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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
Seite
114
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IN I. Zeitraum. I. Periode. 1. Zeitabschnitt. 3. Lapitrl.

buldigrnk, ließ kr dir Welt durch rin dem böchsirn Gotte »ntergrordnelrsWesen A,/-).->-) entstellen"!. Auch das mosaische Gesetz sei um

von einem Engel gegeben, und durum auch drr von den Inden verebrtc Gotluur rin Engel. In Jesus erkannte rr mit dcn Ebioniten rinru gewöhnlichrn, u»r durch Weisheit und Frömmigkeit ausgezeichneten Menschen,riuru Lod» JosepbS und Murin; ndrr bri seiner Lauft sei drr Aron Logo«l auch 77^-v//« Z---^ . in drr Grstnlt riucr Tuudc Ws

Iesiini berabgekommen, und habe sich i» srinr Srrlr versenkt. Dieser nun

bube dru unbekannten Bntrr gelehrt und Wuudrr gewirkt, worin Ecrinthdas Wesen drr Erlösung find«. Drr Logos sci ndrr wirdrr von Jesus gewichen,und nur drr Mrusch Jesus dndr gelitten und sri nufrrsinndrn; drr Logos dagegen,drr geistig sri, dndr impassibel dlridru ninffen"). Bei den »irdrigru An-sichlcu Eerintbs ooui Weltschöpfer und Urheber des nrosaischen Gesetzes mufi esbefremden und als inronscqurut rrschriuru, dnß rr drunoch, mit Berufung aulJesu Beispiel, nuf theilweisc Erfüllung desselben drang"). Bon dru »entcsta-nrentlichen Büchern nahmen Ecrinth und srinr Audnugrr nur das EvangeliumMnttdni a»; besonders verbaßr waren ihnen dir dnuliuischru und sohanneischcn

Lchristcn. Mil dru Juden dir sinnlichen Änsichtcn dou drr Stistnng eines glan-

zenden weltlichen Reiches theilend, verhieß rr rin solches, ftcilich »ach scdr wider-sprechenden Nachrichten, in grob siuulichrr Schilderung bei drr rrstr» WiederkunftChristi als rin tausendjähriges, >vas mit sriuru thcilweise idcalistisck-gnostischeu Ansichtru im Widerspruche stund" >. Jene Ansicht, drr s. g. Chi-liasmns'l, fnnd übrigens zufolge rinrr irrthninlichen Auffassung von Zlpok. 20,2. 2. 4. 6. bei diclrn Christrn, sogar dri drni nposiolischrn Bntrr Papias, A.dou Hierapolis, Anklnug; docb vrrdnnd mnn damit sichrr rinr nirhr geleintemErwartung, wir rtwa in der Folge In stin und Irena its sich dnrnntrr uniBordrriitnngöstnfc zu höherer Glückseligkeit dacht'-n"").

Im Gegensatz cndlich zu dcn Ebioniten, die ganz an der leidlichen Er-scheinung Jesu dufteten, bildete sich nach der Ansicht Pb ilo's von der Materieals dem Sitze des Bösen, eine Meinung über die Person Christi, wonachulles Körperliche an ibm nur als Schein zu betrachten sei. Diese Meinungberudte ans dem Jrrtbume, daß die Sündclosigkeit Jesu bei einem realenKörper nicht festgebalten werden könne, wesbalb auch schon S imou Magusund Cerintd leugneten, daß der göttliche Logos die menschliche Naturwahrbaft angenommen bade. Gegen diesen Wahn, der die Geschichte Jesuin ein Pbnntom zu verwandeln drohte, wurde schon von de» Aposteln mitEntrüstung geeifert, und in den Briefen des apostolischen Paters I g u a tiuStritt dir Bestreitung deo Doketismns als ein Grundton kervor '4. Tbeil-weise mit Cerintb und den späteren Gnostikern haben nach Irenaus auch dieN ikolaite n "4 übercingestimmt, die von Nikolaus, einem der 7 Diakonen,

l) /re». > >>nt,'. Imor. I. 26. n. l. X vii'lute i,im(Iniii vnlilo seginrntn vt ilis-In,uo ir prinnipnliml,', o>t supi-e nnnersu ote-. III. II. /Hss/istene. starr.

XXVIII. I. vgl. 7/ioo-stiist. I>!ior«-l. t'nl>. II. I3.

21 /neu. n. I. n. 3> Diese Jneonsequenz tadelt schon /'stmP/nm.

Inion. XXVI II. 2. 4 > Nach d. Berichte d. röm. Presb. Casus b. Hvb. Ii.o. IU 28. ». Dionvsius v. Alcrnnd. ebendas. VII. 25. Der rrstcrr mackCerintb sogar zum Brrfasscr unserer Apokulppsr. .»> KVeo, lomnman tlieo-Inxio. ilo olillm-mw. No^niit. 823. Frcib. Kirchrnlrr. Bd. II. S. 477 ff. --ti > Inen. < »ntr. Iinoi . V, 3.7. 34. vgl. 2I/a»>,ket in sr. 2iusg. des Irenaus p206 ni,. in den Anmrrk. am Schluffe.

7i I Job. I, l3; 4, 2. II Ioh. v. 7. Istucrt. «p. rul blpbos. e. 718. »48>iiven. e. 1 8 ml VimIIinn. o. 9. n. v. a. St. ml 8mven. e. 2:

8) /ns», euntr. Irssres. I. 26. III. II. t'lem. ^ike-ianS--. Strom. II. 20. III, 4.bri /tim«-«/-. 6. o. III, 29. Lob. Lange, d. Judenchristrn, Ebioniten n. Nikolait.d. apoffol. Zt. Lpz. 828.