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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
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178
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I. Zeitraum. I. Periode. 2. Zeitabschnitt. 3. Capitel.

Sollte mm aber in Folge einer unabweisbaren Forderung des menschlichenGeistes das Verhältnis; der Gottheit deü Sohnes zum göttlichen Vater näherbestimmt werden, so waren manche Schwierigkeiten und Abwege, namentlichauch der sprachliche» Bezeichnung, zu überwinden. So kamen heiFustin, JrenäuS, Clemens von Alcrandrien, GregoriuS Thaumaturguü MMethodius mancherlei schwankende und vcrfeblte Ausdrücke vor, währe«sic doch i» der Substanz des kirchlichen Glaubens das Richtige festgehaltnihaben. In gleicher Weise war die aus Philo'S Religionsphilosophftentlehnte Vorstellung von und 7i,>rpor>,->., vonThee-

philuS von Antiochien Z u. A. gebraucht, schon an und für sich einepassende Wahl und auf keine Weise geeignet, den Glauben der Kirche genü-gend auszudrücken: daß nämlich Christus wahrhafter Gott, Ein«mit dem Vater, aber eine von ihm verschiedene Person, dnWelt schöpfer und Offenbarer des Vaters sei. Die Aneignungjener Formel erfuhr daher gegründeten Tadel ^); der Logos, bemerkte mm,sei sa kein hervorgchcndes und verschwindendes Wort fnpokpogir-öe), auch .kein bloßer, nur modalistisch, nicht substantiell cristircndcr Gedanke, sonn,auch sein Hervorgehcn aus dem Vater weder eine Trennung von demselben, >noch eine Verringerung desselben sei. Doch verstanden die mit der Lehnder Kirche übereinstimmenden Theologen unter kägos t,<Vi«Sr-roL nur, -festhaltend, daß der Sohn Gottes ewig sich selbst gleich und Person sei, -daß er im Vater gegründet, und unter ?r,>ochi>,'lx,>c, daß er nicht »uiin Gott substantiell verborgen sei, sondern sich auch mit Gott nach außenwirkend darstellc. Man schloß sich nun enger an die Bezeichnung X'.^wuan andere Aussprüche über das Verhältnis des Sohnes zum Vater bei Je-!Hannes an, und nannte den Sohn den offenbar gewordenen Vater; in dmSohne schaue sich der Vater selbst an'). Athenagoras nannte de»Sohn mit einer ebenfalls nicht glücklichen AuSdrucköweisc den , -imna-rpo; kV lät« . d. i. der Logos sei aus dem Vater hervei-

gegangen, damit durch ihn eine Idee der Dinge und eine Weltschöpfuugsei"). Bedeutungsvoll wurde TertullianS Ausdruck, Vater undSohn seien das Eine göttliche Wesen, die Eine göttliche Substanzisudstantia) bei persönlicher Verschiedenheit Beider'). In der griechisch«Kirche wurde besonders auf Veranlassung der Häresie des BerylluS duBezeichnung des innern Verhältnisses zwischen Sohn und Vater durch or-tt» ,und ÜTiäo-räoi; mehrfach besprochen, weil diese griechischen Ausdrücke und- lstantig und i>6i-8ona zugleich bezcichncten, so daß die Formel: Vater und!Sohn seien Eines Wesensi-oiac), auch heißen konnte, seien Eine >Person "). Daher schlug man sogar die Formel vor: oöoiac

erch'vv und als Paul von Samosata ozioorbloa zur Uiitll-

stützung seiner Irrlehre gebrauchte, scheint die antiochenische Synode m269 die falsch gedeuteteAuSdruckswcisc wirklich verworfen zu haben')

1 > mlv. Lutolz-c. II, 10. 22. bil.I. 'I. II. SS. Ivä.j

2) 7>e,r. eontr. baer. II, 28. s. Klee, Dogmengcsch. Bd. I. S. 186.

3) roittr. k!<.sr. IV, 6 n. 6.

-1) log-rt. pro Obi-istüm. r. 10. mit d. gricch. Apologet, herSg.N.

ttattcrnck. bibl.II. in Z//A«e gr. KV- 1. VI. vgl. Sta«den in aicr, Philos. d. Christcnth. S. 34448. Kuhn, Dogmatik Bd. II. S. M

5) 2'crt»//. u.ttv. I'rax. r. 3 4 8. 16 6> Bgl. 2"etaor»«, <!s I'rinit. IVö tte vo«i>.l>ulo el<-. silivol. (logm. '2. II. p. 179.)

7> Daß das Antioch. Conc. von 269 die Bezeichnung verwerft»