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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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253
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§ 110. Lehre vom Sohne Gottes im Gegensiche Ml Arianismus ic. 253

,>>1. 6auov. 643. 4. 277?eme>,tt. 3'. VI. z>. 239687 ; p.

737 «>,. 8. F-, Irist. äv I'^ri»ni--m<>. I'ur. 675. Walch, Histor.

der Keher. Th. II. S. 385 b. z. Ende. s«Möhler, Athanasius d. Gr. d, Kirche sr. Zt. Mainz 827. 2 Bde., 2. A. 844. Zur Chronologiesehr wichtig die neuerdings in sur. Sprache aufgefundencn opist. t'o.mlob.

^UIi-mnü. saninit Borbericht ml. Oroton, I.ouel. 848. sin Aue/ .Uasr

u, ,va 1'ulr. Iiibl. '1'. Vl. in griech. KN. 37 28.) deutsch üb.rs. V.

Larsow, LIrl. 852. Il^ok^ee, eostitut. vorn,! elioounlox;. ror. vx eou-irov. Vrinu. inüe ab nun. 325350. exm-tae. 43 et. 827. Dorn er, Lehre

v. Person Ehr. Thl. l. S. 806832. s-Hefcle, Coneittengcsch. Bd. 4.A zv7-426. u. in Tiib. Q.-Schr. 85 l. S. 177223. s-TVftm«. peao-ieel. b. o. 37 I. 17 II. 69-84.

Mil dem Arianismus beginnt eine Reibe wesentlich zusammenhängenderStreitigkeiten (Arianismus, Nestorianismus, EutychianismuS oder Monophy-sitismus, Monotheletismus), deren große Bedeutung in der ersten Phase dieGöttlichkeit Christi und dadurch die Göttlichkeit seiner Religion war.Der Streit ist eine Nachwirkung ->) der Ale.randrinischen Religionöphilosophiedes Juden Philo, IV der schwankenden or ig cn i sti sch en, einen Sub-ord inati o n i s m» s begünstigenden Äusdr ucksweisc n'), über-haupt aber e) des antitrinitarisch cn rationalistisch cn PrincipS.Dieses wurde jetzt von neuem angeregt durch AriuS, Presbyter von Alexan-drien, der, unter Luci an in Antiochien gebildet, viele exegetische Kennt-nisse und große Beredsamkeit besaß, und vorherrschend dialektische Vcrstan-dcobildung zeigte, dabei eitel und ruhmsüchtig war. Darum verfehlte auchseine Erhebung zum Presbytcrat, trotz seiner früheren Absetzung vom Dia-konate wegen der Thcilnabmc an der meletianischcn Spaltung, die nichtundeutlich hervortretcnde Absicht seines Bischofs. .

Bei ctncr Unterredung mit seinem B. Alexander verwarf Arius die ewigeZeugung des Sohnes «Psalm 2, 7l und seine mit dem Vater gleiche gött-liche Wesenheit. Zu dieser Ueberzcugung scheint er durch die oft erwähnteAnsicht Philo'S gekommen zu sein, daß der ewige Gott, vermöge der Majestätund Herrlichkeit seines Wesens mit der materiellen Welt, in keiner Weise (wederbei der Schöpfung, noch der Erhaltung i in Berührung kommen könne. Da aberdie Hcrvorbringnng dieser Welt in seinem Willen lag, so war er genöthigt, diesedurch ein anderes Wesen vollfiihren zu lassen; dies sei der Logos, der SohnGottes. Es berichtet nämlich Athanasius"), bei AriuS und seinen Anhängernfinde sich derthö richte" Ansspruch :Als Gott die crcalürlichc Welt G4-

erschaffen wollte, sah er, daß sic der lautern Hand des Vaters und derErschaffung durch ihn nicht theilhaftig werden könnte; darum habe er zuerst undallein einen Einzige» hcrvorgebrachl, welchen er Sohn und Wort nannte, damitdurch ihn, der so zun, Vermittler Mittclwcscn zwischen Gott und

der Welt! geworden, Alles geschaffen würde." Mit dieser sich selbst und denllarcn Aussprüchen ver h. Schrift widersprechenden Lehre vereinte sich in Arius zu-folge seiner einseitigen Ncrstandesbildung eine flache Verwechselung der gött-lichen Zeugung mit der menschlichen und namentlich die Meinung, daß in derkirchlichen unbegreiflichen Trinitärslehrc sich Widersprüche fänden: daß die GottheitEhristi mit der Einheit Gottes nicht bestehen könne. Durch eine einseitig verflachendeund geradezu verdrehende Erklärung der Stellen Luk. 2, 40 u. 52; Matth. 26,Mn. 27, 46; Joh. 14, 28; Philipp. 2, 611 u. a. versuchte Arius diese härc-mchc» Ansichten biblisch zu rechtfertigen.

Wolf, über das Verhältnis! des Origcnianismus zum Arianismuslütschr. für gcsammte luth. Theol. u. Kirche. 842. H. III. S. 33 ff.)

-)rat. II, ^.t'üw. n. 24. z. Ende. Die im Sinne des

Anus dessen Lehre stutzenden Grunde lbiel. n. 25. 28 n. 29. vgl. «Möhler,Bd. I. w. 175-198.