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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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362
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362 2. Zeitraum. I. Periode. 1. Zeitabschnitt, l. Capitcl,

die sich bald friedlichen Heerdcn beigesellt, bald mit Wvuton durch die W,I^ken fahrt, die Weiber zum häuslichen Fleisch ermahnt, die Faulen crschrch-Wouton'ü Söhne Donar (Thor, Thunacr, Donnerstag), de> den Don-ner herabbringt und aus seinen Blitzen den Strcithammcr zur Erbe Wcn-

dert, und der einhändige Ziu (Tyr, Ir, Erich), oer KricgSgott (Erichz,Zinstag, Dienstag). Daneben erscheint eine andere miloere G ötter-familie, die über die Fruchtbarkeit des Ackers waltet, zunächst die Zgodann NertbuS ( Muttererde) und ihre Kinder Frouwv (Freya), dichchfliche Herrin an Wouton's Seite (Freitag), die Göttin O stare (Eostkstverleiht den Sieg des Frühlings über den Winter.

So sehr die Germanen sich gegen die Befehle der Menschen trotzig zeig.

len, so waren sic dagegen denen der Gottheit durch den Mund der Priesterals deren Organe vollkommen ergeben. Die Opfer wurden vorzugsweise«»Bergen, Quellen, Felsen, besonders in dunkeln Eichenhainen; an dem Hechr-See auf Rügen auch Men sch e n op fer dargebracht: ein Iüugiuigeine Jungfrau in den See versenkt. In zweifelhaften Rechtsfällen wurde de«Göttern das Urtheil überlassen, durch Zweikampf, Runenstäbe u. a. Ordaie;um die Abkunft eines Kindes zu erforschen, ward cs auf einen Schild qeleqiund ins Wasser gesenkt; sank cs nicht unter, so galt es als ehelich. Wemendlich der Tcutsche von der Erde Freuden und Leiden dahinschicd, so bewie-sen ihm die Seinigen einfach und sinnig ohne Geräusch und Gepränge dieletzte Ehre. Der Leichnam wurde verbrannt; als Grabmal wurde ein Rap-Hügel errichtet Z. Etwas abweichend, aber auch den religiösen Ideenkmerweiternd ist:

§. 147. Die Religion der Germanen in Skandinavien.

I. Die bllllia (die erzählende yrouviu Urgroßmutter) d. alt. poct. v. 8»wl

tZigtÜWMi ick 1153) lülllla rb>thm. s. unklssnior. Lueiuuuüiua Nietn et.1'korlacius, b'üui LLiKuussn ote. lluni. 787828. 3 3'. 4. Hcimitz.e ree. NcrsLi/, eur. Z/ie-stinr,. cklolln 818 Uebers. viel. Lieder durib oa«der Hagen, Brsl. 814. Grimm, Brl. 815. Die pro falsche Edda,angcfang. von Snorrc Sturleson sck 1241t, beend im 14. ZMeÄtvrna-L'ckrkr »snmt Lkslilu nl U.asle. 8t<»RIi. 818. übers, v. lsr. Rpi,Brl. 812. Die altere u. die jüngere Edda übers, u. erlaut. v. Liwroil,Skuttg. 855. Auszüge u. Erläuterungen bei Krasst, Bd. l. S. 118-MDas Gedicht Muspilli, Hrsg, von Schweller (Büchners Lcitchc.Münch. 832. Bk. 1. H. 2.) /ea.ro Arammat/o«.-- u. Ackam

II. Stuhr, Glauben, Wissen u. Dichten der alt. Skandinavier. Kopenh. W.Legis, Alkuna nord. u. nordslav. Mptbol. Lpz 831. Hochmeister,nord. Mprhol. Hannov. 832. ,Pcterseu u. Lhomscnl Lcitfadcti U»ord. Altcrthumskundc, übers, von Paulsen. Kopenh. 837. Müimr,KG. von Dänemark u. Norwegen. Lpz. 823. S. 1 104.

Die Mythologie der nordischen Germanen vereinigt die verschied«Elemente des gemeinsamen Volksglaubens ; nur ist sie düsterer und mit dmNaturleben noch mehr verwebt: dieVerw andtschaft mit der Natin-Verehrung bei den ältesten Per fern tritt noch b est immter her-vor. Die Hauptgottheit Odin, der die Welt auö dem Leibe des getödtcknRiesen Im er geschaffen bat. Dadurch entstanden zwischen den schaffendeGöttern und dem Geschlechts der Riesen unaufhörliche Kämpfe. Thor, derDonnergott und Kriegöfürst, Freyr und Frey a, die erzeugende und empfan-gende Natnrkraft, walten über der Menschen Schicksale: Odin verleiht Sieg,

1) Die Deutung bei 2 «eit. (cksrm. e. 27.: lluneruw nullu umbitio m-uunientorum urlluum et operosum honorem, ut Zruvein üstünctis, süspernaotU.