aus Opposition gegen die Römer im Arianismus. Von den Westgothen kmder Arianismus zu den Ostgothen,Vandalen, Burgundern, Sne-ven, die oft sogar die Katholiken, unter denen sie sich niedcrließen, zum Am-niümus zwangen '). Nach Valens Tode machte Gratian die Gothen dienstki(37980), und nun wirkte besonders Johan n es Chrysosto in nS, Pa-triarch von Ct., für die weitere Verbreitung des ChristenthumS. Zu Ci. 14dete er aus ihnen Missionäre, richtete eine besondere Kirche für den GolikS-dienst in gothischer Sprache ein, wobei er einst mit der ihm eigenthinnlichkiKraft und Würde über die wunderbare Bekehrung dieser rohen Völker sprach,und daran die umbildende Kraft des Evangeliums zeigte'). Es erfülle sichhier, was Jesaias 65, 25. gcweißagt. Ebenso freudig über diese Bekcdmgüberrascht sagte Athanasius:Wer ist es, der es wirkte, der die cinanknHassenden zum Frieden verband ; wer anders als der Geliebte des Vaim,der gemeinsame Heiland Aller, Jesus Christus, der aus Liebe zu uns Allesfür unser Heil duldete! Jetzt erfülle sich die Verheißung bei JsaiaS 2, 4,und es sei dies um so wunderbarer, da auch fetzt die Barbaren, denen duWildheit der Sitten angeboren, so lange sic den Götzen opfern, gegen einan-der wüthen und ohne Schwert gar nicht sein wollen; sobald sie aber CHHLehre annehmen, sich sogleich vom Kriege zum Landbau wenden." Noch fm-diger überrascht wurde der h. Hieronyinu s, als er zu Bethlehem von zwei

1) Kor-om. Ii. e. II, 6. b. s. II, 5. 2 > ddoeat. b. o. II. lb

So-n-at. b. s. III, 33. VI, 37. L'/reoÄo,-. IV, 33. Ulsilas Mel-

übers, v. Zahn. Wcissenf. 805. V. et bl. 'I'esuun. ii-a§m. vtc. eäst. S«

Kaüeke-ete- er T,c-e5e Vol. I. Utsnb. 836. Vul. II. iOps 84247. (mil vMGlossar, u. Grammat. der goth. Sprache.) Maßmann, die hl. Schrift sN. T. in goth. Sprache mit griech. u. lat. Tcrt, Anmcrk. Wörterb. u. gcschAEinl. Stuttg. 856. Ob diese Bibclübcrft von arian. Auffassung frei ist, NBmehr bejaht als verneint; dagegen findet sich der Arianismus ganz entschiede»«Nlfilas Glaub ensb ckenntniß mit dem merkwürdigen Zusätze: LZo IHMepiscoxus st eoukssssr «em/aer sie creünli. vgl. Krafft I. e. S. 327öl.

3, Bgl. Walch, Ketzerhist. Th. II. S. 553-69.

4) Romil. III. unter den zuerst von Montfaucon cdirt. in ft. Mg-V(Li^sosd. I. LII.