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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt, l. Capitcl.

unterlagen die Versammlungen der Cbristen noch den Gesetzen gegen dierollechu iün'ita ').

Neben diesen natürlichen Gegensätze» fehlte es auch nicht an manchen ver-kehrten Ansichten über die Christen und ihre Lehre, selbst nicht an den offen,barsten Verleumdungen. Die geistige Verehrung Gottes, als eines Geisten,zog den Christen die Andichtung des Atheismus zu'). Ihre durch dicVerfolgungen notbwendig gewordenen nächtlichen Versammlungen gaben Ver-anlassung zu den schändlichen Gerüchten so» Verschwörungen, Ausübungunnatürlicher Laster oder der Blutschande; dem letzter» suchte man durchdie laut ausgesprochene BenennungBrüder und Schwestern" unter dmChristen Wahrscheinlichkeit zu geben'). Die unbestimmt vernommene Abend-mahlslebre erzeugte den Vorwurf thyestisch er Mahle, in welchen da«Fleisch eines gemordeten Kindes gegessen und sein Blut getrunken werde. DerGenuß des Weines beim Abendmahle stellte die Frauen nach damaligen Be-griffen Ehebrecherinnen gleich. Sogar die E s elsanb ctun g wurde dmChristen neben der Kreu; anbetung angedichtet'). Wenn die Sklaomin ihrer Stellung bisweilen vortheilhaft für das Christentbum wirkten, sosab man darin einen Umsturz aller gesetzlichen Ordnung, und erpreßte ihmoft aus der Folter das Geständniß jener gegen dic Christen geargwohntmVerbrechen. Dieser gottlosen Chriftensckte wurde dann von der Volksmengedie Schuld aller öffentlichen Unglücksfälle, Krieg, HungerSnoth,Erdbeben u. A. als Zeichen des Zornes der verlassenen Götter angcdichtei(«non plm't Dons. «tue sei LliristikMos»), worein dic Gebildeten oft amPolitik einstimmten'), mindestens wurden die Christen als ein in düsterm,verderblichen und schädlichen Aberglauben und Fanatismus befangene«Volk verachtet. Dies war genug, um endlich die römische Staatsgewalt z«einer consequenten Unterdrückung dieser staatsgefährlichen Sekte, die den Haider Menschheit') auf sich geladen, zu veranlassen: um so mehr, da die Chri-sten oft den Soldateneid zu leisten oder Staatsämter ferner zu verwalten miiihrem Berufe nicht für vereinbar hielten, noch weniger die abgöttische Verebrung der Bildnisse der Kaiser ansüben wollten sirrolchiosi in Oaosnros).

novas et u8u vol ratioue ineoKultas roliZionos inüneat, et guilnis anlini im-veautur, Ironsstiaros clsportautnr Iiumiliorss eapito puniuntnr. -

II HTHiel, altröm. Rechtsanschauung bcziigl. der polit. Stellung d. chriiilReligion lTiib. thcol. Q.-Sebr. 855. H. 2.).

2) -7«s,'tin. apol. I. e. 6. l3. 17. 3) Atioena//or. logat. pro llltristiaiil:e. 3. 7'ertM. apolnK. c. 16. 39. 40. e. 12.

4l 7ertn/i. apoloK. e. 16. berichtet von der Carricatur eines Juden i» Aar-tbago mit der Inschrift: Heus 05ri»,tianorn,n Onao/tvetes. Bei Oin)/. ronti.rols. VI. 30. nennt Celsns die Cbristen vgl. //a.saens. cliutrlbe M

onolatria olinr gnüaois 17'ac. bist. V. 4. 7>ioV 81, ul. b. /'/rat. 1,161. cocl. 244) ett'hrlstianis impaota I^ps.716. 4. Munter, dic Christin im beitn. Hause S. löit51 Vgl. apolog. <-. 40. 81 g'iberis ascenelit in u,venia, si billus m»

asoemlit in arva, si ovoinrn stetit, di terra invvit, si tan,es. si laus, stritm(.'hrlsliauos all Isoiien, u. dazu den eoinmeutar. klarere«,n^i. Darauf antwockltreffend schon Arnob. alle. Kontos: 81 ^Ilainannos. Uersas, 8evtbas ieleirev vol»-orunt >611 Keutiliuin) clovlnei, gnock iictäitarsnt et ckeAerent in ea,«,n //entibwO'/rrid-tittni: guoinaelnlvllnm jivwauiv trinnore vietoriam, emn Iiabltaront et >1»-geront in eornrn guvgno Kontilms Obristiani? I, 6. Vgl. -Inet. apol. I. e. 176) 7ne. anu. XV, 54. 8uperstitio oxltlabllis, oclluni Kenoris Innnani.tan. vitablornn. o. 6. 6ouiis bvminuin superstitlouis uovao ae inuli-ücav. MuMVeiia:. e. 12. Dertntt. apolvK. c. 13. vgl. Würzb. Religionsfreund. 1843. Nr. 84