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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 126 . Vermehrung der Kirchcnämtcr.

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Zi Zur förmlichen Pflicht wurde den Bischöfen gemacht, die früher freiwilligaciibte ,lobenswertste Ermahnung der Richter zur menschlichen Behandlungder Vcrurtheilten, sowie auch die Gefangenen am Mittwoch und Freitag zubesuchen Wurden hierdurch die Bischöfe und die untergeordneten Geist-liehe» oft von den wichtigeren geistlichen Amtsgeschäften äbgehalten, so konn-ten sic andererseits oft gegen Despotismus der Staatsgewalt, überhaupt fürbieweitere Verbreitung christlicher Grundsätze höchst vortheilbaft wir-ken um so mebr, als die Bischöfe bisweilen über die Präfectcn der Provin--en'cme Aufsicht führten Z. Meistens waren sie die einzigen, die den Muthbatten, sich dem Wüthen eines Statthalters entgegenzustellen. So wurde dieKirche in Zeiten schrankenloser Willkür ein Hort für die Rechte und Freihei-ten des Volkes.

In diesem gegenseitigen Zusammenwirken zeigen sich die ersten Keimeeines geheiligten Bundes zwischen Königthum und Priester-thnm zur Vertretung der höchsten Interessen der Menschheit"). Und beietwaiger Vergleichung beider ward nicht ohne große Bedeutung der Satzwiederholt ausgesprochen: daß das Priesterthum in dem Maaßeüber dem Königthu me stehe, als die Seele vorzüglicher sei,denn der Körper *').

§. 126 . Vermehrung der Kirchcnämtcr.

-Momassmi vst. St nova scet. äiscipl. Vom. m. lit,. II. c. 2 . 6s potsstutsOseonomnr. in Orients st Oseiä. prioribns V. scrl. susonlis; V. I. lib. II.c. 97 . äs ävleusoribus; V. I. lib. II. e. 100 . cls sz'nsellis; 2 ?. I. lib. II.c. 3 u. 4 . äs Xrsbiprssb)'t.; V. I. lib. II. s. 17 u. 18 . äs Xrslncliusoni»per V. prioru eeel. suscnln.

Die Erweiterung der kirchlichen Wirksamkeit machte auch mehrere neueAemtcr nothwendig. Für die sorgfältige Verwaltung der Kirchengüter stell-ten die Bischöfe seit dem 5ten Jahrh. einen Oekonom soixovozioO an^);

1) 6oä. 27 ieoä. XI, 3 . 7 . ck. Ooä. I, 4 . 22 23 .

2 ) Oone. Xrsiat. cun. 7 . b. TlaiÄrer». 2 ?. I. p. 254 .

3 ) Hierüber that P. Gclasius gegen den Kaiser Anastasius den merkwür-

digen Ausspruch: Dun sunt, Imperator Xuxusts, gnibus prineipulitsr munäu»bie rsgituri auütoritas «aera Donti/iert!» st rsAakrs (sp. 8.).

Schon in d. vonstitut. Xpostol. II, 34 . liest man: "0-« 7-tvw 2^«-

; 72202722 0^c22vvv; ,Ä5L20.Li«;' ss2,</s-2-L -,2.2 «27^ xxt 10-l 72Ö; z

or« 72V L7lt2X0772V 2762',Lrv öjILk).L7S 2); 77«7s/>«, 2,5 1?«2cie«,

x^,°v. lSaiianck. Iiilil. 2'. III. p. 58. 37ansr. 2. I. p. 336.) SreA.oaeicn!^. orut. 17. p. 271. spricht zu den Fürsten: '0 722 X^,270Ü -. 22 . 2 ; Ü7ro7ls^-

>°i>-7L cn-u^Lvi«; dasselbe sindet sich auch mehrfach bei o/tt-i/sost. äs suosränt.III, 1 . bomil.XV. in sp. II. Oorintb. u. boin. IV. äs verb. ässaius. Andernikcn Stelle: ^0212-22-;; 6- 7r/22x-c//Lv^;, z 7220-2702 ^22,72^2, ^«20.21«; 227^x2-2. 0202^-v.v« 70 ; 2.2i 22222; 70 2.^222. 7o).,«22Lt 7!; 2/2.Ä; 277S22-t-c2; -,S2.2r2^72'.c. Hierher ge-sm auch die Acußerung Constantin d. Gr. an die BB. zu Nicäa: Leus voseMstituit sucsräotes st potestutsm vobis äsäit <7e »obi« ^uckicancki,

« mso nos u vobis rects Mäicunmr. Vos uutein non potsstis ab bowinibusluiliean, xroptsr guoä Osi solins intsr vos exspssturs suäicium st vestru(juaecungue sunt, illuä äivinuin rsssrvsntur sxumsn. bei ÄuM.

>>- X, 2. ^

4) Die Oekonomen aus Veranlassung willkürlicher Verwendung des Kir«"M»s ausdrücklich angeordnet auf d. Co n eil von Chalccdon uctiot - d, llaräu,,!. 'p, n, ggg, Obschon die Verwaltung des Vermögens stet-