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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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119
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62. Weitert Verbreitung der christlichen Kirche in Asien.

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I R Z e i t a b s ci> n i t t.

bestimmteres Hervortreten der christlichen Kirche alsder katstvliscken (100 313).

Erstes C u p i t r i.

k. Ausbreitung des ChristciithumS. II. Lerfvlguiige» derchristliche» Kirche.

ch>I >. tchch'/c/s »nlntniik« lux utr. iiritz. et nulignit. lilu II. (Ir

rix. et gropnZ. rnl. <4u') /.« Oiiou« > Iiristinuus. 1'a.r. 740. 3 V.

s. Wi lisch, Handb. d. kirchl. Geogr. u. Statistik Bd. I. S. 32 ff.

H. 02. Weitere Verbreitung der christlichen Kirche in Asien.

Schon im apostolischen Zeitalter mar das Gebiet, über welches sich dieKirche ausbreitete, sehr groß und einzelne Gemeinden sehr zahlreich. Es warnun die fernere Aufgabe, die kleineren Gemeinden zu vergrößern, und dieKirche Cbristi in neue Gegenden zu verbreiten. In beiden Beziehungen be-kam dieselbe neue Anhänger nicht allein im römischen Reiche, sondern auchin den benachbarten Ländern, und »ach göttlicher Fügung waren es gerade diedamaligen kriegerischen Verhältnisse, welche der Verbreitung der ReligiondeS Friedens Borschub leisteten. Bon den Heeren, welche in das römischeGebiet einbrachcn, wurden manche Krieger gefangen ; in der Gefangenschafterhielten sie vom Ehristenthume Kunde, und lernten es in seiner geistumbil-denden Kraft an sich selbst und an vielen Beispielen kennen. In Freibeit ge-setzt, verkündete» sie eS ihren Landsleuten.

In Asien war durch die Zerstörung Jerusalems bei den Juden die An-hänglichkeit an daS mosaische Gesetz wohl geschwächt, aber nicht überwundenworden. Als die zertrümmerte Stadt sich abermals erhob, kehrten die vorder Zerstörung ausgewanderten Christen mit ihrem Bischöfe Simeon zurück.Die nächsten 13 Bischöfe bis zur Regierung Hadrians waren wie Simeonjüdischer Abkunft, und die Gemeinde beobachtete immer noch das jüdische Gesetz.Als aber der berüchtigte Pseudo-Messias Bar Kochba (d. i. Sohn desSterns Rum. 24,17.) nach Anerkennung dieser prätendirten Rolle durch denverehrten Rabbi Akiba, die Juden zu neuem Aufruhr unter Hadrian reizte,

schließt sich an die Sage: daß die Apostel vor d. Abgänge von Jerusalem überdie von jedem zu bekehrenden Länder das Loos geworfen, und zugleich eine kurzeGlaubensformel nach förmlicher Collation (-u,>/,;->).>) verfaßt haben, damit sie eineNorm für ihren Unterricht und die Christen für den Glauben hatten, zuerst beiKuffn. In oxgos. svmb. ü.>»)LloI. u. in der dem h. Augustin untergeschoben,üowil. ,1o szinb. >1'. Tür/,nie'. 1'. III. >> 339 m>. Die Erzähl, verlhcid.

A?e.-x. b n. snn,'. I. giss. 12. i'l'. I V. ». 299311) Leü/nnü. ^ot. 8et. nil >1.15. >lul. u. jüngst Mez/s-'d', <Ie kvmb<4> ü-postol. Ntuln, arichus ot äs nntiguü-ünns oeelss. inmporibus niwtm'itnte ürsv. 849. Dagegen v. '1. I. z>.

387 sg. bcsond. p. 649 sg., ckn u. A. verworfen. Außer a. Grilnden aucl>wegen des Stillschweigens darüber in den ersten Jahrh. und der Abweichungenin den verschiedenen Formen, die bei keinem and. apostol. Schriftstücke in solchemMaaße Vorkommen. Wenn nun dies. Symbol auch nicht von dcnApost. selbst ge-schrieben worden ist, so ist es doch sicher jene kurze Glaubensformel, nachwelcher die Apost. gemäß einer Ucbcreinkunft bei der Verkündig, d. Christemh. dieBelehrung leiteten <Matth. 28, 19; I Korinth. 15, 34. Hcbr. 6, l3.>. Dieanfangs mündlich überließ kürzere, bei aufkeimenden Irrlehren aber nothwendigerweiterte Glaubensformel wurde in der Folge, sicher schon vor Ablauf desl Jahrh., schriftlich ausgezeichnet.