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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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6". Die christlichen Apologeten.

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der unbefriedigt von den damaligen philosophischen Systemen und gehobendurch dicBetrachtung christlicher Märtyrer, sich dem Christenthumc zuwandtc,und stk seine edle, frcimüthige Gesinnung selbst Märtyrer wurde (zw. 161168). Sein Schüler Tatianns s) deckte in leidenschaftlicher Stimmungdie Blößen des Hcidcnthums auf (um 170). Athcnagoras, ein Philo-soph zuAthen, vertheidigte in seiner Fürbitte an M. Aurel die Christen mitmilder, würdevoller Gesinnung besonders gegen dicBeschuldigung des Atheis-mus, des Essens von Mcnschcnfleisch und der Blutschande; der verhöhntenAuscrstehungSlehre suchte er eine philosophische Begründung zu gebenund den Kaiser durch das Leben der Christen zu überzeugen, daß sie seinesSchutzes nicht unwürdig seien^). Theophilus, B. von Antiochien, schriebbald darauf 3 Bücher an den Heiden Autolykuö in gewandter Rede (zw. 170und 80), worin einerseits der durch das Christenthum.gebrachte Friede undandererseits der innere Zwiespalt und das Unzulängliche des Hcidcnthumsfür das religiöse Leben dargethan wird '). Die Verspottung der heidnischenPhilosophen von Herrn iaö durch Nachwcisung der vielen Widersprüche istleicht genommen und oft unklar "). Der wissenschaftlich so herrlich ausge-bildete Clemens von Alexandrien wählte zur allmäligenUcberzcugnngder Heiden von der Wahrheit des Christcnthums eine der menschlichen Naturhöchst angemessene stufenweise Entwickelung ') durch klare Darlegung desVerhältnisses, in welchem die vorchristliche Geschichte zum Christenthumc steht.Sein berühmter SchülerO r ig cncs hielt zwar das Machwerk des C elsusund seiner Gesellen nicht für so bedeutend, daß die wahre» Gläubigen dadurchirre gemacht werden könnten, und glaubte, sei besser, dabei zu schweigen,wie auch der göttliche Heiland vor Pilatus gcthan. Aber durch die Bittenseines Freundes Ambrosius bewogen, verfaßte er in der Widerlegung jenesPhilosophen die bis dahin umfassendste und gediegenste Apologie des Chri-stenthums ').

Unter den Abendländern ist die älteste bekannte Schutzschrift wahrschein-lich derOctavius" des Afrikaners Minutiuö Felix (unter M. Aureloder Autouin. ?). Sie ist in der ansprechenden Form ciceronianischer Ge-spräche in gutem Stile abgefaßt. Der Heide Cäcilius trägt die damals ge-gen die Christen gewöhnlichen Vorwürfe vor, welche der Christ Octavius

Otto <Io äustini Llnrtz-r. serchtir; ot ilortrinn. Ion. 841. Derselbe, zur Cha-rakteristik des h. Justin, Wien 851. Wahrscheinlich bildeten die beiden Apologien ur-sprünglich nur eine an A. Pius vgl. Bonn er Z tschr. neue Folge Jahrg. kl. l 841 lH. 3. S. 171 ff. Stieren, üb. d. Todcsj. Inst. (Jllgens, Ztschr. 842. -H. 1.1

1)'/s; öd. Oxon. 700. imVot. VI. des rcng». npolog.

«nt. Otto. Daniel, Tatian der Apologet. Hal. 838. Frcib. Kirchenlcr. Bd. X.S. 64461.

2) ir-fi EiT-l-cvÄv vil. 7-?'»cktter DongosnI. 744. (<7a/?anck. liidl. V.

II.1 ol. ngpnr. all innx. bilü. lüur. V. I. p>. 476. Äc-d/ceO», clo vorn,

notato nicolog., gunm ^tliunrrg. olr. («liss. Vol. I. p. 269.)

3) IV, 20. 77/6ron-/m. elo vir. III. r. 25. 7r°,ot 7rt^v-c.is

ea. Voll. Oxon. 648.; vcl. 14-^?/. Ilninb. 724., übers, m. Anmcrk. v. Thicnc-mann. AI. 834. 4) 5 Otl. Do-ninerio/r. link. 764.

eu. vt illnstr. Ougil. Lntnv. 840.

5) Oie»». Aieai. onm. ost. Oxon. 715. II. k. Nachdr. Venot.

7oö, wonach ich eitire 1. 2. ;

6) (-< iA. ooutr. Oslo. libb. VIII. ocl. ,b)»e»»cer, Onutnl». 677. übers, vonMosheim, Hamb. 745. 4, (Orig. egg>. oll. cie i««e. V. 1.)