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1. Zeitraum, 2. Periode. 3. Capitcl.
Patriarchen vonCt. gehalten wurden, wenn die Regierung eineFrage zm Erör-terung oder ein Geschäft zur Ausführung vorlegte, oder Streitigkeiten aus frem-den Diöcesen erledigt werden sollten. Auch die Patriarchen zuAlerandrieihaben zuweilen in ihrer Residenz solche endemische Synoden veranstaltetDie erste Verordnung zur Abhaltung von Diöcesansynodenn>M,man in dem zweifelhaften Canon «am»»'.?», vermeintlich auf dem Concil >«Hippo 393 gegeben, finden. Mit Bestimmtheit finden wir solche Verord-nungen auf den Synoden zu Orleans öl t, zu Huesca 598, welchefest-setzcn, daß außer den Klerikern sich auch die Aebte alljährlich der Correr-tion durch den Bischof auf der Synode unterziehen sollen (die Curatpm-fter im M a i, die Aebte im November). Dasselbe verordnet das vierteConcilzuToledo 633, und das XVI. Concil zu ToledoMbe-droht sogar die Bischöfe bei Strafe der Ercommunication innerhalb 6 Mo-naten nach jedem von ihnen gefeierten Provincialconcilium die Synode;,berufen. Hier hatte der Bischof allein eine entscheidende, die anwesende,Kleriker nur eine berathende Stimme ").
Die durch Unterschrift der anwesenden Bischöfe bestätigten Beschlusswurden durch Synodalschrciben den Gläubigen der einzelnen Diöcesen M-gctheilt, und zur fortwährenden Beachtung durch Sammlungen aufbcwabrl,Die älteste in der griechischen Kirche von Johannes Scholasticvs)Patriarch von Ct. (st- 578), ist systematisch und nach der Form des coil^.lustiiünlmrm übersichtlich unter fünfzig Titel gebracht. Der auch von ich»abgefaßtc Nomokanon enthält die fünfzig Titel mit Anführung der dazugehörigen Kirchengesetze wie der entsprechenden Staatsgesetze von Cmistauti«d. Gr. und besonders von Justinian. Am umfassendsten hat die zmiikTrullanische Synode (692) die für die orientalische Kirche rechtskräftige,Gesetze zusammengestellt von den eanonos »lpostolorum bis zu den von ißselbst erlassenen 102 oanonas.
JmOccidente ist die erste Kanonensammlung die s. g. priscutraiislatio),welche Dionysius Eriguus "), ein Scythe, Mönch in Rom, in Folge derAufmunterung des B. von Salona (nm 510) vervollständigte, und ihr diepäpstlichen Decretalbriese von Siricins bis Anastasius II. (st-Wbeifügte^). Nach diesem Muster entstand in Spanien die eigenthüinlichkSammlung desJsidor, Bischof") vonSevilla(st-636). Die afrikanischeKirche bestätigte auf der Synode zu Karthago (419) eine Sammlung ihmeinheimischen Kanones, welche nach und nach ins gemeine Kirchcnrccht iikr-ging I. Auszüge aus diesen Kanonensammlungen verfertigte Fulgmtim
1) st-Phillips, die Diöccsanspnodc. Frcib. 849. S. 40 ff.
2) Kurl. Voellr ot Ltslell» 1661. sturis eair. vvt. 1. II. p. 499—660. Wiblips Kirchcnrccht Bd. II. st-Walter, Kirchcnrccht Buch II „Quellen" d. M"
3) In Lalle»'/»»», opp. HI. "1. III. g>. 473 8g. n. bei lI7a»»s». 7.VI. s
1105—1230. vgl. Lalle»-»-», clo antiguis collootionil». cauon. vor 7. III. oMImon. LI. n. in t?alla»»»lrr 8)'IIo§6.
4) Der Name ülxiAmm wohl selbst beigclcgt aus Dcmuth, da sich Mönche sdiese u. ähnl. Bezcichnnngcn gaben, z. B. Anastäs. Bibliothekar; sxizuas I» Olirist«salntom.Iaaimi diaooiio u. Bonifacius, Apostel der Deutschen, schreibt: be,tu-simas VirZIui... Vuiiiü'öäus erelMns in Ollristo.Issu intimas eai'itatis salntm
ö ) ./»«elell/ 6161. 7. I. 97 8g. Vgl. Lalle»'»»»«, elisaert. sl-soii. bl. OM lIII. p. 174 8g.) — 6) OoIIsct. canon. vecle8. IIi8pam',a.8 Uatrit. 808k.; epletobetioci'6tals8 ao i-ssor. lioinauor. kontiticam. Natrit. 821 k — 7) 6oü. Oa«>>.6oclö8. Xll'ioanas auch bei La,'ela/,». 7.1. gi. 86l 8g. A7a»,sr'. 7. III. p. 6988g «./nelelll 6161. 7. I. gi. 303 8g. Hcfele, Concilicugesch. Bd. II. S. 112-1>1