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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 3. Capitel.

schreite überall zum Wissen fort; vgl. Hcbr. 5, 12. mit 6, 23., woIistz «nr' ioü Äeor die kirchl. Hauptlebrc«

als der tiefern Erkenutniß bezeichnet sind * *).

Die so gestaltete kirchliche Wissenschaft konnte ihren wohlthätigen reini-genden Einfluß nach innen gegen mancherlei ungegründete oder geradezu häre-tische Meinungen, und nach außen gegen die Heiden nicht verfehlen (I Petri3, 15). Einsichtige haben sie als eine Mauer des Glaubens und einennerschütterl iche Gesta ltung desselben verherrlicht, die ihre Be-sitzer mit großer Wonne, unaussprechlicher Freude und himmlischem Trösteerfülle, sie veredle und vor sittlichen Verirrungen bewahretz. 81. Die verschiedenen Formen der kirchlichen Wissenschaft.

In der wissenschaftlichen Auffassung und Begründung der kirchliche«sichre stellt sich zwischen den Orientalen und Occidentalen zunächst ider allgemeine Untersch ied heraus, daß die morgenländische theologischeWissenschaft sich mehr der theoretisch-speeulativen Seite des Christenthmm ,zuwandte und eine philosophische Begründung erstrebte, die abendländische !dagegen meist die praktischen Beziehungen des historisch überlieferten Chri-stenthums durch die Wissenschaft zu erläutern suchte. Die erstere Richtungverfolgte vorzugsweise die

Katcchetcnschuke zu Alerandrien: Clemens; Origcnes').

Die Stellung der katholischen Kirche zu dem philosophischen Heideu-thume verlangte eS, daß philosophisch gebildete Theologen den herrschen-den Philosophemen der Zeit, besonders dem Platonismus gegenüber»n Interesse der Kirche sich griechische Wissenschaft aneigneten, de»»mir dadurch konnten sie mit den gebildeten Heiden anknüpfen und zeigen, idaß das Christentbum nicht nur den Forderungen der Vernunft entspräche,sondern auch die Bedürfnisse des menschlichen Geistes am vollendetsten 'befriedige. Anregend hiefür wurde besonders die nach Art der griechi-schen Philosophen-Schulen um die Mitte des 2ten Jahrh. gegründete undunter die Aufsicht des alerandrinischen Bischofs gestellte f. g. Katecheten-schule. Alerandrien, damals der Mittelpunkt der gebildeten Welsgleichsam die große Universität des Alterthums, mußte für die Gründungeiner solchen christlich-wissenschaftlichen Lehranstalt am meisten geeignet er-scheinen. Seit dem Bestreben Philo' s, Plato mit Moses zu vereinen,trafen hier alle geistigen Gegensätze nicht nur zusammen, sondern fandenauch ihren wissenschaflichen Ausdruck in den verschiedenen Schulen. Als der

Strom. V, 1. p. 343. Orch. SP. all CrsZor. 3'Iinnmat. iOrch. s p. 3'. I. )>30.) Dasselbe schon bei 77iea^/«7. ml ^.ittosi-o. 1, 8.

* > Cs ist hier nicht zu übersehen, daß Clemens in diesen Erörterungen dmGlauben bald im snbjctiven Sinne als freies Ergreifen des GeoffenbaModer als freies , entschiedenes Beipflichten für das Geoffenbartc faßt (vgl. ntrm».

bald obfcctiv als Inhalt d. Kirchcnlchre. vgl. Bonner Zeit schr. f. W- ,losoph. u. kathol. Theol. üb. n. ni-T--.- u. deren gegenseitiges VerhältnisClemens v. Aler. Jahrg. 844. H. 2. u. 3.

1) L?em. ström. I. 2. g. 327. 1, 20. p. 377." II, 2. p. 433. ---- !

2) In o. V, 10. äs siäisln., gnns Hlaxanclriao ilornü, eute-

slisiiia. Ilnl. 824 2 13 äs salwla, guas Hsx. llor. eateeliet

8:stt. 823. I l'. liintoirs äs I'scols äxVIsxnuäeis Uar. 845. Rit-

ter, Gcsch. d. christl. Philos. Tb. I. S. 419-534. Böbringcr, die KG.in Biogr. Bd. I. Abthl. 1. S. 77 ff. ' '