heißen Bade dem Tode preiögcben. Und diese Mordthaten mögen ihn Wauch abgchalten haben, früher in das Heiligthum der Kirche einzutrctcn, s,daß er seine Tanse bis zu seinem Tode verschob. Dabei war er übrige«,mit vielen Zeitgenossen in einem Vorurtheile befangen (s. S. 206.), Mzudem wollte er die Taufe im Jordan empfangen, „was Gott nicht zuließ.«Auch tragen an diesen Flecken keine geringe Schuld die Parteigängerder Arianer, die nicht auf die sittliche Verfassung des Kaisers cimvirkt«wie sic wohl gekonnt hätten, sonder», um ihn desto sicherer für ihre Schzu gewinnen und zu erhalten, niedere Schmeichler und Bewunderer all«seiner Unternehmungen wurden. — In Folge eines bösartigen Fiebers lüjsich Cvnstantin nach der Villa Aneyrvna bei Nikomedien bringen. Hi«ward er vom B. Eusebius von Nikomedien getauft, und, starb am il.Psingstfcstc im weißen Taufkleide 337.
Im Hinblicke auf seue dunkeln Flecken im Leben Constantin's habe» be-reits die tief verletzten heidnischen Zeitgenossen, sowie die nachfolgend«Generationen und neuere christliche Schriftsteller höchst mißbilligende undungünstige Urtheile über ihn gefällt, ohne die nicht ganz fern liegenden mil-dernden Umstände anzugeben oder zu erwägen; ja man hat an seiner Auf-richtigkeit gegen das Christenthum gczweifelt. Da übernahm Hug) Mglänzendem Erfolge die Ehrenrettung des Regenten, welchen die große«Anzahl der Zeitgenossen voll freudiger Dankbarkeit genannt hat Lomt».tirms Unximus.
§. 08. Lage der kathol. Kirche unter Constantin's Söhnen.
Nach.der Bestimmung Constantin's d. Gr. sollte das große Reich unt«seine drei Söhne also vcrtheilt werden, daß der Aelteste Constantiull.den Westen (Präfectur Galliens), der Jüngste Constans die Mitte (duPräfectur von Jllvricn und Italien) und der zweitgebornc Constanti«den Osten (die Präfectur des Orients) erhielt. Die Anverwandten sucht«diese gewaltsam bei Seite zu schaffen, um sich den Thron zu sichern. Dochgericthen sie unter sich in Kamps, und schon frühzeitig starb Constantiull.durch die List seines Bruders Constans bei Aguileja (340), welcher»allein im Occidente wie Coust a n tius im Oriente regierte. Beide trat«ungestümer als der Vater gegen das Heidenthum auf ) , und cs fehlte nichtan unerlcnchtcten Männern, welche die gewaltsame Vertilgung des Heiden-thums forderten '). Doch war im Occidente, besonders zu Rom bei dem an-haltenden festen Widerstande der Erfolg nur ein geringer. Als in ein»Aufstande des Usurpators Magnentius Constans an der Grenze Spamsdas Leben verlor (350) und Coustantins über den Usurpator gesiegt hatte,wurde Constantius Alleinherrscher. Bald daraus (353) verbot«alle Opfer, so wie die Anbetung von Bildern bei Todesstrafe '). Durch
1) (Hug, Ehrenrettung Constant. v. Gr. (Zeitschrift für die Geistlichkeit de,ErzbiLth. Freiburg. H. III. 829. S. 1—104.)
2) (lock. 77reockos. XVI. 10 2. (n. 341): (.'esset supoi'stitio, sacritleimwnboloainr insaiua. Xam guieuiuiuo eontra IsAom elivi principis, M'ölUi!nostri, er baue uostras inkinsustuüinis fussionein ausus fusrit. saeriüem eele-braro, coinpotcns in enm vinclieta ot peaesous ssntentia oxsoratur. Mi«berief sich ans Deut. 13, 6 ff. Vgl. (lock. 77-eock. XVI; 10, 3. (a 342)
3) 2>7a(ern»s im kill, llo orrorv prokauar. rsliziollum (zw. 340-Aden beiden Kaisern gewidmet) «,I. Mü-cke,-, IInvn. 826. p. 118.
4) Cock. ckVteock. XVI; l 0, 4. <a. 353.): klacuit, oinuilnis weis atgne mbe