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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 2. Periode. 2. Capitcl.

(,543) die in Ct. anwesenden Bischöfe zn einer Synode (erb,>oüoeans der wahrscheinlich die bekannten 15 häretischen Sätze des OrigWverdammt wurden ). Dennoch wußte der durch die Kaiserin viel vermögend,Thcodorus Askidas den Patriarchen Petrus von Jerusalem vor entschiede«Maßregeln gegen die origcnistischcn Mönche cinzuschüchtern. Ja er brachz,cs dahin, daß die letzteren jetzt in Palästina säst noch gcwaltthätigerchfrüher gegen die Sabaiten verfahren konnten, obschou unter ihnen selbst«,Streitigkeiten entstanden waren zwischen Protoktisten und Jsochristoi,Dadurch aber war der Rache des Thcodorus noch nicht genügt. Ms^teuer Schlauheit überredete er den Kaiser, um dessen Aufmerksamkeit«Origcncs abzulcnkcn ): durch Verdammung der den Nestorianismus berge«,den und vcrthcidigcnden, den Katholiken, wie Monophysiten gleich mistöß.gen Schriften desThcodorus von Mopsuestia, desTheodorct gegCyrill und des berüchtigten Briefes des Ibas an den Perser Maris igmxxkpciX«!«), in welchem Cyrill des Apollinarismus und ManichäismuS M-gcklagt wird (s. S. 289.), würde die bcasichtigte Vereinigung der M«,physitcn und Katholiken weit eher und besser erreicht werden I. DcrK-wciö liege schon darin, daß die Sevcriancr auf der Conferenz zu Ct. nachBeseitigung der übrigen Bedenken ihre Hauptbcschwerde darein gesetzt hätte«,daß von jenen Schriften die des Thcodoret und Ibas auf dem Concilz«Chalccdon wären gebilligt worden. In der That aber hatte das Coml,nachdem über den Nestorius und Eutyches das Anathcm gesprochen, und dasdogmatische Schreiben Lco's gebilligt worden, von jencn Sch riftc» ganzabgesehen, da sie ja von ihren Urhebern selbst stillschweigend verbann«!wurden. Unbedacht erließ der Kaiser wirklich ein theologischcS Edict)gegen die drei Capitel (544), und suchte demselben durch GcwaltthätigkcilGeltung zu verschaffen. Der bedrohte Mcnnaö Unterzeichnete cs unter daBedingung, daß es auch vom Papste angenommen würde; Andere gaben de«Drohungen leichter nach, nur der päpstliche Legat in Ct. hatte den Mutb, sichzu widcrsetzen. Im Occidentc aber, wo man die Autorität des CvncilSdurch jenes Edict gefährdet glaubte, und wo sich die Bischöfe unabhängigerals im Oriente zeigten, widerstand man hartnäckiger, was besonders in derSchrift des Fulgcntius Ferrandu s hcrvortretM). Zum Unglücke M

1) Nach der Ucbcrschr. wären diese 15 Kanonen auf dem 5ten ökum. Cencilegegeben, wahrscheinlicher wohl bei dieser Gelegenheit. Sic wurde» zuerst gmWHrsg. v. Uetr. Tami-sor«« in cauinieut. Illlll. August. V ull«I>. V. VlII, y. W

Dann Grases allllita interyrot. lat. ckaan. 8. 4. v. M«»«. U

p. 395400. Vgl. ke (ju/en, Orions elnistian. V. 111. zi 210 sg. u. Hesel,,Concilicngcsch. Bd. II. S. 768774.

2) Diese Tendenz offen von dem Origcnistcn DomitianuS ausgesprochen»liboll. all ViZil. bei Macuna!. TTermra». i>re> llotens. trium. capitnlor. Uli. 17e. 4. vgl. auch Trberat«« I. I. e. 24.

3) Drei Capitel, d. i. die Person u. Schriften Thcodor's ».Mopsucstia, die Schriften Theodoretö für NcstoriuS u. gegen Cyrill u. di,Synode von Ephesus u. den Brief des Ibas an Maris? vgl. Hcfelelc.Bd. II. S. 777 ff.

4) Dieses Edict JustinianS bis auf Fragm. bei ^aou»ck. 7/ermm». ll ^

u. IV, 4. verloren s. llissert. lla sznorl» V. c. 3.

5s ckOckAentr«« hebt in d. ep. VI. all UolaZ. ot rbnalnl. bcsend.

folgende Gründe hervor: Ut concilü Obalcollononsis vol snnilium nulla retraotatio iilacsat, soll guao soinol statuta sunt, intainorata sorvontur. bli pro wvrtuis kratribus null«, Aonsrontur intor vivos soanllala. Ut pullus libro suo j>u