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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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I. Zeitraum, i. Periode. 2. Zeitabschnitt. 4. Capitel.

aber so handelte auch Cyprian. Er forderte den römischen Bischof Steps,,nus auf, den Marcianus von Arles, einen Anhänger des Novatianuö, abz».setzen und einen Andern zu erwählen; er schickte ihm die Verhandlungenafrikanischen Synode gegen die Anmaßungen des Felicissimuö, sowie pj,Beschlüsse über die in der Verfolgung Abgefallenen. Wenn er nun in ei«,,eigenen Angelegenheit, dem P. Stephanus gegenüber, in gereizter Sprach,diesen Vorrang weniger anzucrkenncn scheint'), so ist die einfache Frag,zu stellen, ob Cyprian mehr Glauben verdiene in der ruhigen Entwickelungseiner Ansichten über die Kirche und ihren Organismus, welche er durch Gsprechende Handlungen bekräftigte, oder in der gereizten Stimmung der p«,sönlichen Angelegenheit und einer offenbar unrichtigen Behauptung (Ungil-tigkeit der Ketzertaufe) ?

Wiederum bekundet die Handlungsweise mehrerer Bischöfe der römisch,,Kirche theils aus eigener, theils auf Veranlassung Anderer den behauptet,,und anerkannten Vorzug noch vollständiger. Wir erinnern besonders au l«jBenehmen des Victor in dem Streite über dieOsterfeicr, des Cornelia!gegen Novatus und Felicisstmus, des Stephanus gegen die Wiedcrtäuftund des Dionysius gegen Paul von Samosata und den aleranbrimsche,Dionysius. Auch die Montanisten erkannten durch ihre Appellation nachRom momentan den Vorrang des römischen Bischofs an ; ja selbst der Lnser Aurelian erklärte bei der Renitenz des abgesetzten P aul von Si>,mosata: derjenige soll Bischof von Antiochien sein, welchen die BiM,Italiens, insbesondere der römische anerkennen würden "').

Zacken!, unsts nnitas oacorclotalis sxorta sot. ste. p. 183. -V, vgl. d. Note öl».65. dcS /VaÄeiit. 3/a,',in. z,. 193.

1) Scheint, weil die Acchthcit der harten Acußerungcn (s. unten §. U)mehrfach bezweifelt ward. Ganz treffend ist d. Bemerkung Lieb ermann'S: ftprianus (tu sy. 74. x. 294.) in snmmnm Koutitlesm ita aeerbs. invebitur, Lgm virnm uoverat tam moäsratum, tam vsrs> unclum in ssstom Komanam,si»in Lz'priauo gnaerat. linstituit. ilrsol. sä. V. IV. p. 235.)

4b) Die Reihenfolge der ersten röm. BB. dieser Periode ist sehr streitig; ti,wahrscheinlichste dürste sein nach /,en. eontr. basr. III. 3. u. 3. Luret,. Ii.e.HI, 2. 13. 15. 34. V, 6.: der heil. Petrus 42—67, h. Linus >11 Timch.

4, 21.', h. AnncklctuS tAnakletus od. KlctnS,, h. Clemens < Philipp. 4, Z.)

68—77 od. 92—101, h. Evarcstus, h. Alcrandcr bis 119, h. kpßnt(Sirius) bis 127, h. TclcSphorus 127—39 u. s. w. Die späteren Angst«der Reihenfolge b. LP,),/-«,!., M/evr/a». u. AuAurt/ii. laffen sich bks»

ders bei den vier ersten Bischöfen gar nicht vereinen. Daß Clemens sch»68—77 regierte, glaubte man aus inneren Merkmalen seines Sendschreibens a»die Korinth, folgern zu können, s. Döllingcr Hdb. d. KG. Bd. l. Abthl.l.

5. 87—90. bcsond. //e/ete in sr. sä. der Kairos .4gost. Dies wird mitcrscht

durch Andeutungen dcS ältesten (wahrscheinlich um 354 verfaßten) CatalegS 1röm. BB. bis auf Papst Libcrius: daß nämlich Linus u. Kletus schon W

Petrus in Rom zu BB. ordinirt worden. Dies bestätigt auch Ku/nus, pr.«l

aä rocoguitionn. 6Iem., Kinns st CIsins kuorunt gniäem nute Klewentmexiscopi in rulio Koma, sscl suporstitv Kotro: viäeliest ut illi Kpiseoxnmeuram xsrersnt, ,MS veno Xpostolatus imylsrst oilreinm (k/aktanck. K. II. p218). Der s. g. liberian. Catalog. sammt den späteren Fortsetzungen abgcdmtim Louatus läironiev-Iiistoricus a<I catalogum Kantiüeum. (K. II. der praelnd«-ues, traetatns ete. in Kotkanckl aeta 88. s. oben S. 15. Not. 7.'. Vgl. 4»

starr, bb. youtistealis sto. s. oben S. 24. Note 4. Kl La,/, Imsviarimn Imt

olrron. critie. illnstriora Kontill. Kom. t?esta eomplsetsns. Lntv. 717. 6 Vs(d. letzt. Bde. v. A. Lag, b. Gregor Xlll. fortges.) Llattr, storia eü

tico-crouol. ckei Kom. Kontoüei, Kaxoli 765—70. 12 V. 4. (b. Clemens XIII.)