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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
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339
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k. 136. Fcicr der Eucharistie, Mittelpunkt der kirchl. Versammlungen. 339

: Laßt uns alle zum Herrn den Blick wenden mitAcht und Zittern, nach oben das Herz (siirmim corcls); die Gemeinde,,Wertete:Ja, zum Herrn haben wir das Herz erhoben; und aufgefor-tm vom Bischöfe zur Gemeinschaft des Dankes antwortete sie: Es ist wür-diq und gerecht u. s. w. Die Präfation schloß mit dem begeisterten angelischenHM»,/: Heilig, heilig, heilig ist der Herr re., in welchen das Volk ein-Amitc. Nun erst begann der Haupttheild er Messe («^nckpoga, actio,MM'tum), seit Gregor d. Gr. Kanon genannt, und von da an nicht imkleinsten Theile verändert! Hier wurde für alle Gläubigen, denBischof oder Patriarchen, Kaiser oder König, sämmtliche Wohlthäter derkirchc und namentlich wie im Occidente so im Oriente desPapstes gedacht,i dessen Name darum in den Diptychen der Kirchen ausgezeichnet warWar der Bischof im Begriff, die Consccration zu vollziehen , so wurde nachde» orientalischen Liturgien der Vorhang, welcher das Heiligthnm verhüllte,»Vzogen, und der Bischof hob die durch Aussprechung der Einsetzungs-MtcChristi: Dieß ist mein Leib, und der Anrufung Gottes (kni-ch, in den Leib und das Blut verwandelte Gestalten des Brodes und^ Weines empor; sobald die Gemeinde sie erblickte, warf sie sich anbetend dar-nieder. Diese Elevation ging crstspätcr in die abendländische Kirche über;dock fand nach dem Zeugnis; des Ambrosius und Augustinus die AnbetungderEucharistie vor dem Genüsse derselben stattJetzt wurden noch> Gebete für die in der kirchlichen Gemeinschaft gestorbenen Bischöfe, Kaiserund knie» gesprochen, nach manchen Liturgien, wie der deS Cyrill von Jeru-salem, das kster nostsr und das rVgnns Dsi, worauf die abermalige Er-tlmlnng des Friedenskusses vom Bischöfe herab bis unter die Gemeindefolgte. In gleicher Weise empfingen zuerst der Bischof, dann stufenweisedie Priester, der niedere Klerus, die Asketen, Mönche, Nonnen und diekann die Kommunion unter den Worten:Der Leib Christi, daöBlutChristi," oderder Leib des Herrn erhalte deine Seele." Wäh-rend der Communion wurden paffende Psalmen, namentlich Ps. 33. gesungen.' Ein Theil der Eucharistie ward in den Kirchen in einen besonderen einerkmbe oder Thürmchen ähnlichen Gefäße oder Gemache saicrcr-rocpäplov,tluIsmus, sacrariumh aufbewahrt, wodurch zunächst die ununterbrochene. Fortdauer des eucharistischen Opfers ausgedrückt ward. Nach einem aber-, malige» Gebete folgte die Entlassung (misss, climissio).s Das eucharistische Opfer wurde in gleicher Weise dargebracht wie fürlebende, so auch für verstorbene Gläubige; für die letzter» »achTertulliau besonders am Todestage, nach den apostolischen Constitutionenaußerdem noch am 3., 9. und 40ten Tage nach dem Tode; die Liturgiefiir die Verstarb enen war am Ende dieser Periode bereits eine verschie-denes. Auch zur Erstehung specicller Wohlthaten: um Regen, Abwendung

t) Die Diptychen von S-; u. bis xlicars waren zweimal

Mmincngclegtc Tafeln, in der Kirchensprache auch alsi-«oeiilö taliulus od. über vivsntium st mortuorum bezeichnet,k 2> Lt guin illmn earnein manäueanäam nobis satutsm (lsäit, nsmoMtew illam inanäncat, nisi aÄorauerrt, sie inventnm ost, gusmaclmo-

o»m ailvrotur tols scabsltnm xsänm Domini, nt non solmn non psccsmusWmiutv, seel pseeamns non aäorauclo. xDnbros.

3) (.'oudtitut. VIII, 30. OonZrsZamini in cosmstsriis. Isetionsm

«ciar. tibeornw kscientss, atgns xsallsntss pro äeknnetis Nartg-ribus st om-Wus s suecuto sauetis st iiro Iratribus vostris, gui in Domino äormisrunt:

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