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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 1. Capitcl.

Wunder Jesu mit denen des Apvlloniuö von Tyana ').Ihr erklärt Chri-stum für Gott, wirft er den Christen vor, weil er einige Blinde sehend ge-macht, und etliche andere Dinge der Art verrichtet haben soll; aber dieGriechen halten doch den großen Apollonius, der so viele Wunder gewirktbat, darum nicht für einen Gott, sondern nur für einen von den Götterngeliebten Menschen." In der Folge fand diese freventliche Vergleichung anEusebius einen gewandten Widerlegter.

Ainu. Bei der Angabe der Zahl der Verfolgungen der Christen wird viel-fach geschwankt. Seit dem 4. Jahrh. werden gewöhnlich 10 Verfolgungen ange-geben, wobei sich offenbar eine Beziehung auf die Plagen Aegyptens fErod. 7 ,10), oder das Thier mit 10 Hörnern HApok. 17, 12 ff.) kund gibt. Selbst dieAufzählung dieser 10 Verfolgungen ist verschieden; am gewöhnlichsten die beiAugustinus °), wonach die l. unter Nero, 2. unter Domitian, 3. unter Troja»,4. unter Marc Anrcl, 5. unter ScptimiuS ScvcrnS, 6. Martini», 7. DccinS,8. Valerien, 0. Aurelian, 10. unter Diocletia» verhängt wurde.

§.69. Die christlichen Apologeten.

Die griech. Apolcgcten lJustin, Athenagoras, Thcophilus, Tatian, HcrmiaöjVit. D-'ueke»ttt«r> 1'ar. 742. I. V. k. Vau. 747. Ottv, eorpm

apokogolar. elirintianor. saec. II. äau. 847 8g. 6Vok. säustin u. 3'ati»»)ckokoetun urAuwontor. at 8)IIabu8 nerPtor., gui veritut. ret.ckir. iwserusrnnt. Hamb. 725. 4. Vgl. Möhler, Petrologie I. M.S. 188-313. v. Dreh, Apologetik Bd. I. (2. A.) S. 26 ff. Beh-ring er, KG. in Biographien Bd. I. Abthl. 1. Ritter, Gesch. d.chr i st l. Philos. Th. I. S. 289344. van Senden, Gesch. d. Apolo-getik, übers, v. Quack ».Binder. Stnttg. 846. 2Thlc. (bis z. 17. Jahrh.)

Die Waffen der Christen gegen heidnische Verunglimpfungen und mar-tervolle Verfolgungen waren Duldung oder Widerlegung schmachvoller Ver-kennung und Verleumdung. Zu dem letzter« fühlten sich ans den Christensolche berufen, die mit der Wissenschaft und den damaligen Rechtsverhältnisse»nicht unbekannt waren. Schon einSchüler d er Apostel, der unbekannt!Verfasser des Briefes an Diognet ') , antwortete auf mancherlei Einwen-dungen und Verkennungen des Christenthums von Seiten der Heiden, instrechtfertigte zugleich die verhaßten Christen mit unnachahmlicher Einfalt,besonders durch seine schöne Schilderung des christlichen Lebens. Jn dcrFolgcüberreichte nach dem Zeugnisse des Eusebius der Philosoph Aristides mitderB.Quadratus von Athen dem Kaiser Hadrian Schutzschriften für batverkannte Christenthum; doch find dieselben sammt denen von Melito, B.von Sardes, Apollinaris von Hierapolis und Miltiades an MmAurel verloren gegangen'). Ein vollständiges Bild der späteren Schutzschris-tcn ist uns erhalten in der größeren Apologie an Anton. Pius und der klei-nern an M. Aurel (oder vielleicht nur in der einen zusammengehörcnde»Apologie an Ant. Pius) von Justinuö Martyr'), einem Philosophen,

1) eontr. Ilieroek. hint. d. (lowountr. ovunx. Ovk. 688. vgl. Daotant.(Io wort, porsocutor. o. 16.

2) August. cko civ. Dvi XVIII, 52. I. e. zählt nur sechs Verfol-

gungen. SÄIM. ä'everre« neun.

3) Lirl-irol- (I?a.tr. Xi> 08 tok. opp>. 6(l. 7/e/ekc.) 6(1. llhir.

852. Vgl. Möhler, Patrologic Bd. 1. S. 164174; Dcssclb. gesammckleSchriften, Hrsg, von Döllingcr. Bd. I. S. 1931.

4) ^krt«. IV, 3. cko vir. ilk. e. 19. 20. L'nseh. IV, 26. 27

I. I. c. 24. V, 17. 7/rero«,,,». I. k. e. 39.

5) iküst. apok. I. et II. eck. -Krau«, Von. 830. vgl. Arendt, krit. Untersüb. d. Schr. I u st. in d. Tüb. Q.-Schr. 834. H. 2. C. S c in isch, Justin derMärtyrer. Eine kirchcn- u. dvgmcngcschichtl. Monographie. BrSl. 840 ff. 2 Thle.