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I. Zeitraum. >. Periode. I. Zeitabschnitt. 3. Capitcl.
bens und der Liebe, auf seine Nachfolger übergegangcn sei. Der apostolischeVater Clemens, wahrscheinlich sein dritter Nachfolger zu Rom H08—77od. !12—101), erließ nämlich in Folge ausgebrochener Streitigkeiten einederbe Zurechtweisung an die Gemeinde zu Korinth, obschvn sie zu seiner bischöfliche n Jurisdiction nicht gehörte. Ja er erklärte de» aufrührerischenKorinthern: „es würde für ihn eine schwere Sünde sein, wenn er sihnen zulieb) Priester, die ihrem Amte musterhaft und heilig vorgestanden, absctzenwollte." Und der apost.Vatcr J gnatiuS (P >07) nennt die römische Kirchedie V o r steh e r in des Liebeobnnkcs -r-r.
d. i. der Cbristenkeit').
§. 54. Der bei l. P a u l u s ü b e r de» kirchli ä> e n O r g a n i S in u S.
Mehrere Jrrlehrer bedrohten bereits im apostolischen Zeitalter die christ-lichen Gemeinden. Die Briefe des Weltapvstels enthalten wiederholte Er-mahnungen zur Wachsamkeit gegen eine fälschlich s. g. Gnosis
l Timoth. 0, 20.); man solle sich hüten vor einem Vertiefen inFabeln und endlose Geschlcchtörcgister (> Timoth. l, 4. Tit. 0, 0.: AnfängebeS Guostieismus). Besonders nachdrücklich sind die Warnungen vor derRückkehr zum Judenthume und einer Verschmelzung desselben mit dem Cbri-stenthume (Br. an d. Galat. ». Hebr.; Phil. 0, 2. Kol. 2, 8 ff.). In derkorinthischen Gemeinde hatte der Apostel den Wahn von Parteiungen fürmenschliche Persönlichkeiten zu bekämpfen, da doch Lille nur Cbristo ange-hören sollten HI Kor. 1, 12. 0, 0 ff.). Auch der Glaube an die Aufer-stehung der Tvdten war bei den Korinther» durch Menschen verwandtenGeistes mit Hvmenäus und Pbiletus (2 Timoth. 2, 17. 18.) wankendgeworden h > Kor. 15.). Solche Erfahrungen v c r c iuzelt e r selbstsüch-tiger Bestrebungen gaben dem heil. Paulus Veranlassung, sich über dasWesen der Kirche und den in ihr angeordnete» Lehr- und Regierungs-vorstand bestimmter zu erklären.
Die Verbindung der Christen zu einem gemeinschaftlichen Leben beruheauf der ursprünglichen Einrichtung des Menschengeschlechtes, wonach derEine Kräfte und Fähigkeiten besitze, die dem Andern fehlen, die er aber zueiner harmonischen Entwickelung nicht entbehren könne, daber er sich zu demAndern hingezvgen fühle. Da sich nun alle zu einer wahrhaften Entwickelungerforderlichen Fähigkeiten nur in der Verbindung Aller finden, so solle derEinzelne sich nicht von der Sveietät getrennt betrachten, svndcrn mit ihr einelebendige Einheit bilden. Dieses Verhältniß des Einzelnen zur Kirche er-läutert er durch die Analogie dcS Geistes und seines Verhältnisses zum mensch-lichen Körper <T,- rrr-evu«, k,,' bc-lu« 1 Kör. v. <2.), in welchem die ver-schiedenartigsten Glieder von Einem Geiste regiert werden. In der Anwen-dung dieses Bildeö auf die Kirche sagt er: Ein Geist sei in allen Gläubigen,doch offenbare er sich auf mannigfaltige Weise, denn verschieden seien die i»den Gläubigen vertbeilten Gaben ), und hierauf gründe sich zum Th eildie Verschiedenheit der äußern Stellung in der Kirche. Die Einen seien zuAposteln, Einige zu Evangelisten, zu Hirten und Lehrern bestimmt und zwar zurVervollkommnung der Heiligen— zur Erbauung deö Leibes
1) Ich,. I. all Oai'mlli. o. 44. ot. 7V?/em<»U. 4V 1. p. 140 — 1 Pli.
^IticOsu- 'IV 1. p. 254—305. op. all Korn, initi«.
l> Staubenmaler, üb. b. Pragmat. b. Geistesgab. (Tüb. Q.-Sch>§ 828.)besonb. adgebruckt. Tüb. 835.