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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
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115
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h, 60. Der Avostel Johannes: im, Kampf gegen die Jrrlebrer. I I a

herstammcn sollen, wahrscheinlich aber ans H o ch in u t b sich also nannten.Ihrer erwähnt die Apokalypse 2, 6. 14. 15. als Götzendiener und Hurcr.Man identificirte sie auch mit denBalaamiten (Apok. 2, 14; II Petri 2,15; Br. Juda r. 4. u. 19. besonders v. 11.), von deren NamenNikolaiten"eine Uebersetzung zu sein scheint'). Man schrieb ihnen das Essen von Götzeu-opfern und äußerst laxe Grundsätze in Betreff sinnlicher Ausschweifungen zu.Auch Clemens von Alerandrien erwähnt einer Sekte'), die sich alsNachfolger des Diakon Nikolaus ausgab, und durch falsche Auffassung derBehauptung desselben, daß man das Fleisch mißbrauchenry < 7 Ms>xi ffe-) bezähmen müsse, auf unsittliche Grundsätze verfallen sei.Er gibt zugleich eine besondere, jener fleischlichen Sinnesart nicht widerspre-chende Veranlassung der Entstehung dieser Sekte an. Nikolaus soll nämlich,von den Aposteln über die Eifersucht auf seine schöne Frau getadelt, diesevor die Apostel geführt und sich von ihr losgesagt haben.

§. 60. Der A p o st e l Johannes; sei» Kampf gegen die Irrlehren7 ,7/einout. '4.1. samt sonn Xpvtee ot blvangolintv. netto. 112. H u g, Einl.insN.T. Th. II. Ad.Maier, Einlcit. in dicSchristcn dcsN.T. S. >21 ff.

An dem Geistesblickc des Jüngers, der im Schooße des Herrn geruht,waren alle bis jetzt geschilderten Ereignisse der Freude und des Schreckensvorübergegangen. Nach seiner gemeinschaftlichen Thätigkeit mit den übrigenAposteln in Jerusalem, der Umgegend und in Samaria erwähnt die Apostel-geschichte nichts mehr über ihn. Uebereinstimmendcn Nachrichten gemäß ver-ließ er Jerusalem spät und trat in die frühere Wirksamkeit des Apostel Pau-lus zu EphesuS ein '), die dortige Kirche stützend und erweiternd. Eineähnliche Wirksamkeit darf wohl auch für die in der Apokalypse e. 2. u. e. 3.neben Ephesus erwähnten 6 Gemeinden zu Smyrna, Pergamos re. angenom-men werden. Seine so vielfach bezeugte Verbannung auf die Insel P at-mos (Apok. 1,9.) wird keinesweges durch die verschiedenen Zeitangabenunter Domitian, Claudius oder Nero als unrichtig erwiesen '). Nach be-wundernswürdigem Rathschlusse Gottes war die Wirksamkeit dieses Apostels,der bei der Enthüllung der göttlichen Dinge die größte Tiefe des Geistes,Innigkeit und Reinheit des Gemüthes bewies, gerade für jene Gegendenbestimmt, wo sich die Sekten der Ebioniten, Doketen und des Cerinth vor-zugsweise ausbreiteren. Daß Johannes dort noch mit seiner apostolischenAutorität, seinem geläuterten Feuereifer und seiner erhabenen Geisteseigeu-thümlichkeit für die Würde Christi kämpfte, war für die apostolische Kircheein unschätzbarer Segen. Nachhaltig und gesegnet war seine Wirksamkeit;der um ihn versammelte Kreis von Schülern^), wie Papuas und die eng

l) Näml. 24 "" >--4. das Volk in religiöser Erkenntnis! überragen.

2> Vergl. Ota/so. zu oousliiutt. Xjioswbm. VI, 6; spätere Nachricht, bets'a «lau. ooll. 25, 16. bnor. XXV. c. 33. Am,».Asm ,Io

bnorosib. o. Z.

3) Clemens v. Alcrandr. bei b. s. III, 23. /ne». coutr. Iinor. III. 1.

u. Origcncs bei Lusest. I>. o. III. 1. 4> /-.»«ob. Ii. v. III, 18. 20. I'ert. stopraeter. <?. 36. L)»)t/a». Iinor. 41. 33.. v. Schubert, Reise in d. Morgen-land. Erl. 838 ff. Bd. III. S. 427 ff. berichtet:Noch jetzt ist Patmos dieWohnstätte von lauter Christen, die sich aufs rühmlichste von Andern unterscheiden,doll von lebendigen histor. Erinnerungen an den Aufenthalt des Apost. Johannes,stvh ans sein Eril u. die demselben etwa vorangegangencn Umstände bindeutenzu können."

5) /reu. eourr. bnor. II, 22. p. 148. Ii. o. V, 20.

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