200
1. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 4. Capitel.
tyonen-Versammlungen Griechenlands'). Die ersten Synoden wm,den in Kleinasicn gegen die Montanisten und in Betreff der Osterstm(160—170), in Afrika (zw. 218—222) unter dem Vorsitze des B. Agrip-pinus und Cyprian über die Ketzertaufe gehalten, dem die Synoden gegc«die Antitrinitarier Beryll von Bostra, Paul v. Samosata re. folgten).Als der Metropolitanverband sich bestimmter ausgeprägt hatte, erhielte»diese Synoden auch eine bestimmte Form, und es erfolgte ihre regelmäßigeWiederkehr, besonders in Griechenland zu Anfang des 3ten Jahrh. Z; ß,sollten jährlich ein- oder auch zweimal gehalten werden. Hier wm.den alle kirchlichen Angelegenheiten unter dem Vorsitz des Metropo-liten allseitig erwogen, und namentlich die wahre Lehre gegen die Häretikeram bestimmtesten und für die Gläubigen auf eine vollkommen beruhigendeWeise ausgesprochen.
Finden sich auch jetzt noch keine Gesetze, welche die regelmäßige Abhal-tung der Diöcesansynoden anordnen, so waren diese doch früher vor-handen als die Provinzialsynoden. Die Keime dafür wie für die späterentstandenen Domcapitel lagen in dem den Bischof mit Rath und That unter-stützenden und umgebenden Presbyterium ").
§. 87. Primat d. röm.Bisch ofs alsEinh eitspunkt d. g csammten Kirche.
Möhler, Einheit in d. Kirche. S. 260 ff. Institut, b. e. I.
I. ?. II. p. 31—79. ffRothcnsce, d. Primat d. Papstes in allen chriftl.Jahrh. Mainz 836 ff. 3 Vdc.; Kenrik, Eb. v. Baltimore, b. Prima!d. aposi. Stuhls, deutsch v. Stcinbacher. Ncw-Iork 853.
Wie nach dem Bisherigen der Bischof für seine Gemeinde, der Metro-polit für die Diöcesen einerProvinz der Einheitspunkt ist, so fehlt, ein solchernoch für die Metropoliten und die gesammte Kirche, — der Schlußstein,auf welchem der majestätische Dom der Kirche ruht. Diesen bildeten dierömischen Bischöfe. Nach besonderer göttlicher Fügung stand derApostel, welchem der Sohn Gottes vor den Uebrigen einen besonder» Vor-rang ertheilt und die Leitung der ganzen Kirche anvertraut hatte, gerade lnchristlichen Gemeinde in der Hauptstadt der Heidenwelt als Bischosvor, wo zugleich im Gegensatz zu den wissenschaftlich speculativen Grieche«
11 Dieses zeigt sich besond. auch darin, daß auf diesen Synoden die Aus-sprüche u. Bestimmungen auf dieselbe Quelle wie Apg. c. 15. zurnckgefittwerden. Wie die Apostel sagten: „es hat dem h. Geiste u. uns gefallen/so wiederholte sich dieses auf einer unter Cpprian's Vorsitz (252) geholte«Spuodc: „es hat uns auf Eingebung des h. Geistes und Anweisung des Hemdurch viele u. klare Offenbar, gefalle»." vgl. OM». vp. 54. (ml 6c>ru. cle Mllrpsis äanstu) p. 171. — 2) Luseb. Ii. 6. V, 16. iblst. V, 23—25. Vgl. lloeKet -lu.-itrM bill. für. esu. vot. kar. 661. 2 1. t. <3?. II. c. 5. u. 6. P. 1l6ö.>.-(Feßler, üb. die Provinzialconcilieii. Jnnsbr. 849.
3) Dertrrll. lle schurr, c. 23.: ^Aurrtur prrreterea. per drueeius lila. eertis i»lucis euneilür ex uiuver-u's bleelssüs, xsr gurre et rrltrorrr guaegue iu communetructantur-, et ipso, reirrrreseutrrtio totius rrourrrris 6Irristraui urrrgrrrr vsnsrstionscelebrrrtur. p. 77l. 7-'«-?n?7/a>rr ep. rrä OMi-rrrrr.: tsrur ex euus-r usesss-rrio spuluos üt., ut per sduAttla.« nr»ro« seniores et prrrepositi irr unum eouverrism«rrä rlispoireulla eu, gurre euras nostrrre eoiuruissrr 8uut, ut si gurr grsrlmsurrt, comuruui cousillo lllri^rntui- fopp. tÄ/Fi-. sp. 75. p. 302.). Vgl. O'aMi.-l-iaut. orrn. 36.: 77ru ?» amro bot episcoporum szruoäus st luter 88 exsini'uent cieeretrr rolixioiris, er inejilentss ocelesiLSticrrs eorrtroverslas eompomiil77nrck«,r. I. x. 18. A/mr«. 3". I. p. 35.). L«seb. Ir. v. V, 16. — lieber bi:iu dies. Periode gehalten. Synod. vgl. Hcfelc, Concilicngeschichte Bd. I.
4) S.ob. S. 19 l. Note 3. u. Phi llips, die Diöccsansffnodc Frcib. 849. S.255