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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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I. Zeitraum. I. Periode. 2. Zeitabschnitt. 3. Capitel.

Christi in Beziehung auf die Taufe, welche im Name» des Vaters, Sohnesund h. Geistes ertheilt werden sollte'). Ignatius parallelisirte die ver-schiedenen Stufen der Hierarchie mit den verschiedenen Personen der Gott-heit '). Justinus gibt die Verehrung der drei göttlichen Personen als ei«untersche dendes Merkmal der Christen von den Heiden an '). Athen«,goras weist den Vorwurf des Atheismus der Christen durch dieHinweisuiizab, daß diese ja Vater, Sohn und heil. Geist anbeten, und deren Machtin der Vereinigung s-rstr- ev - evwkre, ilö^uztt,-) und deren Unterschiede«-heit in der Ordnung O-ji- ev -rähe, 0,.«ipxcr,v) aufzeigen"). DmTheophilus von Antiochien sind die drei ersten Schöpfungstage ein Bildder göttlichen -rgi«-, ein bei ihm zuerst vorkom inender Ausdruck),wie bei den Lateinern wahrscheinlich Tertullian zuerst trinitu 8 gebraucht).Unter den Glaubenssymbolen hebt am bestimmtesten das apostolische dieGottheit des heil. Geistes hervor.Ich glaube an den heil. Geist, wie a«den Vater und Sohn" beweist vollkommen, daß der heil. Geist wie derVater und Sohn wahrer Gott sei. Clemens von Alexandrien') fordertzur Lobpreisung des Vaters, Sohnes und hl. Geistes, als Eines Gottes auf;Oeigenes ") spricht von einer herrschenden und anbetungswürdigen Drei-heit s-rpi«^).

Anm. Andere Lehre» der katholische» Kirche werden paffender in der Ge-schichte der Verfassung, des Cultns nnd der Diseiplin vorgcfiihrt.

§. 80. Grundsätze für die kirchliche Wissenschaft.

Möhler, Einheitrc. S. 129161.Dcrsclbe,Patrol.Bd. I.S. 46470. ZKuh«,Principu. Methode d. spccnlat.Theol. sTüb. Q.-Schr. Jahrg.84l. S. 1-N)

Die oben beschriebenen Irrlehren waren meist aus dem absichtliche»oder unbewußten Streben, die Lehren der Kirche zu klarem Verständnis zuerheben, hervorgegangen. Dieses hatte seinen Grund in einem unabweis-baren Bedürfnisse des menschlichen Geistes, und trat daher auch bei de«wahren Gliedern der katholischen Kirche hervor. Während in der erste»Zeit der christlichen Kirche ihre Lehre meist nur mit einem festen Glaube«ohne wissenschaftliche Erkenntniß angenommen wurde, gab sich am Ende dcS2tcn Jahrh. das Bestreben kund, die historisch überlieferte Lehre wiffeu-schaftlich zu begründen, von dem empirischen Wissen zudem wissenschaftliche»sortzuschreiten. Dieses Bemühen konnte nach traurigen Erfahrungen sich ausmannigfache Abwege verirren; daher gab die katholische Kirche eine sichereBasis für die wahre wi ssensch aftlich e Auffassung, die sie jedoch nurmit dem Apostel sl Kor. 12, 8.) im Gegensätze zu den Gnostikern als eineGabe nur Weniger bezeichnte"); hatten ja selbst unter den Apostel»Petrus, Jakobus, Johannes und Paulus allein die Gabe derWissenschaft empfangen.

Zuvörderst dürfe dieselbe nicht von dem Grundsätze ausgehen: als wiir-

1) /uxkrn. N. »pol. I. o. 79. 2srt, iulv. kl-nx. e. 26.

2) sp. all ölngu. e. 13.

3j Tust!«, apol. I. e. 6 u. 13.

4) ^lS/ie««,/. Isg'atio pro Okrik-tuin. c. 10. vgl. v. 12. bibl. 37II. p. ll >

5) 77ieop/«7. aelv. ^.ntolxc. 1, 15. bibl. 37 ll. p. 101.)

6) 2'erS«tt. aclv. ?rax. e. 4. vgl. c. 12.

7) A/ew. pascl. III, 12. p. 311. leck. Notker. Vsuot. 757.>

8) III ölattb. toin. XV. II. 31. 717 III. p. 698.1 rsixs

in l's. 147, 13. !37 II. p. 845.) vgl. iu äsrsni. bom. VIII. n. 1. (3?. III. p. 170)

9) äs priueip. prass, n. 3. ill'. I. p. 47.) vgl. oben §. 49. Note *.