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127. Bildung, Wahl, Ordination, Unterhalt der Geistlichen.
. Diakon oder irgend einem Kleriker erlaubt sei, bvneicrocx-ruc bei sich>u haben mit Ausnahme der Mutter, Schwester, Tante oder einer solchenBcrio» bei denen durchaus kein Verdacht stattfindet')." Mehrere Synodenvon Carthago (s. 490.) bedrohten Bischöfe, Priester und Diakonen mitMSentsetzmig, wenn sie mit ihren Frauen noch Umgang pflegen ). StrengerMt man im Occidente die Cölibatsgcsetzc aufrecht; diese wurden hiersoaar auf die Subdiakonen ausgedehnt, weil sie jetzt auch denDienst am Altäre erhalten hatten. Ambrosius, Augustinus und Hieronymusbesonders suchten dafür zu begeistern, die Päpste Si r i c i u s, Inno cenz 1-,Pelaaius li., Leo d. Gr., Gregor d. Gr. wie mehrere Synode nwiederholten dieselben nachdrücklich'). Ja sogar weltliche GesetzeZnstinian's drangen auf Beobachtung derselben, und dieser Kaiser wollteselbst Wittwer vom Episcopate fern halten, was die Kirche zurückwics').Dennoch kamen häufige Uebertretungen vor.
Als in der griechischen Kirche der Sinn für das Priesterideal erlosch,verlangte dietrnllanisch e Synode (692),die meist aus Geistlichen desPatriarchats von Ct. bestand , nur von dem Bischöfe ehcloses Leben; denSubdiakonen, Diakonen und Presbytern solle vor der Ordination die Ehegestattet sein, was nochj etzt bei den Griechen gilt").
Die Ordination galt als eine höhere Bestätigung und Befähigungzum Klerikalstande, die einen unvertilgbaren Charakter mittheile, daher eben-sowenig wie die Taufe wiederholt werden könne. Der zu Ordinirende durftekeiner häretischen oder schismatischen Sekte angehört, nicht öffentlich Bußegcthan haben; bei der Presbyterweih e bedurfte er noch des Zeugnissesder anwesenden Gemeinde: „daß er würdig sei." Mit geringenAusnahmen wurde die Ordination stets für eine bestimmte Kirche ertheilt;die Versetzung zu einer andern sollte nur aus erheblichen Gründen gestattetsein").
Die Unterhaltung des Klerus geschah, wie schon früher angedcu-tet, theils durch freiwillige Gaben der Gläubigen, die man, wie im A. B.den Zehnten an Priester und Leviten, nach der Weisung Christi und derApostel (Luk. 10, 7. 1 Kor. 9, 13.) an den Klerus entrichtete, wozu jetztauch Ambrosius, Augustinus, Hieronymus u. A. ausdrücklich auffordertem).
1> UM. S. 363 Auch der hl. C h r p s o st o m u s hielt zwei Reden:
-2; Hc'fe'/c 1^Bd/li°^S. 46;^70 u.' IM -*3) Vgl, Klitsche,Gcsch. des Cölibates. «. 98—133. — 4) Ibul. S. 65—66. Zur Begrün-dung sagt Justinia»: vix Loci potest, ut vacans llujus lpioticliunae vltaoenris, guns lilieri ersaut pareuti maximus, niuue stuclium, omnemguecogitationein eirea cliviuam liturZiaiu et rs8 veolesiustieas consumat. OportetMim spiscopum minime impsclitun! aü'eetionibus earnalium lidervruni, ow-lliuw ilclelium spiritualem esse patrem.
51 6a,ro». VI. lautet: guouiam iu Xxostolicis cauouilms äictum est, oormngui von «luota uxors iu clerum promovsutur, sulos teerore« et cautare.s uxo-rem posss ducers; et uos boo servautes üeeeruimus, ut clsiueeps null! psni-ws Iivpoclmeono, vsl diaeono, vsl xresd^tsro Last suani orclinatiouem cou-trakoro liceut. 8> autem kusrit lloe uusus kcesrs äspouatur. 8i guis auteweorum, gui in elerum urceclunt, velit leAS matrimonü mulieri consuugi unte-gnum lii/pock/acourt«, vsl ck'aeouu«, vsl ^resör/ter oräiustur, lioc llcciut.
b> r'/mmaMmr I. I. D. II. lid. I. e. 1—4.
7) LsronzM. enmmsnt. in lVIaluell. e. 3. AuAustlu. eommeut. in ksalm.148. Iiemil. XV. iu ep. all ldplcss. vgl. 27ro»ra««!nr I. l. D. III.
w. II. c. 12-14. s. Frcib. Klcxik. Bd, I, S. 801 ff.