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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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t. Zeitraum, t. Periode. 2. Zeitabschnitt. 5. Capitel.

Plätze; davon abgesondert war ein Theil, wo die heil. Handlungen verrich-tet (6>spe« clrorii.-;) und der nur von den Geistlichen betreten wurde (ApM.11, i. 2.); darin befand sich ein einfacher Tisch Opärrkpla, mensamvsties) sammt dem Sitze des Bischofs (Zpöi a-, -<«Akllpa) und dk»Sitzen der Geistlichen. Erst allmälig gab sich eine Vorliebe und Sehnsuchtnach symbolischen Darstellungen der Thatsachen des Christenthums kund:Siegelringe, Becher, Lampen und die Wände der Wohnungen der Christi«zierten das Kreuz, der gute Hirt, Fischer und Fische (1V(-)VL), ein Schis(Kirche), Anker, Tauben, Palmen, Leier (Seele der Christen), Widder,Hahn u. A. Selbst bei kundgegebener Mißbilligung der Synode v«»Elvira °) schmückten scne Symbole auch bald die Sarkophage, hier undda auch die Wände der Kirchen wie der Katakomben.

§. 94. Die Ehe, Askese, Bestattung der Tobten.

Mehreren Sekten gegenüber hat die katholische Kirche, so sehr sie duVirginitäDals ein eigenthümliches übernatürliches Geschenk pries und vorden Heiden sich auf die erhebende Kraft des Evangeliums berief'), dennochdie Würde der Ehe niemals verkannt. Die Vereinigung von Mann u»dFrau zu einem engen Bunde, sagte sie, begleitet der heil. Geist mit einer dr-sondern Gnade'). Tcrtullian nennt sie mit dem heil. Paulus ein größt«Sacrament'). Schon nach dem Zeugnisse des Ignatius sollen duVerlobten dieEhe vor demBischofe eingehcn*). Tcrtullian") und Cle-mens von Alexandrien sprechen gleichfalls von der bischöflichen Bene-diction. Die so geschlossene Ehe wurde selbst bei gröblicher Verletzung drrehelichen Treue für unauflösbar gehalten, und Clemens von Alexandrien demerkt ausdrücklich: daß der getrennte Theil, der sich bei Lebzeiten des ander»Ehegatten wieder verhcirathe, sich nach Matth. 5, 32. des Ehebruchs schul-dig mache'). Eine zweiteEhe hielt die katholische Kirche zwar nicht«

1) Oonerk./N/äerrt. ran. 36. klaenit, piotm-a«, in ecrlsoia esse non tledm,ne gnod oolitur st adoratur, in parietibne depinAatur. (Merner. V. II. >>. ll.//orÄn/n. I. p. 254.

2) sp. all ?v!xearp. e. 5. ck«5tk-!. apolox. 1. e. 15. At/ienaA. leg«pro Lün-Mtiau. , . 33. vgl. oben S. 196. Note 1.

3> Oondttktnt. VI, 10 u. t l. llartiin basrstioorum docent, m

vL86 nnbsnclum, ssssgns a carns al>5tinenduin st vinv, sxeeerabiiia sulm «nnliere et prenrears lilmroü st eil>o8 oapsrs. Dagegen heißt cs von der kchol.Kirche: Onmein ereainrain Dvi donani esse dirimns, et uilnl esse ojieiendM Umalum : immo Irl omne, guod all su8tentandnin corpns snsks eninilur, bplinllmesse, cnneta suim, ait scriptnra, erant valds bona: legitimen» oons»§iuw stM-nerationsmüliorum Iionorato et mnuda esse erednnus, ad an^endum enmixem«Iwininmn korinitta est in .4d:nn st blvn Lgurae diversitss. sstckan«/. T. I. p. Ist54. Ocrk/anck. bibl. 3". III. p. 147 8g.) Bgl. chGaum c, Geschichte d. häuilGesellschaft, a. d. Frz. Regcnsb. 845. 2 Bde.

4) DertM. eie aniins s. 11. Hain stsi Vdaur statim proplletavit, »-a-n»»kknck i-'aoranie-rtn»! in Oliristum st lllorlssiam. Hoc nuue 08 ex ossidns io«!et oaro ex earne men, proptor Iroo relingust bomo patrem et w-Nrsni «lnclglutinnbit se nxori snav etc. p. 314.

5) dpnat. ep. ad ?ol)-carp. c. 5. -°r,- -/«p.»-)»,. x--i r-r-;

6Lc)v-r Itso-rL et; 6L0'ö '/!vt?Äco. (Tte/eke, Oatr. .'Ipottd..

6) ad uxor. II, 9. Dndo snüiciainns ad enarrandam kelieitale»e)».; mat-'r'-no»», ^scekessa conerkrert, et con/ü'mat obkatro, etbeneckkotso, anzeli rennutiant, pater rato Iialist? p. 191.

7) Okem. ^lke.r. stroin. II, 23. p. 506. Möhler, Patrolog. Bd. I. S. Ilöls.