h. .19. Die Messiaffe nach dem MessiaS: DosithenS, Simon Mag»? w. IN
wurde» sic z» diesem Separatismus durch Fcrnhaltung vv» der auf denTrümmern Jerusalems durch Hadrian erbauten iVffiu OajstOOOm gedrängt,weil sic wegen der Beobachtung dcS Gesetzes für Juden gehalten wurden,denen der Zutritt zur neuen Stadt aufs strengste verboten war. Zu ihrerreligiösen Grundlage sollen sie ein syro-chaldäisches Evangeliumgebraucht habe», daö nach den vorhandenen Fragmenten von unserm Evaugelium Matthäi wesentlich abweicht und wahrscheinlich das Evangeliumwar').
§.5!>. Die Mcssiassc »ach dem Messias: Dosithcus, Simon MaguS,Men an der; — Ccrinth, Dokctcn u. Nikolai tc».
sSepp, Leben Jesu Bd. VII.: die jüd. Christus od. Pseudomessiafsc.
Ebenso wie durch daS Judaisircn sah sich die Kirche Christi frühzeitigauch durch das Eiuschwärzen einer hochmüthigcn Philosophie bedroht.Erfindungen und Licblingsideen der griechische» und morgcnländ i, scheu (Kol. 2,8. 1 Tim.' 1, 4; 6, 20. 2 Tim. 4, 3^4. Tit. 1,14; 3, 9.),besonders aber der jüdisch-alerandrinischcn Philosophie des Philosollten den christlichen GlaubenSwahrhcitcn beigcmischt und so ihr Offcn-barungöcharaktcr vernichtet werden. Aus Abscheu vor der Materie, als Sitzder Sünde, huldigten ihre Anhänger gleich den spätcrn Gnostikern dem> Dualismus und der EmanationSlchrc, und zeigten sich besonders zu Colossä, Ephesus und auf Cr eta thätig. Auch nach Palästina verbreite-ten sic diese abentheuerlichcnTheorien und scheinen selbst unter der Sekte derPharisäer mehrfach Anklang gefunden zu haben. Sichere Spuren davon sinden wir bei den drei Samaritanern Dosithcus, Simon MaguS und Mcnandcr.
DositheuS hatte sich als den Deuter. 18, 18. verheißene» Prophetenangekündigt. In seiner Lehre »nd Lebensweise finden sich mancherlei Anklänge von SadducäiSmnS und EsscniümuS; daö mosaische Gesetzsoll er nach Epiphauins bcibchalten, also offenbar vom guten Gotte abgeleitet haben. Von der Welt lehrte er, daß sic von Ewigkeit her sei. Inseinem Gefolge waren 30 Jünger und eine Frau, die er Luna nannte').In Folge seines tragischen Hungertodes scheint er zu besonderem Ansehengelangt zu sein.
Simon Magus, aus dem samaritau. Flecken Gitton, anfangs einSchüler, dann aber Lehrer des Dosithcus, hatte sein sonderbares, höchstaphoristisches synkretistisch-thcurgischeö Lehrsystem meistens ans der alcrandrinischen Philosophie dcS Juden Philo geschöpft und in Samaria, seinemVaterlande, unter vielem Beifallc verkündet. Um das I. 36 ließ er sichovm Diakon Philippus taufen, aber wohl nur in der Absicht, um durchdie übernatürlichen Gcistcsgaben des Christcnthumö seine goötischcn Künstezu erweitern. Als er zur Erlangung derselben dem Apostel Petrus sogarGeld aubot (Simonie!), wies dieser ihn schnöde zurück '). Später begaber sich „ach Rom, wo seine theurgischcn Künste bei der starken Hinneigung
' 1) Crcdncr, Beiträge I. S. 395 ff.
4 , 7 -l I> o. IV, 22: Orix^. <Ir. Oets. lib. I. n. VI : ^oiiuig. IV, 17.
,4 /')>)»/!»». Iinor. XIII. baiwotie. Mb. I, 2.; wegen des Streites üb.
4 I>v»toi'. 18, 18. i» INnrtii !>0>I. e»ä. 230. vgl. Hilgers, krit. Darst.
^ d. Härcs. S. 144—147.
' 3) Die besonders in Apg. 8, 9—24. begründete historische Realität d. Simon
„Magus ist geg. Banr Iffnistl. Gnosis S. 310. > gut verthcidigt v. Pilgers in^ d. Bonn. Ztschr. S. 21. S. 48 ff. ' ^