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1. Zeitraum, l. Periode. 2. Zeitabschnitt. I. Capitol.
Paulus und seine Gefährten das Christenthum gepflanzt. InItalienblühte besonders, um mit Tertullian zu reden, jene so überaus beglückte Kirchezu Rom, der die Apostel die ganze Fülle der Leb re mit ibrem Blut überlie-ferten, wo Petrus wie sein Herr und Meister gekreuzigt wurde. Außer denApostelsürsten wurden nach dev Taeikuö Bericht in der neronischen Ver-folgung eine ungeheure Anzahl Ebristen jinMU!, miiltitttib) grausam gemar-tert und schimpflich hingerichtet )). Um die Mitte deS 3ten Iahrh. hatte dierömische Gemeinde schon eine große Anzahl höherer und niederer Kleriker(s. unten K. 83.).
Unmittelbare Jünger und Zeitgenossen der Apostel sollen in den übrigenTheilen Italiens Gemeinten gegründet Habens: Paulinus die Kirche zuLukka, der heil. Rom ul uS zu Fiesoie, der heil. A p o l l in ar i s zu Ra-venna, der keil. Anatbalon zu Mailand, der keil. Markus zu Aguilcsa,der heil. Zamas zu Bologna. Die Gemeinde zu Bari in Apulien rühmsich, von dem heil. Petrus ihren ersten B. Maurus empfangen zu haben,der unter Domitian litt. Gleicher Sagen erfreuen sich die Kirchen von Be-nevent, Capua und Neapel, zu Palermo und Syraeus aus Sicilien. Ueberdie Kirchen zu Pavia, Urbino, Mantua, Verona, Pisa, Florenz und Sienagibt cs ähnliche Sagen Z.
Daß der Apostel Paulus das Evangelium in Spanien verkündet,kann schon nicht ganz sicher erwiesen werden; noch weniger aber die Wirk-samkeit des Apostels Jakvbuö desZebedäiden )), dessen vermeintlicheGrabesstätte zu Cvmp ostelle, der fromme Sinn der Spanier frühzeitigaufsuchte. Eine aufgefundene Inschrist eines Denkmals, welches dem KaiserNero zum Danke dafür gesetzt worden, daß er die Provinz von Räubernund denjenigen gereinigt habe, welche dem Menschengeschlechte einen neuenAberglauben aufbringcn wollten, verbürgt die Verkündigung des Ehristen-thums daselbst im ersten Iahrh.'). Im 3ten Iahrhund. werden die Kirchenvon Leon, Astorga, Eäsar-Augusta, Tarragona u. a. erwähnt, deren Ursprungspanische Schriftsteller auf 7 von den Aposteln Petrus und Paulus nachSpanien gesandte Schüler zurückführen wollten. Auf einer zu Elvira(Jlliberis) 306 gehaltene» Synode waren 19 spanische Bischöfe gegenwär-tig)). Auch der Ruhm des Martyrerrhnms verherrlichte schon während dervalerianischen Verfolgung die spanische Kirche in dem B. Fructuosusund den Diakonen Augu r i n s und Eulogius).
In Gallien hatte vor der Einführung des CbristenthumS die wohlge-gliederte Priesterschaft der Druiden') vaS Volk in religiöser und politi-scher Beziehung geleitet. Nach Eäsar's Siegen war die Volksreligion durchrömische Gesetze beschränkt worden, und allmälig hatte sich ihrem Volks-glauben römische Mythologie bcigemischt, wodurch daü Vertrauen zu dem-
1) äs prnvser. e. 36. muml. XV. 44. — 2) -Ve/ouWM,
notiguit. ebrist. Iib. I. r. 5—7. 9. I. Vo^unt. 787. p. 86 — 137.
3) Vgl. ckoam». Tam«, äoliei»,- vrnäiior. 1'. VIII. prnstüt. p. 25 sg. D XI.prnkknt.. — 4> Xnta/. ^I/e.r. Ir. s. sas«'. I. äiss. 15. nb. b. hl. Paul. u. Jakob.(1. IV. p. 334 sg.) — 5> On-sanr. inseription. no. 9. p. 238. Die Accht-
hcit dieser Jnschr. von Muratori verworfen, vertheid. von IVa/e/t, persscntio(llrriotianor. Veruu. äeu. 753. bezweifelt von Scaliger, Hagenbach u. A.Vgl. Ire», eonlr. lmsrss. I, 10. u. onnot. p. 43. 'aäv. äuä. e. 7. U.
äsleetus i»8i,ipt. nr. 1486.
6) V. II. p. 6. — 7) Die Märkprcracten b. 7, p. 210. — 6)
lüesar, äs bell. ^O. I, 31. VI, 12-16. Döllinger, Heidenth. S. 556—563.