Druckschrift 
Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
Seite
244
Einzelbild herunterladen
 

244

t. Zeitraum. 2. Periode, i. Capiicl.

K. 105. Verbreitung des Chrtstcnthums in Asien.

4 Ginzcl, Gesch. der Kirche Bd. 11. S. 5373. 4P. Zingerlc, echteste» d. heil. Märtyrer d. Morgenland, a. d. Lyrisch, übers. Jn,M836. 2 Thlc.

In Persien bestanden bereits in der vorigen Periode zahlreiche Gemm-den (s. S. 113.), denen der Bischof von Seleueia-Ktesiphon als Metropolitvorgesetzt war. Als jetzt aber das Christenthum bei den Römern die Herr,schcnde Religion war, wurde dieses den von ihnen unterdrückten P erster,aus politischer Abneigung verdächtig, wofür noch die Priesterkaste derMagi«voll Haß gegen die Christen in Verbindung mit den Juden verzweifelndihr,ganze Kraft aufbot. Zwar empfahl Constantin d. Gr. dem Könige Scha-ll ur U. (30981) durch ein Schreiben das Loos der Christen sehr dringeusdoch hatte dies keinen besondern Erfolg '). Als kurz nachher zwischen de«Römern und Persern Krieg ausbrach, befahl Schabur, den Spmeon, B.von Seleu eia, mit 100 andern Priestern und Diakonen hinzurichte»(341). Durch Aufreizung der persischen Priesterkaste hatten die Christ«,nun eine lange, schwere Verfolgung zu bestehen ^). Der bischöfliche SMvon Selcucia blieb nach der Hinrichtung der beiden Nachfolger des Spmeo»20 Jahre unbesetzt. Nach dcmBcrichte dcs Sozomcnus belief sich dieZahld«dem Namen nach bekannten Hingerichteten Christen auf 16,000. Vergeblichwar dieAufforderung an die Christen:die Sonne anzubeten, Blut zu trinke»,die Gottheiten Schaburs, des Königs der Könige, zu verehren und die Reli-gion des römischen Kaisers abzuschwören." Kaum hatte Maruthas, B.von Tagris in Mesopotamien, als Gesandter in Persien den Nachfolge!Jezdedscherd 1. (40020) günstig für die Christen gestimmt, so zer-störte Abdas, B. von Susa, aus ungemäßigtem Eifer ein persische»Pyreum (um 418), und die Verfolgung wurde mit größerer Heftigkeit er-neuert. Unter dem Thronfolger Bahr am V. (42038), dem große«Feinde der Christen, steigerte sich die Verfolgung bis zu der ausgesuchteste«Grausamkeit des ZersägenS. Theodosius ll. konnte diese Verfolg»«;nur mit Waffengewalt unterdrücken (422) '). Dabei wurden zugleich durch,den schönen Entschluß des B. Acacius von Amida in Mesopo-tamien 7000 persische Gefangene mit dem aus dem Verkaufe der kostbare»Kirchengeräthe gelösten Gelde ihrer Heimat wicdcrgegeben '*)! Nun Haitidie christliche Kirche noch durch die eingcwanderteu Ncstoriancr in ihr»eigenen Innern Kämpfe zu bestehen. In der Folge eroberte Chosroesllsogar Jerusalem (614), bedrängte die Christen in Palästina und mH«,das durch die fromme Kaiserin Helena aufgefundene Kreuz des Welterlöser«als Siegestrophäe mit nach Persien. Aber der Kaiser Heraclius <M28) befreite Jerusalem und brachte das Kreuz im SiegcStriumphe zwFreude aller Christen zurück.

In Armenien°), wo auch schon früher einiger Saame des Christ»

1) L7rss5. vita Ooustunt. N. IV, 913 2) li. o. II, 914

3, Meockaret. 1>. o. V. 39. äöerat. ll. e. VII, 1821 Vgl. Ecta lllochrOrient, et OcciO. ocl. Rom. 748 I. 0. I. Vgl. Döllii-

gcr, Hdb. d. KG. Bd. I. Abchl. II. S. 108-26.

4) Soerate« b. e. VII, 21 sg.

5) Krttrl-MrrO'u, möwoires bisterigues et Aoog'raplllgnes »»r 1'rl.rmeuio. bar

818 8g. 2 V. lüarratio lle reb. ^rmeniae a 8. Ore-;>,rio all ultimum eorr»sc lii8ma llllll. I'l'. auetar. 'I. II.) aeta 8. Orsgorii, grao

co et lat. (aeta 88. ml. Lollamck. m. 8sxtdr. V. VIII. x. 321400) Windig