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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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101
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§. 53. Die von Christus ungeordnete Hierarchie der Bischöfe, Priester ic. >0!

4, 14; ll Timoth. 1, 6.). Diesem entsprechend unterscheidet auch der apo-stolische Bater Clemens von Rom bestimmt die verschiedenen Pflichtenver Priester und Laien:Dem Hohenpriester sind eigene Geschäfteübertragen, den Priestern ihre besondere Stelle angewiesen, und den Le-viten liegen eigene Dienste ob; der Laie ist an die Vorschriften für Laiengebunden." Die apostol. Väter Ignatius und Polpearp nennen denBischof den Herrn der Gemeinde, obne dessen Zustimmung man nichts dieKirche Betreffendes vornehmen dürfe Z. Gegen diese Absonderung sprechennicht sene Bibclstcllen von dem allgemeinen Pricsterthume < > Pet. 2, 5.9. Apol. l, 6.); diese bezeichnen vielmehr, wie die gleich lautenden im A.B. (Erod. > 9, li.), die allgemeine Verpflichtung: durch Gebet, Liebe undSelbstverleugnung Gotr Opfer darzubringcn ), verschieden von dem Tragender von Christus überwiesenen Gewalt der Lehre und der Verrich-tungen liturgischer Handlungen des speciellen PriestertbumS.

53. Die in de» Biscböfen, Priestern u. Diakonen von Christusangeordnere Hierarchie.

Nach der beschriebenen Ueberrragung des bohenpriesterlichen Amtes Christibildete der von de» Aposteln erhaltene Charakter und ihre Würde eine neueGestaltung des in der Menschheit sich offenbarenden Erlösers: und in derThat sehen wir sic überall unbeschränkt an Christi Statt handeln. Da diesesApostel amt bis ans Ende der Welt bestehen sollte (Matth. 28, 20.), denAposteln aber verweigert war zu bleiben (Hebr. 7, 23.), und sic auch, wieClemens von Rom sagt (l Korinth. 44.), voraus sahen, daß über dasVorsteheramt Streit entstehen würde: so übertrugen sie ihre Sendung undihr Amt aus andere, die sogenannten Bischöfe (rer/or-orro,) mit der Wei-sung, daß, wenn sie entschliefen, andere bewährte Männer das Amt erhiel-te» (2 Timoth. 2, 2.). Darnach ist ocr Episevpat eine Fortsetzungdes Apostolats, wobei sedvch der Unterschied stattfand, daß diese Bischöfenur einer bestimmten Kirche oder einem Gebiete vorstanden, die Apostel abereine ör tlich uu b cschränkt e A utorität ausübten.

Daß wirklich nach Christi Willen den einzelnen Kirchen ein solcher ober-ster Leiter (kTin,r2<,7ro.), nicht mehrere Priester (^rpen^, ^ep,-,) mit gleichenRechten vorstehen sollte, und in dem apostolischen Zeitalter wirklich vor-gestanden hat, beweisen mehrere Stellen deS N. T. und daraus gezogeneSchlüsse. Aus der Ermahnung des heil. Paulus an den TituS und Timo-theus (Tit. 1, .5.; I Tim. >5, 1710.), geht hervor, daß der sogenannteBischof eine Obergewalt über die Priester.ausübtc. In gleicher Weise wer-den in der Apok. o. 2. u. 3. vorzugsweise die 7 Engel (Vorsteher Galat.4, 14!) der Gemeinden von Ephesus, Smyrna u. s. w. als deren Repräsen-tanten erwähnt, obgleich geschichtlich erwiesen ist, baß einige dieser Gemein-den mehr e r e Priester hatten. Auf daö bestimmteste endlich wird der Vor-rang der Bischöfe vor den Priestern in den Briefen des apostol. VatersIgnatius (P 107) hervorgehoben:Folget Alle dem Bischof, wie Jesusseinem Vater, und den Priestern wie den Aposteln; die Diakonen ehret wie

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I» 99 u. 1004 4n nivit. I)ni X. 3.:jede Seele ist ein Tempel Gottes;

unser Herz ist ei» Altar, woraus wir Gott ras Opfer der Deinnrb und desLobes auf der Glittd feuriger Liebe darbringen."