Druckschrift 
Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
Seite
120
Einzelbild herunterladen
 

>20 >. Zeitraum. I. Periode. 2. Zeitabschnitt. >. Capitel.

wurde mit gänzlicher Verwüstung Palästina's auch die Gemeinde der Juven-christen zu Jerusalem aufgelöst. Sie vereinigten sich nun zum Tbeil mit denHeidenchristen der in der Nähe neu erbauten Aelia Capitolina, derenerster Bischof Markus sammt seinen Nachfolgern heidnischer Abkunft war.

Eine zweite bedeutendere Gemeinde in Palästina war die zu Cäsarenibltrntonm). Die vorzüglichste des Orients blieb aber die syrische zu An-tiochia, welcher nach dem Apostel Petrus und Evodius der keil.Ignatius als Bischof Vorstand und sic mit seinem Märtyrcrtode H107)verherrlichte I. Außerdem blühten in Syrien die Gemeinden zu Seleucia,Beröa, Apamea, Hierapolis, Cyrus und Samosata. In PHöui eienkamen zu der schon von den Aposteln gegründeten Gemeinde zu Tyrus dieKirchen von Sidon, PtolemaiS, BerytuS, Tripolis und Byblvs. In Klein-as i c n ragte auch setzt Epbesus hervor und daneben S m yrna. In P h r y-gien kam zu Laodicea, Colossä und Hierapolis auch Synnava, die nachmaligeMetropole vom östlichen Phrygicn Z'!,evttin salnkiiem). In Bithynienbeklagte der Proconsul Plinius die Verbreitung des christlichen Aberglaubens(um 106); die Kirchen in Nieomedien, zu Apollonias, Prusa, Helleno-polis, Cäsarea und Ädrianopoliö bestätigen es. In Cappadocieu blühtedie Kirche zu Cäsarea iMn-mcn) und hatte seit 233 den bekannten Firmi-lian zuin Bischof. In Ö ör o en e wurde schon 228 zu Edefsa, der Haupt-stadt, eine christliche Kirche erbaut. In Mesopotamien werden schonfrühzeitig die Kirchen zu Amida, Nifibis und KaSkar erwähnt. An die Chri-sten im römischen Armenien erließ Dionysius von Alerandrien ein Schrei-ben von der Buße ); im 2. u. 3. Jahrh. werden die Kirchen zu Sebaste,Melitene und Komana erwähnt. Bei den Chaldäern soll der Gemeindezu Seleucia am Tigris der Bischof Maris, ein Schüler des Apostels Thad-däus, vorgestanden haben. Die Kirche von Seleucia in ihrer Verbindungmit Ktesipbon wurde eine christliche Pflanzschule für das parthische, späterpersische Reich. In Indien (dem glücklichen Arabien?) war PantänuS,Vorsteher der alerandrinischen Katechetenschule, für die Verbreitung des Chri-stenthums thätig'). In Arabien brachte der schon vom Apostel Paulus(Gal. 1, 17.) ausgestreute Saame vielfache Frucht. In der Folge wünschtesogar ein Häuptling dieses Landes (,f,-»,'-jukr-o; --N, '/^«Ü,'«c) durch denherühmten Origen es über das Christenthum belehrt zu werden, welchemdieser willfahrte. Zu Bostra bestand frühzeitig ein Bisthum und in derMitte des 3. Jahrh. mehrere an andern Orten '). In Pcrsien war diechristliche Religion im 2ten und 3ten Jahrhundert vielfach angenommenworden''). Auf der Insel Cypern hatte Salamis vor dem Concil znNicäa drei Bischöfe.

§. 63. Christliche Kirchen in Afrika vgl. z. 50.

-Mar-ee»/ epli-icu cliri-tti.-uni., örix. 816. 3 3'. 4. Wi lisch, kirchl. Geogr.

Bd. 1. S. 5255. IMnten/ primnräit!. o,(I. ^.t'rie. Hain. 826. ^

In Aegypten, wo schon der heil. Evangelist Markus der Kirche zuAlerandrien (der Jud enchrist Apollos Apg. 18, 24. 19, 1. 1 Kor. 1,1) b. o. III, 36. 2) b. y. VI. 46.

3) Das glückt. Arabien, weil I>. o. II, 6 die Homeriien ».

Zabäer Inder nennt, u. L'ernn. ,1« vir. illustr. e. 36. Bgl. TMemont, V. I.

eommoitt. clo rob. ibrist. ante Oonstnnt. LI. p. 206. Ii. e.

V, 10. u. VI, 19. üeriptar. ^rubnm äs robne luclicis loci el

vpusciiln iiioclitn. Lon. 838.

4> VI, 33. 37. 5) sum 297) ackv. zantss II, 7.