§. 122. Origcncs als Monophpsit re.
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Einflüsse Bclisar's auf's Neue und dicßmal rechtmäßig gewählt wurde, nahm,. sogleich seine frühere Zusage zurück, und erklärte sich für die orthodoxeLehre. Dennoch mußte er im Drcicapitelstreitc für jenen Frevel hart büßen.Die Moiwpbnsiten hatten durch diese und andere vorzufübrendc Ein„„schnngcn des kaiserlichen Hofes größere Consistenz gewonnen.
122? OrigencS als Monophpsit verdammt ebenso die Drci-^ ' "capitcl als Urheber des Ncstorianismus.
Kpiscopl Ilorinian. sum 347) pro äskeiis. triinn onpitulor. Iil>I-XII.i Iil>. avntr. Uorinnnn, selwlastienm. (max. bllä. I^agil. 's. X. p.1—ll3. Eattnack. bibl. 'I. XI. p. 665 8g.) /''a/Asnt)» /'Viianrll äiaco».
«urtliaainenü., sp. n>I Ueln^. et Xuatol. pro trib. ( apltulis l"pp. sä.ISWet. Divioue 649. max. bibl. IX. p. 502 8g. XI. p.
ggh.) Ikttd'tiel, älas. Hon,., äi8putat. evntr. Xrepbnlo» smnx. bi>>!. X-350 8g. Eattanrt. 'I. II. p. 37 8g.)
Xnn«ö, älssert. >1« svuoän V. (o)>p.1- V.) Erwiderung in <?arner?'i äi^serk.ile srn. V. (Ilrsoäc>rsti op)>. sä. ,b'o/rul^e V.) älatte/'l-iro-', ästsiw.äissert. Xorisö äs s^n. V. (Xarinii opp. D. IV.), H cfclc, Coneilicngcsch.Bd. II. S. 775—89!>. Katcrkamp, KG. Band III. S. 375—412.
Die heftige Streitfrage über Origcncs schien im 4tcn Jahrhundert ihrEnde erreicht zu haben; sie war aber, wie anfangs durch den Arianismus,durch andere Bewegungen momentan nur in den Hintergrund gestellt worden,md trat unter den palästinensischen Mönchen mit größerer Heftigkeit hervor(um 550). Zwei wissenschaftlich gebildete, aber ehrgeizige und unruhigeMänner, Nonnus und Leo ntius, hatten, wie cs scheint, absichtlich dasstille beschauliche Leben der Mönche in der s. g. neuen oder großen Laurades ehrwürdigen Abtes Sabas') durch frappante Behauptungen aus denSchriften des Origcncs gestört und entzweit. Durch ihre Verbindung mitzwei andern Verehrern des Origcncs, D o m i t i a n u s, später B. von Aneyra,n»d Theodorus Askidas, nachmaligen B. von Cäsarea, wurde ihrEinfluß desto verderblicher, und äußerte sich bei dem Tode des Abtes Sabasin der fanatischen Zerstörung der großen Laura. Dieser Geist der Aufregung,Zerstörung und Trennung theilte sich auch den andern Klöstern mit. Dievon denOrigcnistcn hart bedrängten katholischen Mönche, Sabaitcn ge-nannt'), konnten geraume Zeit nicht zu dem umstellten Kaiser gelangen, bisder römische Apokrisiar Pelagins auf seiner Durchreise von Aegypteneine Gesandtschaft von ihnen mit nach Ct. nahm (540). In Verbindungmüdem Patriarchen Mcnnas von Ct. verschaffte er derselben Gelegenheit,dem Kaiser einen Auszng aus den Schriften des Origcncs vorzulegen, derden Widerspruch des alexandrinischcn Theologen mit der Kirchenlehre dar-thnn sollte. Dem dogmatisircndcu Justinian war dies eine erwünschte Ge-legenheit, sich abermals als kirchlichen Gesetzgeber zu zeigen, und er erließsogleich ein Edict (541), welches die Jrrthümer des Origcncs, besondersauö hem Periarchon, verdammte '). Selbst die warmen Vcrtheidiger desOrigenes, Domitiauus und der monophysitisch gesinnte Theodorus Askidas,mußten cs unterschreiben, wollten sie bei dem Kaiser den geheuchelten Scheinder Orthodoxie nicht verlieren. Auf kaiserlichen Befehl berief Mcnnas noch
1) Eine Hauptqncllc Lb/rMta §evt/io»oli'ta»., vita. 8. 8abae (Hotels») ino-
Mw. o«l. kr. I. in.,. ^ ' r .
2) llilleli. äs 8aliaitis lnovao ooinmsntnt. soeiet. (lötting V. VIII. p. 1 8g.).
. 3) sp. aä bleunam katriareb. uäv. impinm OriZen. et ustäcia.8
e,ns sentsnt. (Mur«. I. IX. x. 487—534. LarckrM. I. III. x. 243 8g.)