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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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I. Zeitraum. I. Periode. 2. Zeitabschnitt. 5. Capitcl.

Anfänger und Vollender unseres Glaubens in seinem Leben von der niedrig-sten bis zur böchsten Entwickelung unter dem Beistände der göttlichen Gnad,Schritt für Schritt Nachfolgen möchten, das Leben der Gläubigen gleichst»,ein zweites Leben Christi werde, wurden besondere festliche Zeiten vv«Gott angeordnet, die Len Christen gleichsam als jährlich wiederkeh-r ende Evangelisten die großen Thaten der Erlösung der Menschheit i»Christo unaufhörlich verkündeten, und die Erinnerung daran der sinnlich,geistigen Menschennatur stets gleich lebendig erhielten.

Schon in der apostolischen Zeit war der Sonntag ausgezeichnet)-jetzt wurde er bestimmt als der Tag des Herrn Dominien sc. clie^

benannt und der Erinnerung an vie Auferstehung Christi geweiht; an diese«,Tage der Freude sollte nicht gefastet, aber auch nicht gearbeitet werden).Der Mittwoch und Freitag (dies Station»,») dagegen, als die bcde«,tendsten Wendepunkte in der Leidensgeschichte Christi, waren dem gemm- sschaftlichen Gebete und s. g. halben Fasten (bis 3 Uhr I gewidmet ch. i

Um die noch fortwährende jüdische Sabbatsfeier zu verdrängen, dehnte !besonders die römische Kirche das Fasten auch auf den Samstag (super-positio jejimii) aus*). Bereits im 2tcn Jahrh. werden noch anderelk-stimmte Fastenzeiten beobachtet, besonders in denWochen vor Ostern, diedm zAndenken des Todes Jesu gewidmet waren. Dieses Fasten verlängerte sich ^allmälig bis zu den Quadragcsimalfasten gunch,-

xesima Matth. 4, 2.), wo bis zumSonn c nuntergange nichts geges- .sen wurde ^); doch war der Sonntag ausgenommen, und von Vielen wurdk >auch nur an eine m oder dreiTagen in der Woche vollkommen gefastet).

1) ch/nat. ez>. ad blaMes. e. 9. ezr. e. 15. -/«»t/a. npolox.tr.

67. sub üii. vgl. apoloxer. c. 16., wo auch die Venennung dies «dis j

vorkommt: Vogue si diem Solls laetitiao iuduIZemns, alia InuZe ratione, ,,n» )reli^ioue solis. Und in der Folge sagt V,«5co.s. sermo 61. darüber: In ee 1Lalvator veluti so! «uüens, dis< ussis inte, norauu touebris, Iu> e resuri er tionis eniimt

2) Schon 2'ertn//. sagt: Lola (Ile domiuieo resurreotiuuis non ab ista t>»-rum (AenuÜoxioue), soll omui auxietatis babin, et otilelo cavere debemus, rst/ceentex et/rr», »SAvtra, ns guem diabolo Iroaim ilemus. 3) Ltatioues, dic Wa-chen der milites Cbrisii auf ihrem Posten, zuerst b. 77er»,ax, I'astor lib. III. ümilü. 5. e. 3. Bei Tcrtullian häusig. vgl. de erat. 14. 8ta,in de inilii«exsmplo uomen neeizut, uam et mlliiln Del sumus Es bezeichnet 1 > Steh»während des Gebetes ». 2) Fasten.

4) Der Gehrauch v. snperposilio .jchuuü zuerst bei Nictorinus, B. v. PetM !

in Pannonien (nun Pettau in Stcierinark). Er gibt als Grund des Fastend a«, !Sabbat die Vorbereitung für die Communion am Sonntage an. Vgl. 6Äim«i. jbibl. 3?. IV. Tkontst. religuiae saerae V. III. p. 237. (Ä»c,7. //i/sterd. «. i26. Istrrorem placuit corrizi, ut omni sabbati die celobremw. k

V. II. p. 10. 77ai'cktt/n. V. I. p. 253.)

5) Dasselbe bereits als apostol. Institut, erwähnt in der epist. spurin IM )>rd Ubilipp. e. 13. Vgl. Orsr/en. in Iwvit. Iromil. 10. u. 2. Ilabemus m»tzuacs/'NALStmae ckt'es )oMnss.s cousecratns. Ilabemus guartam et sextam sepll s imanne dies, guibus soleuuiter jchuuamus. bist, eerte libertas Obristiano Momne tempussejunaudi, non observantiae superstitione, sed r/i'tuto eo-itr-ienti«. ,. Vorher sagt Origcncs: Vis tibi adbue ostsudum, quäle te cgmrtet sgju»»ttfesuuium? dejuua ab omuipeceato, uullnm eibum sumas malitiae, nnllas e»M .epulas voluptatis, uullo vino luxuriae , onralescss. dchuna a malis actilws, »bstiue a malis sermouibus, eontiue re a coxitatiouibus pvssimis, uoli eontinZmpauss Inrtivos perversav ductriuae. Xon cououpiscas kallacvs plülosopluskerbos, gui te a veritate sedueaut. Vale sejunium Deo placet (V. II. p. 2W ^

6 ) Iren. b. 7Äise/i. b. e. V, 24. 8od efiam de korma ipsa sesuuü eontr»'