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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 122. Origcnes als Monophpsit re.

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acrade jetzt Vigilius Nachfolger Petri, welcher durch Jntriguen zu seinerStellung gelangt (s. S. 296.) aller Höheren Stärkung zu entbehren schien,,v darum schwankend und unentschieden war. Vom Kaiser nach Ct. gelockt,verweigerte er anfangs die Billigung des Edicts:Meiner Person, sagtec>- könntet ihr Zwang anthnn, dennoch zwinget ihr den heil. Petrus nicht."Doch durch die Kaiserin Theodora fügsamer gemacht, und besorgt, eine neueSvaltunq des Orients und Occidents hcrbeizuführen, überdies vom Kaiserdespotisch gedrängt, willigte er auf einer Synode (548), wie vorher schonindem an Mcnnaö gerichteten Judicatum"), in die Verdammung derdrei Capitel, doch mit der Clausel:ganz ohne Beeinträchtigung des Concilsvon Chalccdon simlva in omnibim rsvarontis szmorli lUmlemIon.).

Während er geglaubt, daß der Streitdadurch gänzlich bcigelcgtwerdc, hatteer cs mit den Orientalen und Occidcntalen verdorben." Der kraftvolle Facn n-dns, V. von Hcrmianc, und der römische Diakon Rusticus, Neffe desPapstes und sein Begleiter, hatten für das nach ihrer Meinung beein-trächtigte chalccdonische Concil, aber gegen das Judicatum beredt das Wortgenommen. In Wahrheit konnte aber durch die spätere Verdammung jenerdamals mit guten Gründen übergangenen Schriften kein Nachtheil für dasConcil erwachsen. Dennoch war die entgegengesetzte Ansicht im Abcndlandevorherrschend, und cs kam dahin, daß die seither stets mit dem Papste ver-einten vecidcntalischen Bischöse sich von seiner Gemeinschaft trennten, undder Papst ans der Seite der Orientalen stand. Zur Beseitigung dieser immerdrohenderen Gefahr für die Kirche und den Staat zog Vigilius sein Judi-catum zurück, und beantragte ein allgemeines Concil. Kaiser Justinianwilligte ein, und so ward ein solches nach Ct. ausgeschrieben. Beide ver-sprachen, vor Abhaltung desselben in dieser Angelegenheit nichts weiter vor-znnehmen. Als aber nur wenige Occidentalcn aus Afrika kamen, diemit ihrem Führer, dem B. Rcparatus von Karthago, trotz aller Drohun-gen und Gewaltthätigkciten die drei Capitel standhaft vertheidigtcn, unddarum abgesctzt und crilirt wurden, verleitete Thevdorus von Cäsareamit den gleichgesinnten Bischöfen den Kaiser inzwischen zu einem neuenEdicte (551). Dasselbe enthielt eine ausführliche Widerlegung der dreiCapitclJ, belegte sogar diejenigen mit dem Anathem, welche dieselbenvcrtheidigen würden. Vigilius erschien sich zu ermannen, verweigerte dies-mal standhaft die Billigung des Edictes, ercommunicirtc Alle, welche das-selbe annehmen würden. Als der Kaiser nun seine Gcsangennehmung befahl,flüchtete er sich in die Kirche des hl. Petrus, wo ihn das Volk vor weitererGewaltthätigkcit schützte. Später floh er nach Chalccdon, und verweigertealle Einladungen zur Rückkehr. Von hieraus verkündete er in einem Rund-schreiben der gesammtcn Kirche die schauerlichen Vorgänge in Ct. und diedurch ihn vollzogene Excommnnication des B. Theodorus, des wahrenVerwüsters der Kirche, die SuSpcndirung des Patriarchen Mennas sammtden mit ihm glei chgesinnten Bischöfen '). Und hier erhielt Bigrlius einen

^ enbserhitiones xluriinaruni elarv volll auctoritatem, gnain solm eananicis libris

E. «clesig, cMoIicn ilstnlit. (SaKrmL bibl. I. Xl. x. 363).

? 0 Vs» dem üullieatuin nur Fragen, bet 1. IX. p. 181. vgl. ck'Uen»).

e eomr. Llociiw. sclrolrrst.

2) Das Seiet 'lov^'nvLL'-ou bei Iblünsi. I. IX. 53 r n. im

cniMic. stloxanelr.. ckr 2<>e.<>ne. x. 344.

k ^8^ ^ ""^ors. oeel. (Äar'ckMN. ck. III. p. 310. Mrn.ni. IX.