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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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z. 124. Monothclctcn; der Patt. Sophronius :e.

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Tbeodostaner in seinem Sprengel gewonnen (633) nnd darüber alsbald anSergiuS berichtet.

Der weiteren Vereinigung trat der scharfsinnige Mönch Sophronius,der eben in Alexandrien war, entgegen. Er reiste alsbald nach Et., um beiSergius Unterstützung gegen das Unternehmen des Cyrus zu finden, nichtahnend, daß dieser Beförderer der Unionsformel voneinerWirkungs-weise" sei. Nach seiner Erhebung zum Patriarchen von Jerusalem ver-teidigte Sophroniuü in einem Synodalschreiben ^) die Lehre von zweiWillen gründlich, und brandmarkte die Behauptung von Einem Willen alsErneuerung des cutychianischen Jrrthums. Zufolge dieses Widersprucheswandte sich der bethciligte Sergius in einem schlauen, wohl erwogenenSchreiben an denP. Honorius"), ihm den langersehnten günstigen Erfolgder Vereinigung der Monophysiten schildernd. Er bat den Papst zugleich,durch sein Ansehen dem störenden Beginnen des Sophronius entgegen zutreten, damit nicht wegen des zur Bedingung gemachten AusdruckesEineWirkungsw eise inChri stus" (iickg/era ÄLunisinxst), der sich doch schonbei Dionysius Areopagita fände, die Vereinigung Unzähliger verhindertwerde. Leider durchschaute Honorius diese List nicht, und das Ganze füreinenneuen Wortstreit" haltend, lobte er den Sergius, daß er bemüht sei,denselben zu unterdrücken. Auch den eigentlichen Controverspunkt nichtvollständig erfassend, ging er allzu schnell und theilweise in unklaren Aus-drücken aus die Vorstellung des Sergius ein Z, bekennend: daß in ChristoEin Wille sei, weil die Gottheit nicht unsere Sünde, sondern unsere Na-tur angenommen habe. Dabei hebt er jedoch wiederholt hervor: daß mandieTho rheit des Nestorins und Eutyches sorgfaltig v erm ei-den müsse, und gibt zugleich bestimmt zu erkennen, daß er über die Wir-kungsweise in Christus richtig gedachthat. Nur wurde die Schuld desPapstes dadurch erhöht, daß er mit diesem flüchtigen Privatschreibensich aller weiteren Erörterungen überhoben glaubte. Ja als ihm durch denB. Steph an vonDora ') die so klare Auseinandersetzung des Patriar-chen Sophronius zugesandt worden, gebot er beiden Theilcn nur : wedervon Einer noch von zwei Wirkungsweisen in Christo zusprechen.

Jetzt mischte sich der Kaiser Heraklius offener und entschiedener in diesenStreit und erließ ein neucsGlauben s edict (exAkbii: -risa 638),

welches einerseits mit dem Papste verbot, weder von Einer noch von zweiWir-

1 ä xAT'ä 1 -öv 5V L'/toc^ näml. Dionys.

äiocMF. ex>. IV. acl 6ajnin.

3) ÄMrom'r sz-norl. b. D. XI. p. 529.

4) SerM ep. Hoiior. b. Z/ans/. D. 529.

4) ex. I. acISsrgiuui b. D. XI. p. 537. Fragin. auS d. igi,

9. 8eeg. ebendas, p. 579. Die größte Unklarheit bewies Honorius wohl da-nn, daß er die für d. Lehre v. zwei Willen so entscheidende Stelle Matth. 26,22, 42.:Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe" durch d.omflachl. Bemerkung beseitigte: Ista omni xeopter uos ckiekr sunt, guibus lls->t öxomglum, ut esguaiuur vsstigia gjus, pius uiazister 6i8cipuloö tmduvns, utooa suam unusguisgii« nostrum, ssä uotius Domrui iu omuibus uraotsrat vo-mutatow. b. ^ xi. ^ ^^ 2 .

2) bibstlus SteMam Lorensi« Luiscoxi b. 3Ian«r. D. X. i>. 891902.Lrckmn, I. III. p. 711-19.