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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 2. Periode. 3. Capitel.

Nom verdammt ist, ist vom gesammtcn Erdkreise verdammt: Rom hat g«sprachen, möge nun auch der Jrrthum ein Ende nehmen"(s. S. 278).

Ein auözeichnender Name für den Vorrang des römischen Bisch,stfindet sich aber erst in der zweiten Hälfte unserer Periode, denn die Nanu,pgpa, pater patnim, apostolioiis, riearius (lliristi, 8»mm»8 pontil«seclss spostolica wurden auch andern Bischöfen ertheilt ^). Nachweislichnennt erst Ennodius, B. von Ticinum (510), den römischen BIMvorzugsweise 1'aps^), welche Bezeichnung von nun an im Abendland,üblich wurde. In Folge des Streites über den angemaßten NamenSch,metrischer Bischof" durch den Patriarchen Johannes den Faster»,«Et. ^) soll Gregor d. Gr., unter dem sich der Streit erneuerte, jener stelz«,Benennung gegenüber den demüthigen Namen 8orv »8 sorvorumve,angenommen haben. Die nachfolgenden Päpste behielten denselben, der-sung Christi gemäß, daß der Höchste unter ihnen der Diener Aller sei» s,Ist,bei. Unter den vielen ausgezeichneten Päpsten dieser Periode ragten besondersSylvester I., Julius I., Liberias, Jnnocenz I. und Greg«:der Gr. aus; am vollendetsten aber ist die Idee des Primates ausgeprägtim Leben

Leo'ö des Großen (44061) und Gregor's des Gr.

Der elftere ist allgemein anerkannt als ein Mann von großem Charakter, a»gezeichneter Kraft und Festigkeit^). Wie schon erwähnt, hat er sich auch alsDogmatiker und standhafter Vertheidiger der gefährdeten Kirchenlehre gegenEutyches bewiesen. Nach Vorlesung seines Briefes an Flavian rief die »er-sammelte Synode zuChalcedon:DurchLeo hatPetruö gesprochen."Die Schmach der Räubersynode zu Ephesus fühlte Leo schmerzlich, undsuchte dieselbe von der Kirche zu entfernen. Seine apostolische Wachsamkeitkam auch den furchtbaren Verbrechen der Manichäer auf die Spur, «des gelang ihm, Viele von ihnen zu bekehren, andere unschädlich zu mach»Gegen die mit ihnen verwandte Sekte der Priscillianisten in Spanienveranlaßt er ein spanisches Nationalconcil. Seine 96 Festpredigten in Ei-niger, allegorischer Sprache zeigen, daß ihm über der hohen Würde MiNachfolgers Petri die Pflichten des Bischofs und Priesters stets wichtigund theuer geblieben sind. Mit Kraft wußte er die Kirche Jllyrieuö daOccidente zu bewahren; mit hohem Ernste tadelte er ihren Metrops-liten Anastasius zu Thessalonich wegen empörender Gewaltthätiz-keit, und ermahnte ihn zu der dem apostolischen Stuhle zu Rom, den er hinzu vertreten hatte, eigenthümlichen Milde. Den für sein vermeintlichesMetropolitanrecht über die beiden narbonnensischen Provinzen streitenden B.

1) Vgl. 3?. I. lib. I. e. 4. krassulibus guiäsm omnibus cm-

uruuia, tuisss noiuiua 7apas, ^postoli, kraesulis ste., ssä su turnen M tmsivZulari gus-äum cum liouoris xraeroZativa Kouiuuo koutil. attributu Mit.

2) Vgl. KrmoM. (. opp. Illiiuoäii ?ur. 611. U. b. l7cEaue7 7X1. !

Tlnuoä. I. IV. sp. 1. auch auf den unt. d. röm. B. Symmachus gehaltenenSpn. ?upo. als Ehrenname gebraucht. Act. b. Mr-rsr. 7. VIII. p. 247 sc>.

3) Vgl. 7/eorircrssrirr I. o. 7. I. lib. I. c. 11. äs oontrovsrsiu OlroAvrirW»-pam iutsr st äoanusm sie.

4) TSeomsM opp.. Hetssne?. II. 7u§ä. 700. 2 7. k.: LaKermr Venen75357. 3 7. k. -l-I>7«r-nöor«-v, IÜ8t. äu I?outitlcat äs 8t. lleou. bar. ms2 7. -l-Arendt, Leo d. Gr. u. seine Zeit. Mainz 835. Perthcl, P-Leben u. Lehre. Ein Beitrag zur Kirchen- u. Dogmengeschichtc. Jena 843.