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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 2. Periode. 3. Capitcl.

Concilien aus dem Wesen der Kirche selbst hervorgingen; nur die äußer,Möglichkeit hing vom Staate ab '). Die innere Geltung der hier gegel,.nen dogmatischen Bestimmungen hing mit den Verheißungen Christi fi,seine Kirche eng zusammen; sest stand der Glaube, daß der gesammj,Episcopat von der wahrenLehre nicht abweichen könne. ZWwaren auf den ökumenischen Concilien nicht alle Bischöfe, selbst nicht imW,alle des römischen Reiches sol-cor^c^), sondern oft nur die orientalisch«gegenwärtig; die Beschlüsse derselben wurden aber nachher allgemeinangenommen, und durch denBeitritt der abendländischen Kirche erhielt«die Concilien dann den Charakter von ökumenischen. Ihre Beschlüsse galt«als Aussprüche des hl. Geistes* *) und als die authentische Erklärungund Feststellung der christlichen Glaubenswahrheiten wie der allge-meinen Grundsätze in der Moral und Disciplin (Joh. 14, 2K.;sg,1314.; Luk. 22, 32.) gegen die Entstellungen durch die Häretiker, st,dem strengen Tadel des Gregor von Nazianz über das oft leide»schast,liche Treiben der Bischöfe auf Provincialsynoden, wie besondersüber die von den Arianern gehäuften Glaubenssymbole liegt nur ein schein-barer Grund zum Zweifel an jenem hohen Ansehen und der unbezweiselt«Autorität der Beschlüsse der ökumenischen Concilien'). Hat dochGregor selbst an vielen Stellen mit Nachdruck für die Autorität derselbengestritten.

Als ökumenische Concilien wurden am Ende dieses Zeitraums einstimmig«,- jgenommen: das von Nicäa (325), vonConstantinopcl (381), von Ephe-sus (431), von Chalcedon (451), das zweite Concil von ConstantiiMl s

1) Miseb. vita Oonstant. N. III, 7.:Constantin stellte durch diese Versa»- slang von Bischöfen zu unseren Zeiten das Bild einer apostolischen Versammlung ans'

*) Schon auf der Synode v. Arles sagte Constantin d. Gr. zu d. Do»«- stistcn: Nsurn guäieium xostulnnt (Oouatistns), gui ipso suäieium Olmsti er- -sxsoto. Dies snim, nt so vsritas bubst saeeräotum juäicium ita riebet Iisbech ine. si ixse Oomiuus rosicleiis suäiest. Kibil orrim bis best aliuä sentire. re> 'abuä suäioars, irisi guoä Obristi magisksrio sunt säocti. Bon dem Concilj« sNicäa sagt er in d. exist. cntbolieas i4Ioxanärinor. oeeies. b. Locrat. b. e.( s9: tzuoä trscsntis xlaouit Dpiscoxis, nibil nbucl sxistimanllnm eng ^

gunm Dsi soutsutia, xrassertim guum in tnntoruin virorum msutibnn inü srlons 8piritus 8. äivinam voluutatom axeruit. (. V-rks«!rr. V. II. x. 26) Die >Beschlüsse des Nicänums nannte er: s-k-- ein göttliches Gebot. Diesem ge- lmaß wurde auch stets in der Eingangsformel der Beschlüsse jener Concilien gi-sagt:Der h. Geist verordnet es." LasrM Lt. sx. 111. >al. 2l>4)üb.d.nieän. Coneil.: Ot -r/SLLxöF-or ssx« X«, öx-r^i ovx «VLU 1 -ov L)-ioi-7i7kU'8L. 77,-7-re,. (e 0 d. Gr. spricht V0N einem Ms

tractabilis eonsensus eoneilii cbalesäonsnsis. AreAvr. )/. sxx. lib. III- estStola 10 7 guatuor s^noäos sanetas univsrsalis eeolssias, sieut gnatnor Itbw -sancti ovangolii rseiximus. Obalcsäonsnsis (IV) üäos in guinta spooSo -non sst violata. (oxx.. Lsnsä. V. II. x. 632) Weitere patristische Be- ^weisstellen hierüber s. bei LeKa-'-nr-?r«s äs eoncilns lib. II. e. 3. u. c, 6-4(äisxutation. 3?. II).

2) t^-'eAor. sx. 55. Droeox.:Ich bin so gestimmt, wenn

die Wahrheit sagen soll, daß ich jede Versammlung der Bischöfe fliehe, dcniuch 'habe noch von keiner ein gutes Ende gesehen u. kenne keine Synode, welche,» sstatt das Nebel aufzuhebcn, es nicht noch vermehrt hätte, denn cs regierte dchm >unbeschreibliche Streit- und Herrschsucht" u. s. w. Daß damit nur einzelne B' svincialsynoden, u. namentlich die der Arianer bezeichnet find, behauptet mit Wder latein. Interpret im aiAumsnt. zu jenem Briefe. Vgl. besonders«!!

Ansicht des Heiden Ammrcr». Mr-'eeMer. ob. S. 262. Note *.

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