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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. <05. Verbreitung des Christenthums in Asien.

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tlmms ausgestrcut war, wurde dasselbe erst jetzt weiter verbreitet und festerberründet. Selbst der König Tiridates wurde durch GregoriusIlluminator, der aus dem armenischen Arsacidengcschlechte stammte, zuAnfang des 4ten Jahrh. bekehrt'). Im Beginne des 5ten Jahrb. war hierMcsrop, der frühere Scerctär deS Königs, in enger Verbindung mit demPatriarchen Sahag für die Verbreitung des Christenthums thätig, und er-freute (428) die Armenier durch eine armenische Ucbersetzung derh. Schrift'). Als Armenien dann eine persische Provinz wurde (429)und die Zendlchrc mit Gewalt eiugesührt werden sollte, leisteten die Arme-nier einen verzweifelten Widerstand (44258), welcher die Gestattungfreier Rcligionsübung zur Folge hatte. Erneuerte Versuche, die Armenierzur Annahme der Lehre des Zoroaster zu zwingen, konnten wohl das Landverwüsten, die Standbaftigkeit der armenischen Christen aber nicht brechen.Während dieses Kampfes schrieb Moses von Chorene feine armenischeGeschichte, die Hauptgnellc dieser Mittheilungen. Als die Ncstorianer auchihr Augenmerk auf Armenien richteten, warnte der Patriarch Proklus v.Ct. die Bischöfe, Priester nnd Klostervorstehcr in Armenien vor der Irrlehredes Ncstorius.

Nach J b cri en am Kaukasus (Georgien) brachte eine fromme christlicheFrau unter Constantin d. Gr. die Botschaft des Heils. Nachdem sie dieKönigin wunderbar geheilt hatte, ließ diese wie der König Mir aus sichvon ihr im Cbristcnthume unterrichten. Darauf soll er Constantin d.Gr. »in Zusendung christlicher Lebrer gebeten haben. Von den Jbcriernerhielten die benachbarten Albanier und andere angrenzende VölkcrstämmeKunde vom Christenthumc'). Die La zier (Kolchier) und Abasgerlernten wahrscheinlich erst im 6ten Jahrh. das Evangelium kennen.

In das südliche Arabien zu den Sabäern oder Homcritcn (s. S.113) sandte der Kaiser C o nst a n tius zur Befestigung des Christcnthumseine glänzende Gesandtschaft (um 350). An der Spitze stand der arianischeB.THcophilus den Indier aus Diu, und suchte bei dem Könige Ver-günstigungen für das Christenthnm zu erlangen '). Der bewegte Königwurde Christ und ließ drei K irchen erbauen: in der Hauptstadt Tapharan,zu Aden und zu Hormuz, einer Hafenstadt des persischen Meerbusens.Ans einzelne Noniadcnstämmc wirkten mehrere Mönche an der palästinischenGrenze ein: so Hilarion im 4tcn und Euthpmins im 5ten Jahrh.Der letztere bekehrte das saraeenischc Stammhaupt As hebet« S und ließdenselben unter seinem Taufnamen Petrus zum Bischof weihen '). Endlich

»uni» ld. j.) Mittheilungen ans der armen. KG. alt. u. neu. Zt. (Tnb. Q.-Schr. Jahrg. 835. S. 3 ff.) Samuel ja», Bekehrung Armen, durch den heil.Gregor Illuminator, nach nationalhist. Quellen bcarb. Wie» 844.

1) bbeow. b. e. II, 8. Albrre« Obcrrmrsnr,. tum 440) bist. Xrmeniae ar-

men. et Im. ml. II^HI»». 7Z6. Ausg. v. Xn/rrnb. Venet. 805. texte armen,et irrig, traue, von ?s «ke Von. 841. 2 V.

2) Hug, Einl. in d. NT. Th. I. S. 398 ff. 3 A. u. bei L'alnt-Mrrt. 1.)r 7 sg. *Goriun's Lcbensbcschr. des hl. Mesrop a. d. armen. Urtexte z.Mtcn Male übers, u. aus arme». Schriftstellern erläutert v. Welte Tnb. 841.l Programm).

3) Lust», b. e. X, 10. XI, 23. 5'oornt. b. s. I, 20. b. e. II, 7. 24.

4) I^.Uastor/'/. b. e. II, 6. III, 4. Vgl. Delitzsch, kirchl. Chronikon d.pettmsch. Arab. l^Ztschr. f. gestimmt, luth. Thcol. u. Kirche. 840. n. 841.)

a) Vita blutbvmii in inenum. ei el. graei ae I'. II. 18 sg. 38 sg.