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1, Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 1. Capitcl.
die entweder schon Christinnen waren oder es zn werden verlangten, wurdengezwungen den Götzen zu opfern; die Kammcrherren Dorotheas undGorgonius wurden erdrosselt, ein anderer kaiserlicher Diener Petrus,der, wie Eusebius sagt, seines Namens würdig war, wurde auf's grausamstemit Geißeln zerfleischt und dann langsam aus einem Roste gebraten. DerB. Anthimus von Nicomedien ward enthauptet. Aber auch in Afrika,Italien u. a. wüthete Marimianus Herkuleus so sehr, daß er nachspätern aber jüngst verbürgten Nachrichten die ganze in der Schweiz, an,Rheine und der Mosel zerstreute thcbaische Legion mit ihrem helden-müthigen Anführer Mauritius niederhaucn ließ, weil sie sich zur Ein-ziehung und Verfolgung der Christen nicht wollte verwenden lassen '). InRom litt die Jungfrau Agnes, in Augsburg die Büßerin Afra den Mär-tyrertod (304). Wie edel dagegen war das Verhalten des Cäsar Con-sta nti ns C hl orus in Gallien, Spanien und Britannien gegen die Christen,und ebenso günstig war für dieselben sein Sohn Constantinus gestimmt.
Plötzlich rcsignirtcn beide Augusti zu Gunsten der Cäsaren Galcrius undConstantius (305). Waren die neuen Cäsaren Severus und Mariminusnun auch Creaturen des Galcrius, so wurde der erstcre doch bald von M aren-tius in Rom verdrängt t 306). Derselbe gab sich aus Politik das Ansehengleicher Gesinnung mit Constantinus, der in demselben Jahre nach deinTode seines Vaters von den Soldaten zum Augustus ausgerufcn wordenwar. Im Oriente verfuhr aber der Augustus Galcrius und sein CäsarMari m inuö mit erneuerter Wuth: selbst alle Eßwaaren wurden (308) mitOpfcrwein und Opferwaffer begossen; 39 palästinische Bekenner auf einmalenthauptet l 310). Zu Heliopoliö in Phönicien wurde die sinnige JungfrauBarbara (306), zu Alexandrien die philosophisch gebildete Katharina(307) gemartert. Erst nach einer ekelhaften und schmerzhaften Krankheitim Angesichte des Todes und bei der Erwägung des nutzlosen Blutvergießenswurde Galcrius zur Einstellung der Verfolgungsmaßregeln bestimmt. Ersagt in seinem 311 erlassenen Toleranzedicte: „Es sei die Absicht der Kaisergewesen, die Christen wieder zur Religion ihrer Väter znrückzuführen. Daaber gleichwohl die meisten Christen bei ihrer Denkart verharrt wären, und'man wahrgenommen, daß sie nun ihren Gott nicht verehren könnten, unddoch auch den Göttern die schuldige Verehrung nicht bewiesen; so wolltendie Kaiser gleichfalls aus sie ihre gewohnte Gnade ausdehnen, sie sollte»
1> Auffallend erscheint zwar, daß darüber Lactanz, Euseb., Sulp. Sc-vcr., Orosius u. Prudcutius schweigen u. zuerst davon zeugt Eucherius,B. v. Lyon () 450 od. ein noch jüngerer Eucherius um 529) in der vita Ro-mani jllollunä. acta. 8-mct. Robr. 3'. III. p. 740 Vgl. noch zum 22. 8oyU;mI>.u. 4., 10. u. 15. Octobor). Dagegen steht fest, daß schon im 5. Jahrh. zu Agau-num ijetzt Maurice im Kanton Wallis) dem Mauritius ein Tempel gcweihiwar, den auch Romanus mit Vorliebe besuchte. Die Wahrheit dieser Erzäh-lung bezweifeln Rninart, lillomont 3'om. IV. z>. 421. Stolbcrg Thl. IX.S. 302 ff. Döblinger; andere wie Baronius, Rauscher Bd. II. S. I3bRettberg KG. Dcntschl. Bd. I. S. 101. vermuthcn eine Ucbertragung dcSMartyrcrthums, welches blauritins als trilmnus militnm mit 70 Soldaten zuApamca in Syrien litt (s. 77,ooa!o-ct. x-ruso. uü'oot. curat. «IlsMt. VII l) ausgallischen Boden. Dagegen vcrthcidigcu die Wahrheit der Begebenheit gegen Du-bur-ble?« «liss. Inst, snr Io murhro da la. logion '1'boböonno ^Vnmt. 7l2 zunächst-7. ffe /'7Äe, äoioimo clo In 'voritö ,Io In log', 'blieb, lstanc)- 737. neuerdings,,raoloot. b. o. '1'. I. I>. II. y. 5-7. besonders I. Braun, zur Gesch.der Thcb. Legion, Bonn 855.