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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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231
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§. 97. Das Vcrbältniß Constainin des Gr. zur kachol. Kirche. 231

medicn, Antiochien, Mambre, Heliopolis, zu Rom u. a. O.,rciiscll'cn zugleich ausreichende Einkünfte aus dem Eigenthume der Städtea»wc>sc»d'ch Vorzüglich aber gab er dem von ibm (325335) an derStelle dcü alten Byzanz zur Beaufsichtigung zweier Weltthcilc erbautenNcu-Nom (dann Evustantinvpcl genannt) ein ganz christliches Ge-präge, und schmückte eS mit vielen Kirchen (besonders der Apostelkirche)und Denkmälern.

Wenn er noch den Titel ?>itilV.-c Vlaxmom beibebielt, so geschah dieswie bei mehreren nachfolgenden Kaisern zur Wahrung seiner weltlichen Nechceunter den Heiden; in Beziehung auf die Kirche wollte er nur für den oouGott ausgestellten Aufseher über deren äußere Angelegenheiten, welche erach Gottes Willen schützen solle, gehalten sein*). Und so lebhaften Antheilcr auch au den kirchlichen Verhandlungen nahm, so wollte er sich doch in dieiiincrn Augclegcnbeitcn nicht cinmischcn; wo es geschah, that er csnur in Folge von Prvvocation oder listige Uebcrredung.

Die Ucberzeugung Eonstantin's von seiner göttlichen Mission zu Gunstender Kirche bestimmte auch sein ferneres Verhalten gegen das Heide n-tdum, daS er unverholen als einen Abfall von der ursprünglichen Verehrungdes Einen wabrcn Gottes erklärte. Er sprach setzt den Wunsch offen aus,daß die Untcrthauen seinem Beispiele folgen, und den Aberglauben abschwv-reu möchten ). Doch erklärte cr zugleich: daß N ieni and sei n es t-terglaubcus wegen von irgend einem bcuurubigt, sa vondemselben durch Gew altmaßrcgel n abgcbracht werden solle.Gleichwohl verbot er zunächst die geheimen Opfer wie die unsittlichen Culte,und ließ scnc Götzentempel zerstören, welche die Sitze schändlicher Wol-lust und schamlosen Betruges waren. Auch zog er weniger gebrauchte Tempelzum Vorthcile christlicher Kirckcn und seiner Bauten in Et. ein '').Noch weiter gebend untersagte cr den heidnischen Statthaltern die Theilnahmean den öffentlichen Opfern, damit so allmälig auch bei den übrigen Heidender Eifer dafür erkalten möge. Doch ist das vielfach besprochene Gesetzv. I. 335, wodurch er alle Opfer untersagt haben soll, zweifelhaft, wenig-stens nicht zur Ausführung gekommen '); wie auch andere derartige Verbotean vielen Orten namentlich in N o m zähen Widerstand fanden.

Doch bei alledem blieb Constantin so ziemlich der alte Mensch; ja esbefleckten sogar Morde sei» Leben. Nach Licinius (324) siel auch dasHaupt des dem Kaiser gefährlich scheinenden Sobncs desselben, des Licinian;dann ließ er seinen eigenen tapfer» Sohn CriSpus ans der ersten Ehe mitMinervina binrichten, darauf die zweite Gemahlin Fau st a in einem glühend

l > IUe/-. vna Lbaim,. LI. ) i), Zz 4 g: ,v. 4345 u. 58 60. vgl.cle xuirlü nockitnUs a OmM. LI. oxstrnMm. Ilom. 603 k. ib'oaam. I, 8 ; V, 5.

H Taxe/-, vlln Oonotnm. LI. IV. 24: G-er; - s- 72 , dt

LX- 7 L; t- 7 rs ltv Für die Fapung

kc. und nicht se. (der Heiden) spricht die gricch. lleberschrist

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bcnimmtcr T'nxeb. Vita Onn 8 t. I. 44., wo Eusebius durch den Bericht über dmArt der Theilnahme des Kaisers an den Versammlungen der Bischöfe den SinnMS kaiserlichen Wortspieles näher bezeichnet.

2j viln 6 mmt. LI. II. 2442: 56. - 3) Ilück. II. 25-20; III.«-4L; 49: 54-58: IV, 25 u. 30. 6 n,l. Dlmock. XVI, ,0. l. 4) Vielleichtklotz die Privat- u. häuslichen Opfer gemeint s. vitn t?vnst. LI. IV,

28. vgl. Tthan/t ornt. jaro teurzckis.