§. 127. Bildung, Wahl, Ordination, Unterhalt der Geistlichen. 311
acistl. Bildungsanstalten. Main; 835. S. 1—26. Klitsche, Gcsch. desCelib. S. 51 ff- — -sGöschl, über den Ursprung der kirchl. Zehnten,cm Programm. Aschaffcnb. 837. vgl. Litt, vor §. 85.
Auch zu Anfang dieser Periode war die Bildung der Geistlichkeit wiesriil/cr (s. S. 170 ff.) meist praktisch durch den kirchlichen Dienst in derUmgebung des Bischofs; denn selbst die größten Kirchenlehrer und Theo-logen dieser Zeit hatten ihre Studien nicht als Vorbereitung zum geistlichenStande gemacht, sondern dieselben mir später bei veränderter Bestimmungmm geistlichen Berufe mit großem Vortheile angewandt. Die verändertenZeiünnständc machten nun auch für weitere Kreise eine wissenschaftlich-theo-logische Bildung wünschenswerth, wie sie bereits früher in der alerand ri-„sscheii Katechetcnschule gepflegt und in ähnlicher Weise zuCäsarea,Antiochien und Rom vorbereitet worden war (s. S. 182—189.). Da-her wurde im Oriente die antiochenische Eregetenschule weitermSgcbildct; eine andere entstand durch Ephraem den Syrer zu Edessabesonders zur Bildung des persischen Klerus; in Mesopotamien wurde eineähnliche zu Nisibis, in Palästina zu Rhinoeorura errichtet. ImÖccidente war für die theologische Bildung besonders eifrig der B. Augu-stinus, und hatte die Leitung seines jungen Klerus selbst durch sein Lebenund mehrere Schriften gefördert. Nach dem Vorbilde dieses Instituteswurden in Afrika und Italien viele S c m in a r i c n gestiftet. Diese Bestre-bungen wurden noch unterstützt durch die erhabenen Vorbilder priesterlichenLebens und Wirkens, sowie insbesondere durch mehrere Schriften,welche ein tiefes heiliges Gefühl für die Würde und Erhabenheit des N. T.Pricsterthums einslößtcn. Ambrosius verfaßte das Werk von denPflichten'); Gregor von Nazianz seineRechtfcrtigungsrcde von derFlucht'); Chrysostomus seine Abhandlung vom Priesterthume');vor ibm hatte bereits auch Ephraem der Syrer das Priesterthum ver-herrlicht'); Hieronymus erfreute sich in einigen Briefen ^) an dem.Ideale des Priesters, ebenso Augustinus"). Am weitesten verbreitet undwegen der praktischen Tendenz am einflußreichsten auch für spätere Zeiten
1) dmbro«. de ntiisüs niiiiistrer. lib. 3., oü. Ileiied. 3'. II. z,. 1 — 142. und
bst. einzeln Hrsg. nun somiuein. de pidlvsopb. inornii voterurn, od. -9'osrtse/r,htutlp. 898. 6. eil. 3g>s. 699. 8. oü. bgis. 839 Vgl. s-Litt-eer, de 6i-
weroninnis et dnlbrosiniris ollieinruin iibris soinmeMntio. Lrunsb. 848. deutschübers, v. P. Lichter. Coblcnz 830.
2) 69'cAor. -r--- lai>p- od. blarelii. tdi. 690. 'I. I.
I>. l-45.) ed. ATen-, Vrib. ggg. Gregors v. Nazianz Vcrtheidigungsrcde für Priesteru. die cs werde» wollen; a. d. Gricch. ins Deutsche übers, von Arnoldi. Mainz 826.
3) 71-/-! t-/--.i!iu--^; )»/->! VI. ed. stör. 6 rse. LsmAL?. I.ps. 825.>nl. xr. Stint, surn ./,E?er. Lndolpiioiioli 837. ül. xraose ibid.; übers. VonPasselbach, Strals. 820; von PRittcr, Bcrl. 821. von Beda Weber,hnnsbr. 833. von Scholz, Magdeb. 847.
4) ssp/t,'«e,n K/r., sormo de snserdotio, hebt so an: 0 mirnculuiir stupen-
shw, o potostas iuettubilis, o troinsiidum sncerdvtii mz-sterium, sxiritaie novivnm. vsnornndmn e.t imxrebeusibile, gnod Oiiristns in lumo mundum voreions,etiuw ineiignis impsrtitns sst. — dorm posito, Incrz'inis atgtis sttspiriis oro,nt dune snesrdoti tbosnuruin inspieininus, tbesnurum inqunin bis, gui eumMMN st snnste custodiniit. bid. svrinse. gr. et int. V. III.
I> ^99- ad kainacb., nd blepvtinii. (<>pp. ed. Vcr/lnrLi. 3. I.
Hs lieber s. b. Thciner a. a. O. S. 11 ff.