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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 2. Periode, 1. Capitcl.

hat auch das Wunder seiner Zeit, Symeon StylitcS, auf unzählig,saracenische Nomaden nachhaltig für das Christcnthum gewirkt. Dasmadische Leben der Araber einerseits und die Menge der hier anwesende«Juden andererseits verhinderte aber einen noch größer» Erfolg, und als da-Land zu Anfänge des 6ten Jahrh. sogar unter den jüdischen König Da-na an (Dhu-Nowas) kam, wurden die Christen schrecklich verfolgt. Diechristliche Stadt Negran ließ er treulos verbrennen (523), worauf mehrals 20000 Gläubige getödtet wurden'). Zn ihrer Befreiung eilte dachristliche abyssinische König Elesbaan herbei und besiegte Dunaan; da-Land erhielt von jetzt an christliche Könige. Leider wurde unter persisch,,Oberherrschaft das Gedeihen der katholischen Kirche durch Begünstigung d,!Nestorianismus gehemmt, und die so zerspaltete Kirche konnte dann ms»leichter dem Islam anheimfallen.

In Indien wurden seit dem 4ten Jahrh. mehrere Kirchen von persisch«,Christen gestiftet. Coömas Jndicopleusteö (Jndicnsahrer, damMönch) fand vor 535 aufTaprobane (Ceylon), Malo (Malabar?)und zu Calliana (Calecnt? oder Kalamina, das spätere Majilapms^ssomani Inl>>. Orient. III, 2. 33.) christliche Gemeinden, am letzten Orbeinen Bischof. Bei der Abhängigkeit des Landes von Persien wurden düs,Kirchen dem Nestorianismus zugewandt'). Sogar nach China soll lnPriester Iaballah das Christenthum verbreitet (636) und sich des Schnö-des Kaisers erfreut haben ').

§. 106. In Afrika.

In Abyssinicn wurde die christliche Heilölchre während der RegierungConstantin'ö d. Gr. verkündet. Als der gelehrte Kaufmann MeropiuS')aus Tyrus auf der Heimfahrt an der Küste vonAbyssinien sammt der ganzenSchiffsmannschaft ermordet wurde, blieben nur die ihn begleitenden Jüng-linge Frnmentius und Aedcsins verschont. Sie kamen in den Dienstdes Königs, gelangten wegen ihrer Gewandtheit und Bildung zu grostcinEinflüsse. Frumentins erzog den Prinzen Aipana, gewann ihn für bs-Christenthum, und verwaltete sogar während der Minderjährigkeit dessell«die Regierung. Frumcntiuö, in der Folge von dem Erzbischöfe Athanasiuszum Bischof vonAbyssinien geweiht (um 326), nahm seinen Sitz iulciHauptstadt Aruma, während Acdcsius in die Heimat zurückkehrte. Durchsein freudiges Wirken wurde die christliche Kirche befestigt, und als duabyssinischen Christen im 6ten Jahrh. den verfolgten Brüdern, denHomcri-ten, Hilfe brachten, segneten die letzter» das Andenken des Frmimti«-.

1) Dies Märtyrerkhum auch erwähnt im Koran 85, vc-rs. 4. Dota 8. Lr«

(unecäota graecu ecl. Rotsommete. 3'. V. kur. 833.) Vgl. bidl,

0>iont. 3. I. p. 365 sg. vgl. DIcc/relensrTi, löst, Drnbum g. 171.

2) Dnseb. Oaes. comm. inäos. (IRont/a«eoi?, collect. novu etc. 3. II. 5A)

/uck'cox/eAste«, (im Jahr 535.) libb. III. E

I. I. 3. II. Sattm-Ä. bilil, 3. IX.)

3> Nach einem 1625 von den Jesuiten aufgcfünd. syrisch-chin. Manuscchb -(Tafel). Bgl. Kresiei» Oliina illustrnta. Rom. 667 k.

4) RnFn. X, 9. Er versichert, seine Nachrichten v. Acdcsius selbst rWzu haben, als dieser in Freiheit gesetzt nach Tyrus zuruckgckchrt war. Dar»«,8'oo-'nt. Ii. o. 1, 19 b. o. II, 24. 3/,eockorst. b. o. I, 22. Xtba««

pol. acl Oonstant. u. 3t. Vgl. Är'aör Iristorine Detlriopiene libb. st

Rret. 681 t. eiuscl. eomm. n<I bist. 691 (. De Oute», Orlens ObristiM-

3. II, 642.' I