130. Der Primat des römischen Bischofs.
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babcn besonders einflußreich darauf gewirkt: 1) Die oft hervorgetretenenGcwaltthätigkeiten einzelner Bischöfe, Metropoliten und Patriarchen ver-aiilaßten die Verfolgten, eine Stütze gegen selbstsüchtige Bestrebungen zusuchen; sie wandten sich daher stets an den r ömis ch cn B isch o f. Hättedieser wie oft behauptet worden, seinen Borrang etwa „durch hervor-ragende Herrschsucht, " und nicht durch göttliche Institution erhal-ten'): würden die unglücklich Verfolgten sich dann wohl an den Unter-drücker Aller gewandt haben? 2) Während bei den erschütterndenKämpfen über die christlichen Dogmen viele Bischöfe, sog ar P atriar chen,oft für den Jrrthum Partei nahmen, bcharrten die Päpste mit unerschütter-licher Treue im wahren Glauben, was sogar protestantische SchriftstellerWeben*). Dies mußte die Uebcrzcugung von dem göttlich angeordnetenVorränge des römischen Bischofs immer mehr befestigen. 3) War für diebestimmtere Ausbildung der Primatrechte noch besonders bedeutsam, daß dierömischen Kaiser jetzt nicht vorzugsweise zu Nom residirtcn.
Schon im arianischen Kampfe wandten sich durch Constantius die verfolg-ten Bischöfe Athanasius, Eustathius von Antiochien, Mar-cellus vonAncyra, Lucius von Adrianopel, später Cyrill vonAlexandrien und Chrysostomus von Ct. an den Bischof von Nom.Selbst mehrere Häretiker, wie Nestorius, Pelagius, Eutyches u. A. erkann-te» den Vorrang des Papstes dadurch an, daß sie für ihre Irrlehre bei ihm
. proxlistnrum praecouio coutiuebatur, per apostolicam tubam irr salutem uui-rersitutio exiret.— 8scl busus muusris sacramentsm ita Dominus aä omniums äpastolorum olllcium psrtiuers voluit, r» beatrssrnro DeD-o,l «lim» et «b rxsv zu.asl ccr^rts,
s ckma srm nelrt r« coi'SU«,' »«rus «raua-'e: ut exsortvm sv mpstsrü intelligerst,s) esse äivini, gui ausus luisset a Dotri soliclitato reeeclero. Iluuc enim in cou-^ rmtinm imlivickuae unitatis assumtum, icl quoel ipss erat, voluit nominari,sl: äieenäo: 1» es kstrus etc. ut aeterui templi aseliücatio, rnirabili munsrs
's. Mino Lei, iu I'etri solitlitate evnsisterst; bao ecelssiam suam ürmitats^ corroborims, ut illaru nee buinana tenrsritas passet appetere, nee portassi, contra Main inieri praevalerent. (opp. eelfl. DMsrO«. 1. I. p. 633.)t I) Vorrat, b. e. ll, 15. lßoäem tempore Daulus guogus Dt. exiseopus,> Leclepus tlasas, Narcellus ^.uoz'rao — aeeusati st seelesüs suis pulst in
. urbem rogiam slloinam) agventaut. Din cum lulio Dom. episcopo causami 8»M exposuisseut, iiie, epiae est scelesias Dom. praerogativa, liberiori-l du8 litteris eos cominunitos in Orientem rsmisit, siugulis sscksw suam resti-- Nie»8 siwuliprs xsrstrinxens iilos, gui supratlictos episcopos temers ckspo-,s Miseeut. d'o^ow. b. s III, 8. Dt cpioniaw propter seelis äiZnitatem omnium: cur» uä ipsum sepiscopum Rom.) spsotabat, suam cuigus ecelssiam restituit.
? <eä. Dalcsti. D. II,) Ganz ähnlich De» M ep. 12. ack univers. Dpiscop. Dkric.) zu Ans.: Datio pietatis exiglt, ut pro solllcituclins, quam univsrsae seclssiaei « lliviua iustitutione clspsnclimus. fopp. D. I. x. 669.)
, *) „Die Geschichte der großen kirchl. Streitigkeiten dieser Periode wird zeigen,^ sehr das Ansehen des röm. Stuhls dadurch wuchs, daß die röm. BB. mitdcbarrlicher Conscquenz ihre dogmat. Ansichten fast ohne Ausnahine fcsthicltcn,u daß diese Ansichten endlich immer den Sieg davon trugen." Engelhardt,W. Bd. I. S. 312 ff. Marhcincckc, Univcrsalkirchcnhist. Erl. 806. S. 308.«ufttt sich darüber also: „Tiefer lag der Grund dieser Gewalt ldcs Papstes)Mm einer äußern Macht; einem heiligen Keime war sic entsprossen, von Zn-"s" sie, durch Muth, Kraft u. Leidenschaft ward Vieles errungen
um alles bewahrt. Noch nicht genug beobachtet ist, wie und warum gerade im°m>scheu Bischöfe die Individualität immer zusammcnfloß mit der bischöflichenume und m der schlechtesten selbst die Heiligkeit von dieser nie uutcrging."