§. 134. Die kirchlichen Feste u. Fasttage.
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liam'sche Lobgesang: 1> voum I-mclumus, den Ambrosius bei der Taufe desAnaustinus aus der Fülle seines Herzens und in weißagcnder Ahnung inaugenblicklicher Begeisterung gedichtet haben soll, fand die allge-meinste Thcilnahme.
Auch für die Ausbildung eines würdigen Kirchen ge sang es ) warman bemüht; von dem apostolischen Vater Ignatius von Antiochien sollenbereits Wcchselgesänge und Rcsponsoricn (Antiphonen) nach dem Vorbildedes A. T. Cultus cingcführt sein: nach sichern Zeugnissen bestanden sie schonstüb in den Kirchen zu Cäsarea und Ct. Die hohe Bedeutung des Kirchcn-aesangcs gibt B a s i > i u s d. Gr. also an: „um den Sinn für den Glaubenu, wecken, begleitet die Kirche die Glaubenslehren mit einer angenehmenMelodie, damit wir durch die süße Lieblichkeit des Gehörten ergriffenwerden wenn wir auch den Sinn des Ausgesprochenen nicht vollständigerfassen." Den Eindruck des religiösen Volksgesanges aber schildertuns der heil. Augustinus, eingedenk des Gesanges in der Kirche zuMailand, in folgender Weise: „Wie viel Thräncn habe ich vergossen beide» Hymnen und heil. Gesängen, die mit rührender Andacht in deiner Kirche,v Herr, gesungen wurden, und wie sehr wurde durch ihr Anhörcn mein Gc-miitb bewegt! Der Gesang drang lieblich in mein Ohr, und die Wahrheitdes Gesungenen drang in mein Herz und aus ihm strömte das heil. Gefüblder Andacht." Am verdientesten machten sich Ambrosius und Gregord. Gr.; allgemein bekannt ist der ambrosian i sch e und g r eg o r i a n ischejtirchcngcsang; der letztere mit Noten gleicher Länge ist in mancher Beziehung unsenn Choral verwandt, der ambrosianischc mit Noten verschie-dener Länge hat mehr den Charakter des Recitativssi). Der feierlichernste gregorianische Gesang wurde durch eine von diesem großen Papste ge-stiftete Sängerschule vollkommen ausgcbildet und allmälig in der gcsamm-tcn Kirche verbreitet. Hier und da zeigte sich jedoch eine mehr künst-lerische Richtung dcsGcsangcs, die vielen Kirchenvätern Veran-lassung zu hartem Tadel gab. Bald belebten den schönen gregorianischenGesang der Orgel Töne: „ein würdiger Nachhall der Engelchöre '),"welche die bl. Cäcilie vernommen haben soll.
?. 134. Die kirchlichen Feste und Fasttage, vgl. §. l>3.
I. I. Iil>. ll. Par» II. e. 4—7. -j-lLett/ooe« l. 'l'. II. oil. N/t/ooI>. 27ti sg. (Binterim, Dcnkw. Bd. V. Tbl. I. k'krnll, christl.Mcrchumskundc Bd. II. S. 38 ff. Böhmer, die christl. kirä'l. Alter-thninöwisscnschaft. II. Bd. S. 56 ff.
Die in der ersten Periode bereits übliche Sonntags-, Oster- und Pfingst-fcicr, die Auszeichnung des Mittwochs und Freitags als Fasttage blieben
legic chrisil. Gesänge, Altona 816—24. 4 Bdc. ,8/mraeL, Imndn 8ian. Iirwnoskiicrox nutlguiorvs od. lat. n. deutsä'. l'ulon. 850. Bähr, die christl. Dichterund Geschichtsschreiber. CarlSr. 836.
(1 da euntn at nrunien saeru. 774. 2 1'. 4. et. osiisd. neriptaroe, oe-
.elcsiastlei de musieu. '4. 2. 784. Vgl. auch Lau«, Cnrdiuulin, da divin. ?8uluu>-sine. 17 n. l>. üb. d. grcgorian. Gesang. Forkel, Gcsch. d. Musik. Lp;. 788. 2 Bdc.
kl Bgl. die trefflichen Mitthcilungen zur Geschichte des röm. Choralgesaugesin dem Münchner thcol. Archiv. 1843. H. 4. u. H. 6. Luft, Liturgik.Bd. II. S. 207-214. k-Antonv, Lehrb. des areaoriau. Kirchcnges. Miinst.M. 2Bde.
2l Chrysander, hist. Nachricht von de» Kirchcnorgeln. Rink. 755^Bin-tniin, Dcnkw. Bd. IV. Th. 1. S.' 145 ff. Frech. Kirchcnler. Bd. VII. w. 824.