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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 2. Periode. 2. Capitcl.

genährtunddurchGeizgestärkt," vermochte aber die beabsichtigVereinigung mit der katholischen Kirche nur bei Wenigen herbei zu fich^Die meisten Donatisten bildeten in Folge der Einwendungen der katholisch,Bischöfe ihr System nur weiter ans. Es sei sogar der geweihte Emil,«der Sünde des Felix theilhastig geworden, und diese auf alle seine Anhang«übergegangen; denn Gott verwerfe die Opfer der Sünder, Christus Hai,sich eine Kirche gebildet ohne Flecken und Runzeln (Ephcs. 5, 27.). Z«;der Synode von Arles habe die katholische Kirche aufgehört die wahn»sein; und auf Cyprian's Wort hindeutcnd:Es gebe nur in der einen lH-lischen Kirche giltige Sacramentc" behaupteten sie, im Besitze derselben;,sein. Doch mußte der Priester Tychonins, neben Parmcnianusein«ihrer gelehrten Stimmführer, offen bekennen: daß jene Behauptung, a!»wäre jetzt die ganze Kirche bis auf die donatistischcn Gemeinden vom walimGlauben abgefallen, eine ganz ungegründete Anmaßung sei.

Zur Hebung dieses Schisma war Augustinus berufen: er untciMd ii,ursprüngliche Thatsachc über Felix als Traditor (gnnostio äs sellismute) vonspäter» Frage über die Sünder in der wahren Kirche (gnaestio ile eeelegia),«suchte in begeisterter Rede, so wie in de» oben angeführten zahlreich,,Schriften bei den Donatisten das erstorbene Bedürfnis, nach kirchlicher Bm«>gung wieder anzuregcn. Hiebei wies er stets ans Ephcs. 1, 45 und I Couch<>. 12die Kirche isstdcr Leib Christi, Christus das Haupt" wie auf CypriaatWort, daß Schisma und Häresie die schwersten Verbrechen seien, weil sie k,Leib Christi zerreißen. Gegen die Behauptung, daß der ausspcndcndc Di»des Sacramentcs seine Gerechtigkeit und Heiligkeit oder seine Sünden und ZGgehen durch den geistlichen Dienst m i t t b c i l c, hob Augustinus mit Nchdrithervor: Christus ist cs, der da taufet (s. 208 ff.). Dem Wahne ab«,

daß in der wahren Kirche Christi keine Sünder sein dürften, stellte der erleucht«!Kirchenlehrer das Gleichniß Christi vom guten Samen und Unkraute - Matth. !Z,24 ff. i mit umfassender, tiefsinniger Erläuterung entgegen, und erklärte, daß WBußsacramcnt sich auf alle, selbst die schwersten Sünden erstrecke.

Die erneuerte Wuth der Circumcellionen bestimmte sogar die katholisch»Bischöfe, wie sehr auch Augustinus anfangs dagegen war, die weltliche Machtdes Kaisers Honorius (404) in Anspruch zu nehmen, der bald darauf HMGesetze erließ. Auf einem zahlreichen im Beisein des Prätors Marcclli-nns gehaltenen Colloquium zu Karthago (4ll), dem sich dicd«-tistischen Bischöfe anfangs unter der hochmütbigcn Ausflucht:es dürfte» duSöhne des Märtyrers nichts gemein haben mit dem. Geschleißte der Trabi-toren," nicht anschließcn wollten, stritt der heil. Augustinus nochmals «1der ganzen Kraft seines Geistes für die Rückkehr der Donatisten in die ka-tholische Kirche'). Er gewann auch viele entfremdete Gemiither; Hari-näckige wurden durch weltliche Macht unterdrückt, doch erhielten sich eiiiMSpuren bis ans Ende dieser Periode.

§. IlO. Lehre vom Sohne Gottes im Gegensätze zum Ariaiiisnuü;

Concil zu Nicäa.

Schriften des Urins: ep. all blnseli. bsicmiiüil. b. LhaOKmn. brier 69, ii.ii, a>77,eorkoi'ot, b. o, I, 5; eg. all ^lexamlrnm b. cko 8xuoü.4ri»i,a

Leleuc, n. 16. n. Iiaer. 69. u. 7.; (Gastmahl) in PW

u. Versen vgl. L'osom. b. o. I. 21. verlor., nur Fragm. b. ckt/nma«, «tI. contr. ^.rion. n. 5. u. 6. vgl, Lha,)-/,«». Iiaor, 73, 75 sg. Ucb. ÄFragm. Vgl. lnbl. xr. 2'. VIII. p. 309 sg. bVagm. Vrimim, l

Mst/r, Lcript. vott. nova, Collect. Unm. 828 2'. III. Ämraki",ä'o.?om. b. e. Die Fragm. d. KG. des Arian. ->/. ( s. ob. S. 22)

1) Vgl. n, Mrns», collect, concilior. 'p, lV. z. Ans. //arckulri, I. p. lÜÄH