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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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194
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104 I. Zeitraum, l. Periode. 2. Zeitabschnitt. Capitel.

Wabl des Bischofs mit besonderer Sorgfalt vorgenommcn. In d»Regel wurden nur bejahrte und durch besondere Tugenden anSgczeichnckMänner, mit Vorliebe Asketen und standhafte Bekenner des christliche,Glaubens zu Bischöfen ernannt. Nach dem Beispiele der Apostel beiderWahl des Matthias (Apg. I, 15—26) ward der Bischof unter Mitwir-kung der Co mp r o v i n zi alb isch öfc vom Klerus der bischöfli-cbcn Stadt rnit Zusti m m ung der G e m einde gewählt ^). Der zeil-weilig modificirte Antbeil deS Volkes hiebei ) verblieb demselben, so langedie Kirche größtentheilü aus Solchen bestand, die auö wirklichem innere»Antriebe zum Christenthum übcrgctreten waren, und nur die Kirche blühe»!sehen, nicht aber unlautere selbstsüchtige Zwecke erstreben wollten. Durchdiese zugestandcne Theilnahmc an der Wahl, wie an anderen Gcmcindea».gclegenheiten war die Autorität des Bischofs keineswegs von der Gemeindeabhängig geworden, so daß ste ihn etwa auch hätte absetzen können; viel-mehr wurde seine Sendung als von Christus hcrrührend, und seine Einsetz»»-als vom h. Geiste vollzogen angesehen. Die Gemeinde müsse sich ihm viel-mehr in kirchlichen Angelegenheiten als demjenigen unterwerfen, welcher niiider Apostelgewalt ausgerüstet sei. Auch die Ordination sollte durch zweioder drei (Comprovinzial-)Bi sch ö fe vollzogen werden '); die Erheb»»-zum Bischof wurde den bedeutendsten Gemeinden durch die litterae eommu-niemtorikx' mitgctheilt. Die Wahl der übrigen Geistlichen stand Hauptfach-lieh dem Bischöfe zu, der sich jedoch hiebei des Beirathes des KleruS»»!der Gemeinde bediente').

Für den Unterhalt der Geistlichen war in der ersten Zeit nichts Bestimm-tes festgesetzt. Viele trieben nach dem Beispiele des Apostels Paulus ki«Handwerk und lebten von ihrer Hände Arbeit: dock sorgten meistens dicje-

1) Schon b. lltomettd'. Noman. sp. I. a,I <!orintl>. 44. heißt es über tu

Wahl des Bischoses: eom-n-ol-ants univem

scolsma. Und schreibt SP. 68. : I'roptsr lpuul lliliAsntsr ,Is >ra>Iitiu»e

ilirina et npostolica ob?ervakions se, vmicliii» S8t et tsnsncknn, -,n,«I »»>»!noa lpiogne st lvrs per provini-iaa miivsi>,i.-> tenoim-. ui, -»I --rclinations» ritec-olvln-an<la8 , all eani plubsm. oni prasp»situ< orilinatnr. Ichliscupi sjnsilei»>>rovinoias proximi -,»!>,»« oonvsniaitl, st/--p/sco-an»--i/ebc praese«!«.vgl. Stauden», aier, Gcsch. d. Bischofswahlc» S. 1—24.

2) Das Volk gab hier vorneinlich ein Zcugniß für d. Würdigkeit des;«

Wählenden; daher sagt auch tr/pr. I. ,., Ilpir<-opu8 sli-ratnr plsbs praesenie,gnas siiigulniuin r/tm» nor/t, st nniu^rnsnsgns ai-tnni üe ej»!

oonvsrsatione psrspsxit st--., ähnlich in eon.->-t/t»tt. VIII. 4 , arüli»»-

rl»w S88S blpipcopuin inenlpittum in omnibu^. eloclum a populo ut praesta«-

iSattanck. V. III. 203 lUan.-,-/. 4'. I. 538.) Daher sagt autrslsrimus a,I vr-8 ('elvrinnin lratrsm uoslrum virtutibus pnriter etmorilnm Flyrl»8nin, slsro vsstro non Iiumana seel elivin» üiznu-

tiono oonjunltum. ep. 34.

3l Canon. SUN. I. tu5 -7U7/777-.-- z 7,oiM

iI/an.--!. '15 I. p. 30 //ai-l/n/n. '15 I. p. 10.) Cone/I. ckrelat. rau. 20., ml»trs8 iblpi8,-»po8) non auclsat orcknars iblpise-opnm) lHaio-I. V. II. p. 4IZ.15 I. 266.

4) Cpprian sagt hierüber in der sp. 33., welche an die Presbyter, Diako-nen und die Gemeinde von Karthago gerichtet ist: in oi-clinationibus olerick.lrati-68 earissinn', solemn8 vos ante eonsulers, st morse ae msrlta singulorumeommnni coneilio ponstsrais. Oonätü. e4po8t. VIII, 16. heißt cs im Gebete leider Ordination eines Priesters: sTr sr L7r, 7o-i-7sv 7 --