59. Die Mcsstasse nach dem Messias; Dosttheus, Simon MaguS re. 119
Bilde sic auch verehrt wurde; früher sei sie in der trojanischen Helena u. A. ge-wesen. Darnach Hai Simon nicht sich selbst für das höchste Wesen ausgcgcbcn,sondern in unverkennbarer Verwandtschaft mit dem philoni scheu Logos sichals die grosse oder höchste Kraft Gottes sApg. 8, 10.1, welche unter denstnden als Sohn, in Samaria als Vater und unter den Heiden als heiligerGeist erschienen sei. Als die erste Kraft Gottes stehe er höher als der Schöpferder Welt und alle andern göttlichen Machte, daher nannte er sich auch sdasewige unwandelbare Sein) oder - 772 ,- ui 2 ;. u, 2 § 720 Scou. Indem er zugleich alsChristus anerkannt sei» wollte, behauptete er: er habe bei seiner Erscheinung instudeia nur scheinbar gelitten. Seine Anhänger, die Simonianer, verehrtenihn in einer dem Jupiter Hochgebildete» Gestalt. Dieses wie alles Uebrigc zeigt,daß Simon außerhalb des Christcnthums gestanden habe, und er wieseine Anhänger kaum des christlichen Namens Werth zu achten sind. Da er jedochdie Taufe empfangen hatte, und in mehreren Grundideen seines Systems derVorläufer des Gnosticismus, nicht aber dessen Abbild war*j, so galt ervielfach als der Urvater aller Häresie').
Men and er endlich scheint sich anfangs dem Simon Magus als Schü-ler angeschloffen zu habe», später aber unternahm er es, demselben die prä-tcndirte Rolle des Messias äbzusprechen und für sich in Anspruch zu nehmen,daber nennt ihn Irenaus richtig den NachsolgerdcS Simon'). Seine Lehreist im Wesentlichen die des Simon. Auch er bekannte sich zu der TheoriePkilo's von einem höchsten, verborgenen, unbegreiflichen Gotte, von einerLr-mi-a, durch welche die Engel ( die Weltbildner ) geworden, und sprach vonden Fesseln, in welchen die Menschen liegen. Er dagegen sei vermöge derihm inwohncnden Gotteskraft über die Engel erhaben und dazu bestimmt,die Welt aus der Gewalt der Weltbildner zu befreien. In dem Eklektizismusnoch weiter als Simon Magus gebend führte er unter seinen Anhängern auchdie christliche Taufe ein.
Eine» von diesen verschiedenen Ausgang nahm die Irrlehre des JudenCcrintb, die mit den Ansichten der Ebioniten innerlich und äußerlich inVerbindung stand; doch war die Ansicht desselben über Christus erhabenerals die der Ebioniten. JrenänS') macht ihn zuverlässig zu einem Zeit-genossen des Evangelisten Johannes zu Ephesus, während er nach den An-gaben des Tertn llian und Epipha n i u S^ erst zu den Zeiten Hadriansgelebt haben kann. Eben so unbestimmt ist sein Vaterland; ziemlich über-einstimmend wird aber berichtet, daß er zu den ältesten strengen Judaisten ')gehört habe.
In der Entwickelung seiner Lehre ist eine Verschmelzung des Judcnthums mitdem Christcnthume vorherrschend. Doch knüpfte auch er an den Begriff der Alexan-driner über den höchsten Gott als eines verborgenen, mit der Welt in gar keinerBerührung stehenden Wesens an, und zugleich der Emanationsthcoric hul-
*) Philosoph. VI, 20 ist zu lesen: »5r»« Sß x«t » x«<rä r»» Li/»»«««
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11 Iren. eont. haar, l, 23. tssuion 8amaritn.It., 8X guu univorsao haorossssubstitornnt. haliot Iininsnuali seet»« inuterirun. Eben so bei L)u)/Iran. hasres.
XXI. 1. '/tvL7S!r - 77^-2.77, h. 6. II, 13. Vgl. stich
klra/,e, spicilsgium nie. 3'. I. p. 305—12. L'aronr/ annal. all a. 44. no. 55.
21 -I»s7/n. apoh I. o. 26 n. 56: /rsn. ailv. Iiavr. I, 23. n. 15; II/Molz/t.pliüus. VII, 28: Der-tM. «Io uriim» e. 50: /gtesest. t>. v. III, 26;
Inicros. XXII.
3) Iren, eoutr. Huer. III, 3. u. 4. p. 177. — 4) 2'ertukk. cks praeser. r.48. p. 252. Iiaor. XXVIII, 1. — 5) rXprMan. hasr. XXVIII, 2.
«Io Iiaerosib. c. 36.
Alzog's Kirchcngcschichte. 7. Auflage.
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