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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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167
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«j. 74. Die Montanisten nnd Aloger.

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Während der Gnostieisnius den Anfang des WcltverlaufeS zum Ausgangs-rmikte seiner Theorien maäite,. bewegt sich im Montanisinus Alles am das Endereiselden. Darum verkündeten die schwärmerischen Prophezeiungen unter Hin-dcittling auf die mißverstandene» Weißagungen Christi von seiner WiederkunftI Matth. 24, 34.) vor Allem 1) das nahe Ende der Welt mit sinnlich chilia-stischeii Erwartungen.Nack mir," erklärte die Prophetin Marimilla'),istnur noch daS Ende." DaS neue Jerusalein werde in den phrpgischen-Städt-chen Pepuza und Timium berabkonimen. 21 Die Nähe des göttliche» Gerich-icö vmangc ein strengeres, heiligeres Leben, welches Gott jetzt durch die von Ihminspirirtc» Propheten MvntanuS und seine Gehilfen verkündigen und befehle»lasse. 3> Der göttliche Geist, der sic in Ekstase versetze, bekunde ihre Vollmachiwie Befähigung. Dürfe ja auch in der wahren Kirche des N. B. das conti-nuir liehe Prophetenthum ebensowenig fehlen als im A. B. Bon den Apostelnsei dasselbe ans Agapns, JndaS, Silas, die Töchter des Apostels Philippus inssscrapolis, Ananias von Philadelphia, Quadratus und jetzt aus MvntanuSund seine Gefährtinnen Marimilla und Priscilla übergcgangcn. 4) Zwarsei die kirchliche Glaubcnsregel nur eine, unveränderlich und unverbes-serlich; darum hielten sic scheinbar an der katholischen Lehre und dem kathol.Kirchciithumc fest' . Dagegen müsse durch den Parallelen und die neueste Pro-phetie desselben das ch r istli ch e Leben und die. Disciplin verbessert und einbesseres Verständnis! der heil. Schrift bewirkt werden*). Das Letztere sollesich kund ihn» äs in Vermeidung der unerlaubten zweiten Ebc, in strengeremund längeremasten, als die katholische Kirche anordne, in Enthaltung von wissen-schaftlicher Beschäftigung; in der Verfolgung dürfe der Christ nicht fliehen, müsse viel-mehr das Märtprcrthnm sucheti; diejenigen, welche nach der Taufe schwer gesün-digt, Christum in der Verfolgung verleugnet, Unzucht, Mord u. a. dgl. begangenhatten, müßten für immer aus der Kirchengenieinschaft ausgeschlossen werden.lis'Nur die gleich ihnen iden Montanisten) sich zu dieser vcrvollkommten christli-chen Sitte erhöbet,, sind P neu in atikcr , gehören zur wahren Kirche, währenddie Katholiken auf der Stufe der Pspchiker stehen.

Als falsche Propheten von den katholischen Bischöfen Asiens zurückge-wiescn, trennte sich MvntanuS mit seinen Anhängern von der katholischenKirche. Von nun an eonstituirten die Montanisten, auch Pepuzianer oderKataphrpgier.(ni ^«i« genannt, in Asien eine eigene Kirchenver-

fassung und verbreiteten sich von Phrygien ihrem Hauptsitze aus nach demOecidcute. In Afrika fühlte sich sogar der strenge Tertullian (um 205)von feilen sittlichen Grundsätzen ungezogen und hat, was MvntannS imschwärmerischen Gefühle ahncte, zu klarerem Bewußtsein gebracht, aber auchden dogmatischen Grundirrthum des MontaiiiSmus: die Verkennungdes Verhältnisses des heil. Geistes zu Christus in seinem

l ! its-r' - V- bei an. liUsr. 48. Ni'. 2.

2> 7'ertiift. ils virAiiiili. volninl. 0.2.: »na nnliis St ilüs üilvs, UNIIS lioiiii-ims, iäem Oliristus, eudsin sz>ss, sailsui luvuoiü saorumsnta, 8snirl (lixorini. nvacec/csftl sunius. Ita. nostrui» ost, guolleungus uostvninni ost, oustovum (livnliseoi,ms. p. lllZ.

*.) Das Montanist. Grnndprineip bei Dertn//. «Io vir^in. voiuucl. e. l.: Its-Kuin guiäoin stilei nun oninino ost, so!a i'mmoliilis ot irrstnrnialiilis. blao Ii'gsliäsi maneiito, easteru sun, cfriiofxfiitas st oottversatiattiL mlniittunt novitutomelnesotionis, vpersnto so. st protloisnts usgus in ünoin Aratia. Oei. keozitorsukaraolotum »üsitOoniinus, nt, guoniain stuiuunu inetliooritus oinniu ssiuel os.-pm« non poterut (ssouii. 16, 1213.), puulutim elivit-srotur ot orclinurstuv st u,Iperloctum iioviluoeretur ÄiscOili»«! ul> illo vicuvi» Loinini Lpiritu sunotn. chuasest oexo 1'araclsti udministeutio nisi Nase, guocl elidruPfina diriAitur. guodiitrae reve/ant«»', guocl iiitollostiis vstdruiulnr. ijiiud ud inolioia. z>rolloikur. du-Liitiu primo kuit in riuliinsntis, nune psr INiruelotui» coinpanitue inmutueitutoni.