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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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t. Zeitraum, t. Periode. 2. Zeitabschnitt. 5. Capitcl.

vonTheben') genannt (um 228 geboren). Die Verfolgung des Decin»hatte ihn schon als Jüngling bewogen, sich in eine Grotte an einem entlegen«Berge zurückzuziehen; der Palmbaum gab ihm Nahrung und Kleidung.Unbekannt hatte er sich Oll Jahre an dieser Lebensweise erbaut; unmittelbarvor seinem Tode (340) fand ihn der h. Antonius. Dieser wurde der cigeni-liche Begründer jener Lebensweise. Sein wundersames Leben, welches duheil. Athanasius mit Begeisterung beschrieben, bleibt der Darstellung i»der folgenden Periode Vorbehalten. Die Apologeten betrachteten Erschei-nungen solcher Enthaltsamkeit in ihrer ursprünglichen Reinheit mit Recht cheinen Stolz der Kirche und machten darauf aufmerksam, welche Kraftdas Christenthum dem in Sünde und Sinnlichkeit versun-ken e n Z e i t a l t e r m i t z u t h e l l e n h i g se i.

Gemäß der Ermahnung deS Apostels (Jakobus 5, 14.) wurden zu de»erkrankten und dem Tode nahe gekommenen christlichen Brüdern die Priestergerufen, welche durch die sacramentalische Salbung ihre ringendeSeele stärkten ). Die entseelte Hülle wurde nicht mehr wie im Heiden-thume verbrannt, sondern man gab den Leichnam als einen seitherige«Tempel des h. Geistes in einer kirchlichen Feier der Erde zurück, voll derfestesten Ucberzcugung, daß ihn Christus einst zu neuem Dasein verklärt an»dem Grabe erwecken werde '). An vielen Orten wählte man die Kata-komben wie zu gottesdienstlichen Versammlungen so zu Ruhestätten für dirin Bezeugung des Glaubens Gemarterten, um die im Glauben Kämpfende»mit den im Glauben Vollendeten in enge Verbindung zu bringen. Durchdie alljährige Todesfeier blieb der Dahingeschiedcne jenseits wiedieS-seits in lebendiger Verbindung mit den zurückgebliebenen christlichen Brüder«.Zwar erschien der Tod auch jetzt als derjenige Feind, der erst zuletzt ver-nichtet werden wird (I Korinth. 15, 26. vgl. Hebr. 5, 7. Luk. 22, 42.)jüberall aber zeigte sich das Helle Bewußtsein, der Tod sei ein Ueber-gang zu einem bessern Leben, ja er sei ein Gewinn, weiteremengere Verbindung mit Christo herbeisühre (Phil. 1, 21.).

ff 05. Das religiös-sittliche Lebender Christen.stMamachi, die Sitten d. ersten Christen a. d. Jtal. Augsb. 796. 3 Thlc.

Nach Vorführung der einzelnen Zweige des christlichen Lebens sind«nun in den Stand gesetzt, die Religiosität und Sittlichkeit der Christen;«

1) Äleronz-in. vita 8. Oanli lllrvniitae. loiip. ed. I'ffck/ar») 3'. II. g. 1lll

2) OrrT/en. in 3-svit. bcnuil. II. n. 4. (opp. 3°. II. i>. 191), wo von duBuße u. dem Snndcnbckcnntniß vor dein Priester die Rede ist u. zugleich eine Er-füllung v. Jak. 5, 14 angcdcutet wird.

3) ll'ler». Koinan. ep. ad 6orintb. o. 24 aiinlog. I. c. 19. 4tik-

na//, de reonrreet. 7'allunl er. e. 6. 3erl«7l. apologet. c. 48. n. in d. vcrsrtir-den. Glanbensspinbol. b. Treu. evnir. llaereo. I, 10. 7'ertutt. de prasocrixt. c. 0Vgl. besond. ilt/nnt. m/m. Octavius e. 34. Onrpns omue, 8ive arescit i» Mlverein, sivo in buinoroin nnlvitur vel in eiuervin eomgriniitur, vel in niäormtennatrrr, nndducitur nobm: aed Den eleraentornin eu8t»di reoervatur. llee, >«ereditis, ulluin dauinuin oe^ultui-ae tiinsinun, secl voterein et inslierem eonrnotudinsm Irumandi kreguentamun. Vide' adso, guam in solatium nnstn resm-reotioueni luturam omnis natura ineclitotur. Inlrl. 3. II. M

Bcachtenswcrth ist hier Olcero äs Isgil>. II, 22: inibi grridein antl^rKim»sepnltnrae geuus id viclstur, gun apud Xenoplwutenr Ovru» utitur: rerliliMenim terrae oerpu8 et ita locatnm ae aituw, gnani o^errOrrento matrls obäneitnr.HB audri, das christl. Bcgräbniß in Dieringcr'S Zcitschr. f. Wisscnsch. u.Kuß845. H. 1. ». 2. u. Liift, Liturgik Bd. I. S. 332 ff. u.Begräbniß" »Frcib. Klcrik. Bd. I. S. 734.