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1. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 1. Capitel.
denchristen zu Jerusalem, gekreuzigt <,108), und der heldenmüthige Igna-tius, B. von Antiochien, von dem in seinem Ehrgeize verletzten Kaiser i„Fesseln gelegt, nach Rom deportirt und dort der Belustigung des entartetenPöbels preisgegeben und von Löwen zerrissen '). Unter Hadrian (117—38) wurde zwar kein Verfolgungsgesetz erlassen, doch konnte der zügellosePöbel solchen Frevel an den Christen ausüben, daß sogar SereniuS Gra-nianuS, der Proconsul Asiens, tief verletzt wurde, und ei» Gesetz zum recht-mäßigen Verfahren gegen die Christen verlangte. Der Kaiser erließ einsolches an seinen Nachfolger Minucius Fundanus'); vielleicht haben dieersten an den Kaiser gerichteten Apologien für die Christen von Qu ad rat,,sund Aristides ihn dazu vermocht. Doch soll er selbst befohlen haben, dieSymphorosa nach scheußlichen Mißhandlungen im Flusse zu ersäufenund ihre 7 Söhne aufs Rad zu flechten. Als er auf den Trümmern desTempels zu Jerusalem einen Jupitertcmpel erbauen ließ, erregte solche Pro-fanation i. I. 132 einen neuen Aufstand der Juden, von denen an 600,000den Tod fanden, die andern aus ganz Palästina verbannt wurden. A n t o-ninuS Pius (138—161) war noch milder gegen die Christen gestimmt,wovon seine Verfügungen für einzelne Städte Griechenlands zeugen'); den-noch verfolgte das Volk die Christen in Asien bei Veranlassung eines Erd-bebens und mehrerer Feuersbrünste, die man aus dem Zorne der Götter überdie Christen erklärte. Dies soll den Kaiser zu dem merkwürdigen E d icteandieCommuneAsienö veranlaßt haben: „Sollte jemand noch fernereinen derselben darum beunruhige», weil er ein Christ ist, so soll der Ange-klagte von der Anklage freigesprochen werden, wenn er auch offenbar alsChrist erscheine; der Ankläger aber soll bestraft werden"").
Unter MarcAurel (161—180) dem Philosophen wurde die Lageder Christen noch schlimmer. Seine stoische Denkungsart haßte die christ-liche Begeisterung und schrieb den leichten, freudigen Tod der Christen nichteiner festen (Überzeugung, sondern bloßer Widerspenstigkeit zunwgä-ror^tv). Und da er den Staat und die Staatsreligion aufrecht zuerhalten entschlossen war') , gestattete er um so bereitwilliger die Ausbrücheder Aolkswuth gegen die Christen in Kleinasien und im südlichen Frankreich
1) Ltuseb. b. v. III, 32. u. III, 36. Die Märtprcract. des h. Jgnat. b.KMaM. 00,1. 3'. 1, p. 290 sg. 77e/eke, Ibrtros ^postol. all. IV. vgl. Äui'-mi't.
2) apol. I. c. 69. TÄrM. I>. o. IV, 9. IV, 8 9. U. 26. «-
Mt. ädemr. II, 31. O-nsE VII, 13. Hadrian befiehlt: si guis igitur aecuMtet ackversns luomoratoL livminos (ellristlanoch,
pro msrrto peoeutormn etinm suppliein stuiuos. Illlnl inebcreulo muZnoperl!eurabis, ut si guis cnlnmuiuo xratia gue.mguiun Iioium postulnvsrit ronm, inbuno ;>ro sui nogniria supplieiis sovarioribus vimlieos. Dies wohl der Origi-naltext bei LuM. I. c. vgl. praoloct. Ii. o. 3. I. p. 68—71.
3) Nach Lrtö'eb. b. o. IV, 26. an die Städte Larissa, Thcssalonich, Athenund alle Griechen; der Text der Rcscriptc cristirt nicht mehr.
4) H-eb. IV, 13. aus Versehen hier dem M. Aurel bcigclegt. Doch unter-liegt die Acchtheit dieses eclietiun all oommuno ^.8ino manchen Bedenken, da dieSprache die eines Christen als Auslegung des Edictcs Hadrian's zu sein scheint,und wird daher bestritten von TtaMer, Og eäieto ^utouiiii pro 6brist. Ergont.781. vgl. Mosäe««, ,1s rob. Oliris,. nuts Ooimt. bl. p. 240. Sicher ermahnteA»t. Pius mehrere Städte gegen die Ausbrüche der Volküwuth wider die Christennach Mclito b. L'nseb. IV, 26.
5) Vgl. in vitnblure.^.uro!.; o. 21. Ilovrnm eultum äiii-
xsntissimo r«tituit. Obige Aeußerung in Nnrc. Vuiol. monvl. XI, 3.