§. 135. Die Tauft und Confirmation.
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übmen Geheimnisse werden nach der Überlieferung des Evangeliums und derAvostel vollzogen. Was die Verstorbenen betrifft, so wird ihrer nament-lich erwähnt, und Gebete, Opfer und Mysterien werden dargebracht. Manbeobachtet sorgfältig den Gebrauch in der Kirche, daß das Morgengebet„ntLobgesängen, und das Abendgebet mit Psalmen verrichtet werde."
Ausprägung des christl. Cultus bei einzelne» heil. Handlungen.
Äemmsntm'Er l,ooiunuiu, dolusiauuru u. droZoriauui» ss. F r e i b u r g c rKirchcnlcr. Bd. VI. S. 549.). stBreuncr, gcschichtl. Darstellung derVerrichtung u. Ausspcudung der Sacramcnte. Bamb. 818—24. 3 Bdc.Liturgik von Schmidt, Lust, Fluck.
§. 135. Die Taufe und Confirmation. Vgl. §. 88.
§c/v«M0 I Hb- T'sklrcera I. I. V. I. i>. 14 sg. Vgl. Bin-
terim, Deukw. Bd. I. Th. 1. Krüll, christl. Altcrthumökunde Bd. I.S. 122 ff. Böhmer a. a. O. Bd. II. S. 265. Bcsond. zu beachtenIlr'srosok. mrtsellos. M)'8tuj;o8. I—III. Hioirr/srus ZreoF. ilsIiierarelua sccl. e. 2 U. 3.
Die tiefe Bedeutung dieser Sacramcnte ward nun bei größerer Erweite-rung des christlichen CultuS durch einen weitern Kreis v.on Symbolen bei derAuchendnng vergegenwärtigt. Der Ertheilung der Taufe ging auch jetzt wie inder ersten Periode das Kate chume nat voraus, und geben uns die Katechc-' seudes hl. Cy r i l l v o n I er u s a l e m einen anschaulichen Bericht über dieBelehrung und allmälige Befähigung der Katechumenen zum vollen EintrittnidieKirche. Lauheit oder allzu große Anhänglichkeit au das ungebundene heid-uische Leben einerseits sowie die Hoffnung, durch die Taufe in der Todesstunde, sofort zur Seligkeit zu gelangen andererseits haben das Katechumenat oft frei-l willig verlängert, wogegen sich viele Klagen der Väter erhoben. Die S y-f nodevon Elvira und eine NvvelleJustinianS bestimmten zwei,l die apostolischen Constitutionen drei Jahre für daö Katechumenat; die Sy-I node von Llgd e verordnete bloS acht Monate für jüdische Katechumenen;f bei Todesgefahr wurde die Taufe ohne Zögerung ertheilt. Bei Ertheilungderselben kam zu dem Erorcismus (s. S. 205) noch, daß der Bischof denTäufling «»hauchte, das Ohr mit dem Worte Epphatha (Marc. 7, 34.) zul geistigemVernehmen berührte, ihm geweihtes Salz als Symbol des. göttlichen Wortes, an manchen Orten auch Milch und Honig (sigrnim reM-vemntis gmtiss ot 8iiklvituti8 evunFsIious) in den Mund gab, allgemein aberi das Haupt des Täuflings mit Wasser begoß. Sowohl das hiebei gebrauchteWasser, als auch das Oel wurden vorgeblich auf Grund einer apostolischenllcberlieferung, in mehrfach von einander abweichender Weise gesegnet. Wäh-i «nd des Actes hielt der Täufling eine brennende Kerze in der Hand (<poirc-f Achero''); sich gegen Westen wendend entsagte er dem Satan und seinenl Werken, gegen Osten sagte er sich Christus zu. Darauf ward er mit eineme, weißen Kleide angethan, dem Sinnbilde des angelobten reinen, heil. Lebens- scsiwiästus). Doch wurde jetzt die Kindertaufe im Orient und Occidentr> Meinem; die ängstliche Besorgniß mancher Mutter wegen Schwäche der; E des Kindes straft Gregor von Nazianz: „Laß das Böse in dem Kindev E gewinnen, es werde von der Windel an geheiligt, dem heil,i Miste geweiht. Du fürchtest das göttliche Siegel wegen der Schwäche der^ mr; was für eine kleingläubige Mutter bist du! Anna weihte ihrenainuel Gott, noch ehe er geboren war; gleich nach seiner Geburt machte>yn zum Priester und erzog ihn im Priestergewande: statt das Menschliche