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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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z. 99. Unter Julian dem Apostaten.

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Kaisers zum Augustus auSrnfen und begann, heuchlerisch das öffentlicheWohl vorschützend, offenen Aufruhr. Als er bereits mit seiner starkenArmee gegen Constantius marschirtc, starb dieser (361) und Julian war der alleinige Beherrscher des römischen Reiches.

Bei seinem Regierungsantritte erklärte er sich ganz offen für dasHeiden-tbmi" mdem er dessen religiösen Gehalt durch Beimischung christlicherElemente zu erhöhen suchte, so daß es mit dem alten Heidenthume nur denNamen gemein hatte, im Ganzen aber als ein ekelhaft verzerrtes NachbildIcS Christcnthums erschien ). Durch die Wiedereinsetzung des Heidcnthumsin seine alten Rechte hoffte er dem römischen Reiche den alten Glanz undncneS Leben zu verleihen. Den Christen entzog er abermals die Gunst desStaates; die ferneren Kornausthcilungen an die Geistlichkeit und das christ-lichc Volk wurden verweigert, die Gerichtsbarkeit der crstcrcn und ihre Be-freiung von Staatslasten u. A. hörten auf; den Christen wurde sogar ver-boten, Schulen zu halten und die heidnischen Classikcr zu erklären ch. DurchEntziehung der Güter, spottete er, wolle er ihnen den Weg zum Himmelerleichtern:denn nur den Armen sei das Himmelreich verheißen." Zwarließ er die unter Constantiuö verbannten standhaften Bischöfe größtcntheilszuriickkehren, aber nur in der Absicht, die Verwirrung unter den Christen zuvergrößern '), und in der Hoffnung, sie würden sich dann desto eher gegen-seitig aufreibcn. Als ihm diese Hoffnung bald als ein leerer Wahn erschien,griff er sogar zu den gewaltsamsten Mitteln, besonders zu Antiochien, woselbst die Gebeine des heil. Märtyrers Baby las, als dem Gotte Apollozn nahe, sortgeschafft wurden. Aber auch da brachte aus der reichen Stadtnur der betagte Priester des Apollo dem Gotte eine Gans! Um den Haßgegen das Christcnthum noch sichtbarer zu bekunden, crtheiltc er den von ihmnicht weniger verachteten, aber den Christen feindseligen Juden Vorrechte,befahl zweimal dcnW ied eraufb au des Tempels zuIcrusal ein,nm die Wcißagung Christi, daß die Trümmer dieses herrlichen Gebäudesfür immer wüste bleiben sollen, auf eine recht augenfällige Weise zu Schau-ben zu machen. Da hat ihn aber der allmächtige Arm des Herrn der Kirchedurch Sturm, Erdbeben und Feuer daran gehindert, was sogar ein Heidebezeugt hat -). Abermals war ein Kreuz am Himmel erschienen zum

1) llullan. ep. 49. 52. 6rrsA. 2Vr-7a»F. or. III. L'ooom. V, 16.

2) eg. 42. Socrat. III, 1213. 16. 22. IV, 1. Sosom. V, 18. T/reo-störet, b. e. III, 6. 16. 17. UnFnst. de civit. Ilei XVIII, 52.: an ipso non estceelesiam perseentus, gui (stulianiis) (lbristianos liboralos literas cloeere aeiliscere voiuit. Selbst U»rnr. lllarcc/l. XXII, 10. sagt darüber: Illlnl autemerat imleniens, vbruenclnnr porenni silentio, guocl ureobat cloeere nmg'istrosrlieMi'N'os et grannnati, os riius Lbristiani eultores. p. 324. Vgl. XXV, 4.

3) Man vgl. das hämische Beginnen Znllan's b. Amm. llllrreett. XXII, 5.Ingie clispositoruin roboraret etlectinn, clissnlvntss Lbristianoruni rlntistitescum plebo cliscissa ln palatiuni introinissos inonobat, nt elvilibns cllscnrcliiscousopitis guisguo nnllo vvtanto roligioni snao sorvirot intropiclus. tzuocl age-bat nleo obstinate, nt clissensiones auZeuto licontia, non timorot unaninran-tem gostoa plebem: nnllas inkostas llominibus bestias, nt sunt sibi kernlosploriijno (lbristianormn, exxertus. 8aops cliotitabat: andito nie, ciuein a1.Ia-wanni ancliernnt ot INrancr ete. p. 301 sg.

st ep. 25. Umm. XXIII, 1. rlinlntiosnin gnonclain apucl

llierosvlz-mani tenipluin, guocl post mnlta et iuteruociva certainiua. ost ex-IMMatnm, instauraro sumtibns coZitabat imnioclieis: neZotiumgue inatnranclmnmvpiy äecliirat Xntivebensi, gui olirn LrrtanniLs curaverat pro praokoetis. Hurrm